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"Die Tierschutzbeauftragte gehört ins Kanzleramt"
Mariane Kari sollte auf höchster politischer Ebene den Tierschutz voranbringen. Jetzt steht ihr Amt auf der Kippe. Was der Päsident des Deutschen Tierschutzbundes dazu sagt

- 30.07.2025
GEO: Als Dr. Ariane Kari im Juni 2023 als erste Bundestierschutzbeauftragte ihr Amt antrat, jubelten Tierschutzorganisationen. Haben sich Ihre Hoffnungen erfüllt?
Thomas Schröder: Sie hat mit vielen Fragen die Bundesregierung in Erklärungsnot gebracht. Zum Beispiel zu drängenden Themen wie der Anbindehaltung. Sie hat ein Nachdenken auf der gesetzgeberischen Seite ausgelöst. Das allein ist schon viel wert. Dann hat sie – auch wenn Ergebnisse noch ausstehen – einen Runden Tisch zur Lage der Tierheime eingerichtet. Da gab es immerhin gute Gespräche. Auch das ist schon ein Erfolg. Allerdings ist der Tierschutz eine Querschnittsaufgabe – und das Amt deshalb im Landwirtschaftsministerium von vornherein nicht richtig positioniert. Tierschutzfragen stellen sich nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Verkehr, wenn es zum Beispiel um Tiertransporte geht, in der Forschung – und selbst im Verteidigungsressort, etwa bei der Erprobung von Munition. Deswegen gehört der oder die Tierschutzbeauftragte ins Kanzleramt. Damit er oder sie die Regierung als Ganzes beraten kann und nicht nur einen Bundesminister, der mit Tierschutz zwar zu tun hat – für den Tierschutz aber kein Schwerpunktthema ist.
Hat sich der Tierschutz auf Bundesebene seit ihrem Amtsantritt verbessert?... .

