Der Wandel der Tierhaltungskennzeichnung: Neuer Zeitplan für Schweinefleisch-Logo

Die Einführung des staatlichen Tierhaltungslogos für Schweinefleisch wird auf den 1. März 2026 verschoben, um Umstellungsprobleme der Länder zu berücksichtigen. Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz und eine Erweiterung der Kennzeichnung auf weitere Tierarten sowie Gastronomiebetriebe.

Die Einführung des geplanten staatlichen Tierhaltungslogos für Schweinefleisch in den Supermärkten steht vor einer Verzögerung. Eigentlich für den 1. August vorgesehen, soll die Verpflichtung laut einem neuen Entwurf der Bundesregierung nun erst am 1. März 2026 in Kraft treten. Mit dieser Anpassung reagiert die Ampel-Koalition auf implementierungsbedingte Schwierigkeiten der Länder, die mehr Zeit für die Umstellung erbeten haben. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird heute im Bundestag eingebracht, mit dem Ziel, die Einführung reibungslos zu gestalten.

Für Verbraucherschützer ist die Verschiebung ein Rückschlag. Sie pochen auf mehr Transparenz und fordern die Regierung auf, den zusätzlichen Zeitraum dafür zu nutzen, die Kennzeichnung auf weitere Tierarten sowie auf Restaurants und Kantinen auszuweiten. Jochen Geilenkirchen vom Bundesverband der Verbraucherzentralen betont die Bedeutung dieser Maßnahme für die Konsumentinnen und Konsumenten, die informiert werden möchten, wie und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten werden—über Schweinefleisch hinaus.

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