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Blockade von Müllermilch-Werk: Ermittlungen gegen Mitarbeiter wegen Bedrohung
Mit einer Blockade protestierten Aktivisten vergangene Woche in Leppersdorf gegen Massentierhaltung. Drei von ihnen sollen jetzt zügig vor Gericht kommen. Die Polizei ermittelt außerdem gegen einen Müllermilch-Mitarbeiter.

- 22.08.2025
Nach der Blockadeaktion von Tieraktivisten vor der Molkerei Sachsenmilch in Leppersdorf am Freitag vergangene Woche sollen drei Beteiligte in einem beschleunigten Verfahren vor Gericht gestellt werden. Wie die Polizei mitteilt, werde den Beschuldigten im Alter von 23, 24 und 33 Jahren Nötigung vorgeworfen.
Staatsanwaltschaft und Polizei wollen damit erreichen, dass eine mögliche Strafe möglichst schnell erfolgt. Wie Irene Schott, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Görlitz, mitteilt, haben die drei Personen ihre Personalien im Rahmen des Ermittlungsverfahrens bekannt gegeben. Nötigung wird laut Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft.
Die drei Tatverdächtigen hatten zu Beginn des Protests den Auflieger eines Lasters mit 25.000 Liter Milch besetzt und damit – gemeinsam mit einem zeitgleich blockierten Linienbus – die Weiterfahrt verhindert. Insgesamt nahmen laut Polizei 41 Menschen an der nicht angemeldeten Versammlung in Leppersdorf teil. Die Aktivisten selbst hatten von 50 bis 60 Personen gesprochen.
Wie die Polizei mitteilt, ist der Vorwurf der Nötigung durch drei Aktivisten indes nicht der einzige, weswegen aktuell ermittelt wird. „Im Kriminaldienst des Polizeireviers Kamenz wurde im Zusammenhang mit dem Einsatz in Leppersdorf ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und der Beleidigung eingeleitet“, berichtet Polizeisprecher Kai Siebenäuger… .

