Der gestrandete Buckelwal in der Ostsee "Timmy": Eine rechtliche Einordnung aus tierärztlicher Sicht

Wir haben auch viel von der „Walgeschichte“ von Timmy in den AVA- News veröffentlicht. In vetline.de wurde jetzt der folgende Beitrag veröffentlich, auf den wir gerne hinweisen. Die Tierärztin und angebliche „Walspezialistin“ aus Hessen (laut Trivialpresse) kommt da wieder kopfschüttend in den Sinn – und dann auch gleich der Umweltminister von MV... .

Wer Wildtieren in Not hilft, muss sachkundig sein und die Rehabilitation gesetzes- und damit tierschutzkonform durchführen.

Wenige Tierarten wecken so viele positive Emotionen wie Wale. Entsprechend emotional war die mediale Berichterstattung über Buckelwal „Timmy“. Dies führte nicht selten zu Verwirrungen und der Verwendung von falschen Begrifflichkeiten.

Bei allen aktuellen Geschehnissen von Interesse werden von Seiten der Medien Expert:innen zu dem Thema gesucht und auch gefunden. Bei einem hilfsbedürftig gewordenen Tier liegt es nahe, dass auch wir Tierärzt:innen diese zitierten Fachleute sind. Kolleg:innen mit Erfahrungen im Umgang mit gestrandeten Großwalen an deutschen Küsten sind jedoch kaum zu finden, daher halten auch vermeintliche Expertenkommentare einem Faktencheck oft nicht stand. Der Umgang mit hilfsbedürftig gewordenen Wildtieren gehört nicht unbedingt zum Schwerpunkt tierärztlichen Handelns, bereits die rechtlichen Grundlagen dazu sind uns oft nicht klar. Ohne entsprechende Fachkenntnisse oder Erfahrung mit der Materie sollte man sich jedoch nicht als Experte vor den „Kahn“ spannen lassen.

Auch wenn die Verlockung groß ist, bei stark polarisierenden Tierarten in die Emotionsfalle zu tappen, sollten wir Tiermediziner:innen versuchen, eine wissenschaftliche Haltung zu bewahren. Denn Tierschutz beginnt immer mit Wissen… .

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