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Empathie beschreiben: Wie einfühlsam Ratten sind

- 04.07.2026
In einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2011 konnten Forschende beobachten, dass Ratten zuerst ihren befreundeten Artgenossen aus einem Käfig befreiten, um dann angebotenes Futter mit ihm zu teilen, anstatt ihn im Käfig zu lassen und alleine zu fressen. Sie zeigten also Empathie.
ber ist es dieselbe Art von Einfühlungsvermögen, wie wir Menschen es besitzen? Oder unterscheidet es uns vom Tier? Dieser Frage ist ein Forschungsteam um Prof. Dr. Albert Newen von Institut für Philosophie II der Ruhr-Universität Bochum nachgegangen.
Sie haben ein Modell entwickelt, Empathie bei verschiedenen Tieren genauer zu beschreiben.
Ihre Antwort: Ja, Ratten haben Empathie. Sie unterscheidet sich jedoch graduell von der des Menschen. Die Forschenden berichten in der Zeitschrift Biological Review vom 28. Juni 2026.
Empathie ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält und unseren Lebensalltag persönlich und menschlich macht. Ist sie daher nicht ein guter Kandidat für ein Merkmal, das uns Menschen von den Tieren unterschiedet? Gibt es überhaupt Kandidaten im Tierreich, die Empathie zeigen? „Na klar“, ist die Antwort der Hundebesitzer.
„Allerdings ist hier kritisch anzumerken, dass Besitzer ihre Haustiere nahezu immer so wie Menschen interpretieren und daher natürlich auch Empathie sehen“, so Albert Newen. Ratten dagegen sind für Menschen gefährliche Krankheitsüberträger.
Schließen wir sie deshalb von vornherein als nicht empathisch aus? Wie können wir wissenschaftlich möglichst ohne Vorurteile feststellen, ob Tiere sich empathisch verhalten können und welche Tierarten dafür in Frage kommen?... .


