Rufen Sie uns an: +49 (0) 2551-78 78
Die traurige Stunde der Gartenvögel
Die Zahl der Vögel in unseren Gärten schrumpft seit Jahren. Das ist ein Alarmsignal, kommt aber wenig überraschend, kommentiert Daniel Lingenhöhl.

- 29.01.2026
Der Grünfink war vor Jahrzehnten ein Allerweltsvogel: In der Grundschule gehörte er zu den Standardvögeln, die alle Kinder kennen mussten; am winterlichen Futterhaus zählte er zu den Standardgästen. Im Jahr 2026 gilt die Art zwar noch nicht als gefährdet, doch ist ihr Bestand seit der Jahrtausendwende teils stark zurückgegangen. In vielen Gärten tauchen Grünfinken gar nicht mehr auf. Und damit liegen diese Tiere im Trend, wie die neuen Zahlen zur »Stunde der Wintervögel« zeigen: einem bundesweiten Citizen-Science-Projekt, bei dem aufmerksame Beobachter Anfang Januar eine Stunde lang Amseln, Drosseln, Finken und Meisen in Gärten und Parks zählen. Im Durchschnitt nur noch 32 Vögel sichteten Menschen zwischen Flensburg und Berchtesgaden. Vor 15 Jahren – im Januar 2011 – waren es dagegen noch 46.
Hinter den zwei Zahlen steckt ein Muster: Zwar gab es immer wieder einmal kleinere Ausreißer nach oben bei der Durchschnittszahl, etwa wenn zahlreiche Wintergäste wie Bergfinken oder Erlenzeisige aus Skandinavien zu uns kamen. Doch bei vielen unserer heimischen Arten zeigt die Tendenz klar nach unten… .


