Falsch deklarierte Produkte im Handel - Deutscher Viehvermarkter soll Lieferpapiere von 1100 Rindern manipuliert haben

Einer der größten deutschen Viehvermarkter steht im Verdacht, die Lieferpapiere von mehr als 1100 Rindern vor deren Einlieferung in Schlachthöfe manipuliert zu haben.

Mehr als drei Monate lang soll die genossenschaftlich organisierte Raiffeisen Viehzentrale (RVZ) Tiere mit dem Etikett „Haltungsstufe 3“ versehen haben, obwohl sie aus schlechterer Haltung kamen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. In der Folge kamen so mutmaßlich mehrere Hundert Tonnen falsch deklariertes Fleisch und falsch deklarierte Wurst in den Handel. Die RVZ gibt „Fehler“ zu und spricht von „Widersprüchlichkeiten bei Lieferungen von Großvieh“.

Dem Bericht zufolge deckten Kontrolleure der bundesweit für Qualitätssicherung in der Fleischwirtschaft zuständigen QS Qualität und Sicherheit GmbH die Manipulationen auf. Sie sollen sich zwischen November 2023 und Januar 2024 abgespielt haben. Die SZ zitiert aus einem internen Rundschreiben, in dem QS-Geschäftsführer Alexander Hinrichs den Vorgang als „sehr schwerwiegenden Verstoß“ und „Sanktionsfall von erheblicher Tragweite“ einstuft…. .

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