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Braune Hundezecke breitet sich aus – und sie liebt Deine Wohnung
Gefährliche Hundezecke überlebt in Wohnungen: Braune Hundezecke jetzt in Deutschland: Warum Dein Hund in Gefahr ist

- 17.06.2025
Die Zecken treiben wieder ihr Unwesen – darunter auch eine Art, die seit einigen Jahren für Aufsehen sorgt: Die Braune Hundezecke breitet sich bei uns aus, vermehrt sich rasend schnell – und kann Hunden sehr gefährlich werden!
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Sie krabbeln und stechen wieder: Die Zecken-Saison hat begonnen! Darunter auch eine Art an Parasiten, die Deutschland mehr und mehr heimsucht: Die sogenannte Braune Hundezecke ist mittlerweile bei uns eingewandert, wie Forscher*innen der Universität Hohenheim mitgeteilt haben. Und sie warnen vor ihrer Ausbreitung, denn die Zecken vermehren sich rasend schnell – und können für Hunde sehr gefährlich werden.
Neuer Parasit: Forscher*innen warnen vor der Braunen Hundezecke
Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist eigentlich im Mittelmeerraum und Nordafrika heimisch. Doch aufgrund der steigenden Temperaturen scheint sie sich mittlerweile auch in Deutschland wohl zu fühlen: Am liebsten hat sie es nämlich um die 25 Grad und trocken – und natürlich, wenn ein Hund in der Nähe ist. Dann krabbelt die Braune Hundezecke aus ihren vorzugsweise kleinen, steinigen Spalten und schlägt – bzw. sticht – zu.
Weil in Deutschland extrem viele Hunde in Wohnungen leben, kann das zu einem echten Problem werden, denn "anders als unser Gemeiner Holzbock kann die Braune Hundezecke sehr gut in Wohnungen überleben", weiß Katrin Fachet vom Fachgebiet Parasitologie der Uni Hohenheim. In unseren warmen und vor allem trockenen Wohnungen fühle sich das Tierchen aus dem Mittelmeerraum demnach äußerst wohl.
Rasend schnelle und explosionsartige Verbreitung
Das Schlimme: Hat sich die Braune Hundezecke erst einmal eingenistet, kann sie sich rasend schnell vermehren, wie Katrin Fachet berichtet: "Ein Holzbockweibchen kann bis zu 2000 Eier legen – ein Hundezeckenweibchen bis zu 4000. Innerhalb weniger Monate hat man dann schnell mehrere Tausend Zecken in der Wohnung", so die Forscherin. So kann die Braune Hundezecke sehr schnell zu einer sehr unangenehmen Plage werden. Und nicht nur das, denn sie birgt auch Gefahren.
Diese Krankheiten überträgt die Braune Hundezecke
Zwar wurden FSME oder Borreliose-Erreger bei dieser Zeckenart bislang nicht festgestellt. Doch laut der Forscherin andere Krankheiten: "Die Braune Hundezecke kann zu schweren Erkrankungen der Hunde führen."
Welche genau, hat BILD der FRAU bei zwei Experten nachgefragt. "Das sind vor allem die Babesiose und Ehrlichiose, aber auch Anaplasmose und Hepatozoonose", weiß Martin Komorek, der für die Kommunikation bei parasitenportal.de zuständig ist. Und fährt fort: "Die Krankheitsbilder bzw. –symptome sind unterschiedlich und reichen unbehandelt von Fieberschüben und Durchfall bis hin zum Tod des Hundes – etwa bei der akuten Form der Babesiose."
Tierärztin Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. geht vor allem von der Ehrlichiose Gefahr aus: "Sie ist eine in den Mittelmeerländern weit verbreitete – aber auch bereits im Saarland nachgewiesene – Hundekrankheit. Der Erreger befällt die zu den weißen Blutkörperchen zählenden Monozyten und gelangt in Lymphknoten, Milz und andere Organe. Ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung kommt es zum Krankheitsausbruch mit wiederkehrendem Fieber, Appetitlosigkeit, Atemnot, Blutungen, Milz- und Lymphknotenschwellungen sowie weiteren Symptomen. Im weiteren Verlauf führt die Erkrankung zur dauerhaften Blutarmut."
Auch auf den Menschen übertragbare Krankheiten wie das Mittelmeer-Fleckfieber bringt die Braune Hundezecke mit sich.
Wer in seinem Haushalt einen Befall mit den Braunen Hundezecken vermutet, sollte sich schnell mit einer Expertin oder einem Experten zu dieser Art in Verbindung setzen, empfiehlt Katrin Fachet: "Werden in Eigeninitiative die falschen Maßnahmen ergriffen, kann es zu einer erheblichen Verschlimmerung des Befalls mit stark erhöhtem Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier kommen.".. .

