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BTV: Chinas Markt für irisches Rindfleisch wieder geschlossen
Der Zugang zum chinesischen Markt für irisches Rindfleisch bleibt instabil. Nach einem bestätigten Seuchenausbruch hat China die Importe erneut gestoppt.

- 29.01.2026
China hat die Einfuhr von irischem Rindfleisch vorübergehend ausgesetzt. Grund ist ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit, wie das irische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Am Samstag wurde der erste Ausbruch in einer Rinderherde im Südosten des Landes bestätigt. Inzwischen wurde das Virus in drei weiteren Betrieben in der Nähe des ursprünglichen Ausbruchsortes nachgewiesen. Nach Angaben des Ministeriums informierten die chinesischen Behörden Irland unmittelbar über die Entscheidung, die Importe auszusetzen.
Der Importstopp erfolgt nur zwei Wochen, nachdem China seinen Markt für irisches Rindfleisch wieder geöffnet hatte. Die Wiederzulassung war am 12. Januar im Rahmen eines Besuchs des irischen Premierministers Micheál Martin in Peking bekannt gegeben worden. Zuvor hatte China die Einfuhren im Jahr 2024 nach dem Nachweis eines Falls von Boviner Spongiformer Enzephalopathie (BSE) ausgesetzt.
Landwirtschaftsminister Martin Heydon äußerte sich enttäuscht über die erneute Unterbrechung des Handels. Zugleich betonte er, dass sein Ministerium mit den chinesischen Behörden in Kontakt stehe, um die Aussetzung schnellstmöglich zu klären.
Heydon wies darauf hin, dass der aktuelle Ausbruch keine Konsequenzen für Exporte von Fleisch- und Milchprodukten in die Europäische Union, nach Großbritannien oder in die meisten anderen internationalen Märkte habe. Irland exportiert einen Großteil seiner Rind- und Milcherzeugnisse, die zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und Arbeitgebern des Landes zählen. In den vergangenen Monaten wurde die virale Infektionskrankheit auch in anderen Teilen Europas gemeldet, darunter in Nordirland.


