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Fast Food: Wir züchten uns einen Darmkrebs

- 06.06.2025
Die Häufigkeit von Darmkrebs bei jungen Menschen steigt weltweit an. Eine mögliche Ursache: Unsere westliche Ernährung schadet dem Mikrobiom. Warum wir Ärzte die stille Epidemie aufhalten müssen.
Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in The Lancet Oncology, hat in 50 Ländern Daten analysiert und kommt zu einem besorgniserregenden Ergebnis: In 27 Ländern steigen die Inzidenzraten von früh einsetzendem kolorektalem Karzinom. Besonders betroffen: Australien, Neuseeland und die USA. Die Ursachen sind noch nicht vollständig verstanden, doch viele Hinweise deuten auf unsere moderne Ernährung – insbesondere den übermäßigen Konsum von Fast Food – als möglichen Hauptschuldigen hin.
Schnelles Essen, geringe Diversität
Fast Food ist nicht nur fett- und zuckerreich, sondern vor allem arm an Ballaststoffen. Unser Darmmikrobiom, ein komplexes Ökosystem aus Billionen von Bakterien, braucht jedoch genau diese Ballaststoffe, um gesund zu bleiben. Eine unausgewogene Ernährung kann die Artenvielfalt im Mikrobiom drastisch reduzieren. Studien zeigen: Eine geringere Diversität im Darm begünstigt Entzündungen, stört die Immunregulation und könnte die Krebsentstehung fördern.
Wie wir die stille Epidemie aufhalten
Was können wir tun? Die Antwort ist einfach, aber unbequem: weniger hochverarbeitete Lebensmittel, mehr pflanzliche Kost, fermentierte Produkte wie Joghurt oder Sauerkraut und mehr Bewegung. Unser Mikrobiom ist anpassungsfähig, aber nicht unendlich belastbar.
Wenn wir jetzt nicht umdenken, dürfte die stille Epidemie des Darmkrebses in jungen Jahren weiter an Fahrt aufnehmen. Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Fast-Food-Gewohnheiten nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus mikrobiologischer Perspektive grundlegend zu überdenken… .

