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Blauzungenkrankheit (BT) und Epizootische Hämorrhagie der Hirsche: BRS ruft zur Impfung auf!

- 16.10.2025
Die Blauzungenkrankheit und die Epizootische Hämorrhagie der Hirsche (EHD) sind Tierseuchen, deren Erreger eng verwandt sind und die über die gleichen Vektoren verbreitet werden. Die Krankheitsverläufe sind ähnlich, hängen aber auch von der Tierart ab und können zusätzlich vom Serotyp bestimmt sein. Die Erregerverbreitungen und -übertragungen durch Gnitzen sind identisch. Während
derzeit die Serotypen 1, 3, 4, 5, 8 und 12 der Blauzungenkrankheit in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zirkulieren, ist es bei der EHD bisher ausschließlich der Serotyp 8.
Beide Seuchen führen zu erheblichem Tierleid und zu Leistungsrückgängen. Darüber hinaus haben
bestätigte Fälle Konsequenzen für den Handel mit Tieren und Zuchtmaterial innerhalb der EU sowie
für den Export in Drittländer.
Es besteht wissenschaftlicher Konsens, dass ausschließlich mit Impfungen den Seuchen effektiv begegnet werden kann. Für Impfungen gegen die meisten der oben genannten Serotypen der Blauzungenkrankheit stehen Impfstoffe zur Verfügung. Gegen die EHD kann ebenfalls geimpft werden.
Wir verweisen ausdrücklich auf die Vorteile von Impfungen für die TierhalterInnen und ihre Tiere:
✓ Tierleid kann durch eine Milderung des Krankheitsverlaufs erheblich reduziert werden.
Meist werden Infektionen und damit klinische Symptome völlig verhindert. Die Nebenwirkungen, sofern überhaupt welche auftreten, werden überkompensiert.
✓ Leistungseinbußen können vermieden oder zumindest reduziert werden.
✓ Von Impfungen können TierhalterInnen, die beabsichtigen Tiere zu verbringen, aufgrund
rechtlicher Vorgaben der EU und den Anforderungen von Drittländern profitieren. Hier sind
der jeweilige Impfstoff und die Vorgaben des Bestimmungsmitgliedstaates zu beachten. Geimpfte Tiere werden rechtlich nicht diskriminiert, im Gegenteil!
✓ Impfungen sind die einzige Möglichkeit, die Ausbreitung der Seuche zu stoppen.
✓ Langfristig entsteht so etwas wie ein immunologisches Populationsgedächtnis, dessen Bedeutung für die Zukunft nicht zu unterschätzen ist. Voraussetzung ist jedoch, dass eine hohe
Impfquote erreicht wird. Dazu müssen möglichst viele von Ihnen mitmachen!!!
Wir empfehlen allen Haltern und Haltrinnen empfänglicher Wiederkäuer, ihre Tiere zeitnah impfen zu lassen. Impfen Sie besonders auch gegen die Serotypen, die Deutschland bisher nicht erreicht haben. Die Vorteile werden nicht unmittelbar erkennbar sein, es wird sich mittel- und langfristig auszahlen. Besonders dann, wenn viele mitmachen.
Grundimmunisierungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden. Bitte denken Sie daran.
SPRECHEN SIE MIT IHREM HOFTIERARZT/IHRER HOFTIERÄRZTIN.
Die EU, Bund und Länder fordern wir auf, durch finanzielle Anreize Tierhalter und Tierhalterinnen
zur Impfung zu motivieren. Den Bundesländern, die dem bereits nachkommen, danken wir.
Beide Viren sind für Menschen völlig ungefährlich.
Meldung des Bundesverbandes Rind und Schwein e. V.
Adenauerallee 174 – 53113 Bonn, www.rind-schwein.de; info@rind-schwein.de

