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CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Christina Stumpp soll neue agrarpolitische Sprecherin werden
In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion steht ein personeller Wechsel an der Spitze der Agrarpolitik bevor.

- 15.09.2026
Die 40-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp soll neue agrarpolitische Sprecherin der Fraktion werden. Sie folgt auf Johannes Steiniger, der als Parlamentarischer Staatssekretär in das Bundeswirtschaftsministerium gewechselt ist.
Stumpp, die den Wahlkreis Waiblingen (Baden-Württemberg) direkt vertritt, ist derzeit noch stellvertretende Generalsekretärin der CDU. Diesen Posten wird sie für die neue Aufgabe voraussichtlich abgeben. Die Arbeitsgruppe „Landwirtschaft, Ernährung und Heimat“ der Unionsfraktion soll am 22. September 2026 über den Personalvorschlag
entscheiden. Mit ihrer Wahl würde erstmals eine Frau die agrarpolitische Führung der Fraktion übernehmen.
Die Besetzung gilt als Signal für Kontinuität und Fachkompetenz: Stumpp war bereits Mitglied im Ernährungsausschuss des Bundestages und bringt durch ihre frühere Tätigkeit im baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium direkte Verwaltungserfahrung aus dem Agrarsektor mit.
Hintergrundinformationen: Agrarpolitische Positionen von Christina Stumpp
Christina Stumpp vertritt einen klar praxisorientierten Kurs in der Agrarpolitik, der stark von ihrer Herkunft und ihrer bisherigen Arbeit geprägt ist: [1]
- Biografischer Bezug: Sie ist selbst auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb aufgewachsen. Sie betont bei Betriebsbesuchen regelmäßig, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für den Erhalt von Familienbetrieben sind. [1, 2]
- Bürokratieabbau & Planungssicherheit: Stumpp fordert vehement spürbare Entlastungen für landwirtschaftliche Betriebe. Sie spricht sich gegen überbordende Bürokratie aus und fordert verlässliche Perspektiven, um die heimische Produktion langfristig zu sichern. [1]
- Ernährungssouveränität: Sie plädiert für die Stärkung der regionalen Erzeugung und positioniert sich kritisch gegenüber ideologischen Verboten, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft schwächen könnten. [1]
- Welthandel & Geopolitik: Beim umstrittenen Mercosur-Abkommen betont sie, dass Verträge aktiv ausgestaltet werden müssen, um Chancen für die europäische Wirtschaft zu nutzen, ohne die heimische Rindfleischproduktion unfair zu gefährden. [1]
Christina Stumpp zu ihrer Nominierung:
„Unsere Landwirte brauchen endlich wieder echte Planungssicherheit, Vertrauen und spürbare Entlastungen statt immer neuer bürokratischer Hürden. Als agrarpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion möchte ich der starke Anker für unsere bäuerlichen Familienbetriebe in Berlin sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie hart die Arbeit auf den Höfen ist. Mein Ziel ist eine Agrarpolitik mit gesundem Menschenverstand, die Ökonomie und Ökologie im Dialog mit der Praxis versöhnt, anstatt mit dem erhobenen Zeigefinger zu regieren.“ [1, 2, 3]
Kurzbiographie: Christina Stumpp, geboren am 16. November 1987 in Backnang, ist eine deutsche Politikerin und seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages. Nach einem Studium des Gehobenen Verwaltungsdienstes und Tätigkeiten in verschiedenen Ministerien in Baden-Württemberg war sie von 2022 bis 2026 stellvertretende Generalsekretärin der CDU.



