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CSU prescht vor: Kommt jetzt wieder mehr (billiges) Fleisch auf die Speisepläne von Kitas und Schulen?

- 03.05.2025
Noch nicht ins Amt gewählt, entfacht der designierte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) bereits eine hitzige Diskussion über Ernährung in Kitas und Schulen. Der gelernte Metzgermeister fordert via „Bild“ Fleisch in den Speiseplänen für Kinder und Jugendliche. Gibt es davon denn zu wenig? Gesundheits- und Umweltfachleute sehen den Vorstoß kritisch. Auch aus der Elternschaft kommt Widerspruch.
„Jetzt gibt’s wieder Leberkäs’ statt Tofu-Tümelei.“ So kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den neuen Bundeslandwirtschaftsminister, seinen Parteifreund Alois Rainer an. Der Spruch: ein Seitenhieb auf den grünen Vorgänger und bekennenden Vegetarier Cem Özdemir.
Rainer, der Neue, arbeitet zwar seit zwölf Jahren als Bundestagsabgeordneter – er leitete bis dato den Finanzausschuss –, ist aber ursprünglich Metzger von Beruf. Die „Bild“-Zeitung, stets um vermeintliche Volkstümlichkeit bemüht, stieg sofort darauf ein – und titelte: „Metzger-Minister hat die längste Wurst der Welt.“ Hintergrund laut Bericht: Der neue Landwirtschaftsminister sei Weltrekordhalter für die längste Weißwurst! 2002 habe er den Rekord mit zwei Metzgerkollegen aus der Umgebung aufgestellt – „825 Meter niederbayerische Zuzel-Lust“.
Für mehr Sodbrennen dürfte bei vielen Menschen allerdings das sorgen, was „Bild“ dem künftigen Landwirtschaftsminister inhaltlich entlockte: Rainer möchte Fleisch billig halten; die von Özdemir (und ursprünglich mal von der Union) ins Gespräch geplante Tierschutzabgabe lehnt er ab. Und er hält Fleisch für wichtig, um sich gesund zu ernähren – gerade bei Kindern.
Im Gespräch mit der Boulevardzeitung nimmt der gelernte Metzgermeister dann auch die Speisepläne von Kindergärten und Schulen in den Fokus und spricht sich für Fleisch im Menüplan aus. Ihm sei eine ausgewogene, qualitativ hochwertige Ernährung wichtig. Das gelte „insbesondere in Kindergärten und Schulen, wo Obst, Gemüse genauso wie Fleisch und vegetarische Gerichte auf den Speiseplänen stehen sollten“, so Rainer.
„Bild“ ordnet das so ein: „In vielen Kitas und Schulen steht Fleisch kaum noch oder gar nicht mehr auf dem Speiseplan. U.a. gibt es an den Grundschulen in Freiburg einen Fleisch-Stopp.“ Hintergrund: An den Grundschulen der Stadt wird seit einem Ratsbeschluss von 2022 nur noch vegetarisch gegessen – aufgrund der gestiegenen Kosten. Aus anderen Städten ist eine solche Entscheidung nicht bekannt.
„Niemand will in Schulen und Kitas Fleisch verbieten. Mehr Angebot wird dort aber absolut nicht gebraucht“
Mit Blick auf Rainers Bekenntnis zum Fleisch behauptet „Bild“: „Bei Lehrern kommt der Vorstoß gut an.“ Und zitiert als Beleg Heinz-Peter Meidinger, als längst pensionierter ehemaliger Schulleiter Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: „Wir waren immer für Wahlfreiheit und gegen jede Form von Bevormundung, was den Fleischkonsum angeht. Gesunde Ernährung ist natürlich Erziehungsziel an Schulen – aber nicht über Zwang und Verbote. Deshalb begrüße ich die Entideologisierung der Schulkantinen, wie der neue Minister sie ansteuert.“
Auch der Fleischerverband freut sich dem Springer-Blatt zufolge, „dass Fragen der Tierhaltung, Ernährung und der Lebensmittelproduktion nun ideologiefrei, verlässlich und in einem partnerschaftlichen Miteinander mit allen Beteiligten behandelt werden“.
Für mehr Sodbrennen dürfte bei vielen Menschen allerdings das sorgen, was „Bild“ dem künftigen Landwirtschaftsminister inhaltlich entlockte: Rainer möchte Fleisch billig halten; die von Özdemir (und ursprünglich mal von der Union) ins Gespräch geplante Tierschutzabgabe lehnt er ab. Und er hält Fleisch für wichtig, um sich gesund zu ernähren – gerade bei Kindern.
Im Gespräch mit der Boulevardzeitung nimmt der gelernte Metzgermeister dann auch die Speisepläne von Kindergärten und Schulen in den Fokus und spricht sich für Fleisch im Menüplan aus. Ihm sei eine ausgewogene, qualitativ hochwertige Ernährung wichtig. Das gelte „insbesondere in Kindergärten und Schulen, wo Obst, Gemüse genauso wie Fleisch und vegetarische Gerichte auf den Speiseplänen stehen sollten“, so Rainer.
„Bild“ ordnet das so ein: „In vielen Kitas und Schulen steht Fleisch kaum noch oder gar nicht mehr auf dem Speiseplan. U.a. gibt es an den Grundschulen in Freiburg einen Fleisch-Stopp.“ Hintergrund: An den Grundschulen der Stadt wird seit einem Ratsbeschluss von 2022 nur noch vegetarisch gegessen – aufgrund der gestiegenen Kosten. Aus anderen Städten ist eine solche Entscheidung nicht bekannt.
„Niemand will in Schulen und Kitas Fleisch verbieten. Mehr Angebot wird dort aber absolut nicht gebraucht“
Mit Blick auf Rainers Bekenntnis zum Fleisch behauptet „Bild“: „Bei Lehrern kommt der Vorstoß gut an.“ Und zitiert als Beleg Heinz-Peter Meidinger, als längst pensionierter ehemaliger Schulleiter Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes: „Wir waren immer für Wahlfreiheit und gegen jede Form von Bevormundung, was den Fleischkonsum angeht. Gesunde Ernährung ist natürlich Erziehungsziel an Schulen – aber nicht über Zwang und Verbote. Deshalb begrüße ich die Entideologisierung der Schulkantinen, wie der neue Minister sie ansteuert.“
Auch der Fleischerverband freut sich dem Springer-Blatt zufolge, „dass Fragen der Tierhaltung, Ernährung und der Lebensmittelproduktion nun ideologiefrei, verlässlich und in einem partnerschaftlichen Miteinander mit allen Beteiligten behandelt werden“… .

