Ferkelmarkt

In den vergangenen beiden Monaten stand der Ferkelmarkt spürbar unter Druck. Bereits im August übertraf das Angebot die Nachfrage in vielen Regionen deutlich. Das erhoffte Preissignal von den Schlachtschweinen blieb aus, sodass das Einstallinteresse der Mäster spürbar nachließ. Um den Absatz zu stützen, wurden die Ferkelpreise bundesweit mehrfach nach unten korrigiert: Zunächst um 2,50 €/Ferkel in KW 27, anschließend – im Zuge des Preisrückgangs bei den Schlachtschweinen – noch einmal um 10 €/Ferkel in KW 28.

Der VEZG-Preis sank in der 28. Kalenderwoche auf 61,50 € je Tier. Zwar gestaltete sich die Vermarktung nach diesen Anpassungen etwas flüssiger, eine durchgreifende Entspannung blieb jedoch aus. Der VEZG-Preis verblieb bis zur KW 37 bei 61,50 € je Tier. In Baden-Württemberg notierten die Ferkel ebenfalls bis Mitte September bei 66,60 € je 25-kg-Ferkel.

Auch im September setzte sich die angespannte Marktlage fort. Bundesweit stand ein reichliches Angebot zur Verfügung, das auf eine überwiegend verhaltene Nachfrage traf. Neben dem schwachen Kaufinteresse der Mäster belastete zusätzlich das geringe Einstallinteresse im Hinblick auf die bevorstehenden Ausstallungen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel.

Trotz einer Preiskorrektur von –2,50 €/25-kg-Ferkel in der 38. Kalenderwoche, die eine etwas bessere Vermarktung ermöglichte, blieb die Situation angespannt. Maßgeblich verstärkte die kräftig nachgebende Notierung bei den Schlachtschweinen den Druck auf die Ferkelpreise.

In der Folge wurde der VEZG-Preis in der 39. Kalenderwoche erneut reduziert und liegt nun bei 54,00 € je Tier (-5 €/25-kg-Ferkel). Auch in Baden-Württemberg gaben die Preise nach und notierten zuletzt bei 59,10 €/25-kgFerkel (–5 €/25-kg-Ferkel). Marktteilnehmer rechnen kurzfristig mit einer weiter schwachen Tendenz und sehen im Ferkelhandel wenig Spielraum für eine rasche Erholung.

Die Preise für Bio-Ferkel und Bio-Sauen ziehen den BioSchweinepreisen nach und bewegten sich bundesweit im August bei 189 €/Ferkel und 3,05 €/kg SG bei Sauen. Auch in Baden-Württemberg ist das Angebot an BioSchweine knapp und dementsprechend entwickeln sich auch hier die Preise stabil bis leicht steigend.

 

 

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