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Export sichert Milcherzeugung
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) bekräftigt, welchen Stellenwert das Auslandsgeschäft für die hiesige Milchwirtschaft hat.

- 26.05.2025
„Knapp die Hälfte der in Deutschland verarbeiteten Milch geht in den Export“, sagte DRV-Hauptgeschäftführer Jörg Migende bei einer Fachtagung, die der Interessenverband Milcherzeuger (IVM) am Mittwoch (21.5.) in der Heimvolkshochschule am Seddiner See in Brandenburg durchgeführt hat. Diese „Exportlastigkeit“ ist laut Migende ein wesentlicher Faktor für die stabile Entwicklung der inländischen Milchpreise.
Auf Auslandsmärkten erfolgreiche Molkereiunternehmen zeichnen sich dem DRV-Manager zufolge durch ein hohes Maß an Professionalität aus. Dazu zählten nicht zuletzt genossenschaftliche Unternehmen.
Migende warnte erneut vor der Erwartung, man könne auf administrativem Weg den Volatilitäten auf dem Milchmarkt begegnen. „Eine Anwendung von Artikel 148 der Gemeinsamen Marktordnung ist nicht die Lösung“, bekräftigte der DRV-Hauptgeschäftsführer. Staatliche Eingriffe in die Milchlieferbeziehungen seien weder notwendig, noch hätten sie einen spürbaren Einfluss auf den Milchmarkt.
Vielmehr führten sie zu unnötiger Bürokratie, erheblichen zusätzlichen Kosten und bedeuteten einen Eingriff in die genossenschaftliche Satzungsautonomie. Migende verwies darauf, dass die Molkereien intensiv bemüht seien, mit Volatilitäten umzugehen. Dazu zählten die Einführung von Preisabsicherungsmodellen, Milchpreisankündigungen vor Milchlieferung, erhöhte Markttransparenz durch Indizes sowie flexible Lieferbeziehungen und Kündigungsfristen.



