Endoparasitosen beim Pferd: Symptome, Diagnostik und Bekämpfung

Mit der Endoparasitenbekämpfung beim Pferd kann selektiv oder strategisch entwurmt werden

Endoparasitäre Erkrankungen bei Pferden müssen konsequent mit einem durchdachtem Endoparasitenmanagement bekämpft werden.  

Regelmäßig infizieren sich Pferde mit Endoparasiten. Welche Wurmarten dabei eine Rolle spielen und wie diese effektiv bekämpft werden können, lesen Sie im Beitrag.

Zunehmende Resistenzen von Endoparasiten bei Pferden erfordern ein angepasstes Entwurmungsmanagement. Die Expertenorganisation ESCCAP empfiehlt grundsätzlich 2 alternative Herangehensweisen: die strategische und die selektive Entwurmung. Ein umfassendes Hygienemanagement vervollständigt die Endoparasitenbekämpfung.

Endoparasiten und ihre Entwicklungszyklen

Pferde infizieren sich unabhängig von ihrer Haltungsweise regelmäßig mit Endoparasiten und nicht selten ist nahezu der gesamte Bestand betroffen. Unterschiedliche Entwicklungszyklen der Parasiten rufen je nach Alter des befallenen Pferdes verschieden schwere Symptomatiken hervor. Die Kenntnis der Entwicklungszyklen ist daher ausschlaggebend für eine zielgerichtete Behandlung und Bekämpfung.

Die folgenden Endoparasiten werden besprochen:

Kleine Strongyliden (Cyathostominae)

Große Strongyliden (Strongylus vulgaris, S. edentatus und S. equinus)

Askariden (Spulwürmer)

Zestoden (Bandwürmer)

Oxyuris equi (Pfriemenschwänze)

Strongyloides westeri (Zwergfadenwürmer )

Um endoparasitäre Erkrankungen bei Pferden zu bekämpfen und gleichzeitig der Ausbreitung resistenter Helminthen vorzubeugen, ist ein durchdachtes Endoparasitenmanagement wichtig. Es gilt, so selten wie möglich und so häufig wie nötig zu behandeln, um die Entwicklung von Resistenzen möglichst zu vermeiden und die Tiergesundheit in jedem Fall zu gewährleisten. In diesem Spannungsfeld tragen regelmäßige parasitologische Untersuchungen von Pferden aller Altersgruppen wesentlich zum Monitoring bei und geben Aufschluss über die auf dem Betrieb auftretenden Parasiten sowie deren Resistenzen. Dies ermöglicht einen gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von Anthelminthika. ESCCAP veranschaulicht in der ESCCAP-Empfehlung Nr. 8 „Empfehlungen zur Behandlung und Kontrolle gastrointestinaler Parasiten bei Pferden und anderen Equiden“ [1] Entwurmungsschemata, angepasst für die entsprechenden Altersgruppen der Pferde. Grundlegende und auf spezielle Helminthen fokussierte Hygienemaßnahmen senken den Erregerdruck und verringern das Risiko einer Infektion... .

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