Enzootische Rinderleukose (Enzootische Bovine Leukose – EBL) in Bayern

In Bayern gab es kürzlich einen amtlich festgestellten Fall der Enzootischen Rinderleukose (EBL) in einem Bestand in Ansbach, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit meldet. Die Enzootische Leukose wird durch das Bovine Leukose-Virus (BLV) verursacht und ist eine virale Erkrankung der Rinder, die in verschiedenen Formen zu Tumoren führen kann. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt, ist aber auch iatrogen oder in seltenen Fällen intrauterin möglich.

  • Aktueller Fall: Ein Rind in Ansbach wurde positiv auf Enzootische Leukose getestet.
  • Erreger: Die Krankheit wird durch das Bovine Leukose-Virus (BLV) verursacht.
  • Übertragung: Die Übertragung erfolgt am häufigsten durch direkten Kontakt. Eine iatrogene Übertragung (z.B. durch Blut oder kontaminierte Instrumente) und in seltenen Fällen auch intrauterin sind möglich.
  • Vorkommen: Die Krankheit kann alle Rinderrassen betreffen, aber durch Bekämpfungsprogramme gibt es in Europa nur noch einzelne Fälle.
  • Risiko für Menschen: Nach derzeitiger Erkenntnis besteht keine Infektionsgefahr für Menschen.
  • Untersuchungsanforderungen: Seit März 2024 werden in Mutterkuh- und Kalbinnenaufzuchtbetrieben in Bayern nur noch Stichprobenuntersuchungen benötigt. Bei Milchviehbetrieben erfolgt die Untersuchung weiterhin über die Sammelmilch.

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