Deutscher Schweinemarkt im Juni: Bauern unter Schock, Hoffnung auf China wächst

Der Juni verlief am deutschen Schweinemarkt deutlich schwieriger als viele Erzeuger noch zu Beginn des Monats erwartet hatten.

Mit dem Start der Grillsaison waren die Hoffnungen auf eine spürbare Belebung groß. Sonniges Wetter und mehrere Feiertage sorgten zwar zeitweise für einen lebhaften Absatz von Grillartikeln, doch dieser positive Impuls reichte nicht aus, um den Markt nachhaltig zu stützen. Stattdessen blieb der Fleischmarkt während des gesamten Monats reichlich versorgt. Gleichzeitig führten mehrere Feiertage zu einer geringeren Zahl an Schlachttagen, wodurch sich regional Vermarktungsüberhänge bildeten und sich die Vermarktung schlachtreifer Schweine immer wieder verzögerte. Die Schlachtunternehmen verwiesen auf schwierige Absatzbedingungen und erhöhten den Druck auf die Erzeugerpreise. Zunächst konnte sich der Schweinepreis noch bei 1,60 € behaupten, obwohl bereits deutliche Forderungen nach Preisabschlägen im Raum standen. Im weiteren Monatsverlauf verschärfte sich die Situation jedoch deutlich und schließlich fiel der Schweinepreis auf 1,50 €. Für viele Schweinehalter war dies ein schwerer Rückschlag, denn ein Preisrückgang mitten in der Grillsaison ist außergewöhnlich und verschärfte die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage auf den Betrieben erheblich.

Bemerkenswert war dabei, dass die Ursache der schwachen Preisentwicklung nicht auf ein zu großes Angebot an Schlachtschweinen zurückzuführen war. Die verfügbaren Stückzahlen bewegten sich weiterhin nahezu auf dem Niveau des Vorjahres und lagen damit auf einem historisch niedrigen Stand. Nach den massiven Bestandsrückgängen der vergangenen Jahre hat sich das Angebot inzwischen auf einem deutlich niedrigeren Niveau eingependelt. Auch die Schlachtgewichte blieben während des Monats weitgehend stabil. Das eigentliche Problem lag vielmehr auf der Absatzseite… .

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