Die "Humankollegen" Bei Anruf Krankschreibung: AU-f dem Prüfstand

Kanzler F. Merz nennt den Krankenstand „zu hoch“ – und Gesundheitsministerin Nina Warken will die telefonische Krankschreibung erneut prüfen. Welche Auswirkungen hat das auf die Wartezimmer?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellt die telefonische Krankschreibung (AU) infrage – und stärkt so Bundeskanzler Merz nach seiner Kritik an der Zahl der Krankheitstage deutscher Arbeitnehmer den Rücken. Warken kündigte an, die Regelung „auf den Prüfstand“ zu stellen. Im Koalitionsvertrag habe man vereinbart, Missbrauch auszuschließen. Genau das wolle man nun angehen – am liebsten mit „praktikablen Lösungen“.

Ausgelöst wurde die Debatte durch Kanzler Friedrich Merz, der bei einem Wahlkampfauftritt in Baden-Württemberg den Krankenstand in Deutschland als zu hoch bezeichnete: 14,5 Krankentage pro Beschäftigtem im Schnitt. Die telefonische AU sieht er als möglichen Treiber – und fragte öffentlich, ob das, was in der Corona-Pandemie sinnvoll war, „heute immer noch“ passt. Merz legte nach: Kurzfristige Krankmeldungen von ein bis zwei Tagen seien in dieser Zahl noch nicht einmal enthalten – inklusive dieser Fälle wäre der Krankenstand „deutlich höher“. Für die volkswirtschaftliche Leistung sei das nicht zuträglich.

Warken unterstützt den Kanzler… .

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