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Die aktuellen Eurostat-Daten zur Frühjahrszählung zeigen: In wichtigen EU-Schweinehaltungsländern gehen die Bestände insgesamt leicht zurück. Während Spanien und insbesondere die Niederlande weniger Schweine melden, bleiben die Bestände in Deutschland nahezu stabil. Bei den Sauen ergibt sich über die bislang erfassten Länder hinweg ebenfalls ein weitgehend stabiles Bild.
EU-Schweinebestände unter Druck – Deutschland bislang weitgehend stabil

Europas Schweinebestände entwickeln sich unterschiedlich: Während insbesondere die Niederlande deutliche Rückgänge melden, zeigt sich der Bestand in Deutschland bei der Frühjahrszählung bislang weitgehend stabil.
Foto: EG Hellwig/AVA
- 03.10.2026
Aktuelle Zahlen aus der EU-Frühjahrszählung zeigen regional sehr unterschiedliche Entwicklungen. Besonders deutlich fällt der Bestandsabbau in den Niederlanden aus. Die Zahl der Sauen bleibt über die bislang erfassten Länder insgesamt nahezu konstant.
Die europäische Schweinehaltung bleibt in Bewegung. Nach den aktuell vorliegenden Daten der EU-Frühjahrszählung wurden in elf bislang erfassten Mitgliedstaaten zusammen rund 100,1 Millionen Schweine gezählt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um etwa 1,0 Prozent.
Allerdings lohnt der Blick auf die einzelnen Länder: In Spanien, dem größten Schweinehaltungsland der EU, sank der Bestand um 2,0 Prozent auf rund 33,1 Millionen Tiere. Noch wesentlich deutlicher ist die Entwicklung in den Niederlanden: Dort wurden mit rund 9,19 Millionen Schweinen 6,8 Prozent weniger Tiere als im Vorjahr erfasst.
Deutschland dagegen bislang stabil
In Deutschland zeigt die Frühjahrszählung derzeit keinen vergleichbaren Bestandsabbau. Mit rund 21,04 Millionen Schweinen lag die Zahl um 0,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch Polen bewegte sich mit rund 9,12 Millionen Schweinen und einem Plus von 0,9 Prozent nur leicht nach oben.
Dänemark meldete einen Anstieg um 2,5 Prozent auf rund 12,19 Millionen Tiere. Bei der Interpretation ist allerdings Vorsicht geboten: Zum Zeitpunkt der Erhebung sollen sich dort vermehrt schlachtreife Schweine in den Beständen befunden haben, deren Abholung sich verzögert hatte.
Sauenbestände insgesamt nahezu unverändert
Interessant für die weitere Produktionsentwicklung ist insbesondere der Blick auf die Sauenhaltung. In den bislang erfassten elf Ländern wurden rund 7,82 Millionen Sauen gezählt – gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert (+0,1 Prozent).
Auch hier bestehen deutliche nationale Unterschiede. Spanien meldete einen Zuwachs von 2,6 Prozent auf rund 2,68 Millionen Sauen. In Deutschland stieg der erfasste Bestand leicht um 0,9 Prozent auf rund 1,41 Millionen Tiere. Dagegen ging die Zahl der Sauen in den Niederlanden um 5,7 Prozent auf rund 748.000 Tiere zurück.
AVA: Noch kein vollständiges EU-Bild
Die Zahlen sind eine wichtige Momentaufnahme, dürfen aber nicht mit einer vollständigen Bestandsaufnahme der gesamten Europäischen Union verwechselt werden. Nicht alle Mitgliedstaaten führen eine entsprechende Frühjahrszählung durch; zudem fehlen in den aktuell zusammengefassten Angaben noch wichtige Schweinehaltungsländer.
Für Schweinehalter, Tierärzte und Berater bleibt deshalb insbesondere die Entwicklung der kommenden Monate interessant. Die derzeitigen Zahlen zeigen bereits, dass sich die Schweinehaltung innerhalb Europas regional sehr unterschiedlich entwickelt. Ob sich der Rückgang der Tierzahlen im weiteren Jahresverlauf verstärkt, wird sich insbesondere mit den Ergebnissen der nächsten Bestandserhebungen zeigen.
Quelle: Eurostat, Datensatz „Pig population“ (apro_mt_lspig), aktueller Datenstand; ergänzende Marktaufbereitung durch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
Originalmeldung der ISN:
https://www.schweine.net/news/eu-viehzaehlung-schweinebestand-ruecklaeufig.html?nlorigin=1_130087
Eurostat – Datengrundlage:
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/apro_mt_lspig/default/table











