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Demografie: Zahl der Geburten auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit
Die Geburtenrate sinkt weiter in Deutschland und Europa.

- 29.04.2026
So wenige Babys wie seit 1946 nicht mehr: Die Geburtenzahl in Deutschland sinkt weiter. Was das mit den weltweiten Krisen zu tun hat und was Experten fordern.
Im vergangenen Jahr sind in Deutschland so wenige Babys geboren worden wie noch nie seit 1946. Vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 rund 654 300 Kinder geboren, das waren 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Zahl der Geburten sank damit zum vierten Mal in Folge.
Die Zahl der Sterbefälle überstieg 2025 mit rund 1,01 Millionen die Zahl der Geburten um 352 000 – dies sei das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit, teilt das Bundesamt mit. Dass Deutschland schrumpft, hatte die Behörde in einer ersten Schätzung im Januar bekanntgegeben: Zum Jahresende 2025 lebten demnach rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die Bevölkerung war damit um etwa 100 000 Personen kleiner als am Jahresende 2024.
Zuwanderung gleicht Defizit nicht mehr aus
Dies lag nicht nur daran, dass die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Neugeborenen überstieg, sondern auch daran, dass unter dem Strich weniger Menschen nach Deutschland einwanderten: Die Zuwanderung kann den Geburtenrückgang so nicht mehr ausgleichen.
Dass weniger Kinder geboren werden, ist keine neue Entwicklung. Nach einem vorübergehenden Hoch im Jahr 2021 mit rund 795 000 Neugeborenen sanken die Zahlen zuletzt erneut kontinuierlich…


