Fleisch bleibt bei Gen Z wichtiger Bestandteil

​​​​​​​Eine aktuelle Umfrage zu Ernährungsgewohnheiten stellt das Klischee der vorwiegend vegan oder vegetarisch lebenden Generation Z infrage. Gesundheit, Geschmack und Preis sind zentrale Themen. Dabei darf auch gerne regelmäßig Fleisch auf den Teller kommen.

Die Generation Z kocht nach einer aktuellen Umfrage häufiger selbst und legt Wert auf eine bewusste Ernährung. Gleichzeitig bleibt Fleisch ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung. 83 Prozent der 16- bis 29-jährigen Befragten geben an, regelmäßig Fleisch zu essen. Die Erhebung wurde von Civey im Auftrag des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) durchgeführt.


Mehr als die Hälfte der Befragten isst täglich selbst zubereitete Mahlzeiten. Der Anteil bei Frauen liegt hier etwas höher als bei Männern. Zugleich geben 71 Prozent an, täglich eher oder sehr bewusst zu entscheiden, was sie essen.

Bei den Kriterien für die Ernährung stehen Gesundheit und Wohlbefinden im Vordergrund. Mehr als die Hälfte möchte nach eigenen Angaben durch die Ernährung gesund bleiben. Rund zwei von fünf Befragten wollen sich besser fühlen, etwa ein Drittel körperlich fitter sein und gut aussehen.


Gesundheit ist allerdings nicht das einzige Entscheidungskriterium. Rund zwei Drittel messen dem Geschmack eine besondere Bedeutung bei. Knapp die Hälfte achtet auf Nährstoffe und den Preis, rund zwei von fünf Befragten auf eine einfache Zubereitung.

83 Prozent essen Fleisch

Bei der Einordnung des eigenen Ernährungstyps bezeichnen sich 30 Prozent der Befragten als flexitarisch. Weitere 35 Prozent geben an, regelmäßig Fleisch zu essen. 18 Prozent machen ihren Ernährungstyp von der jeweiligen Situation abhängig. Insgesamt ergibt sich daraus laut ZDG ein Anteil von 83 Prozent, bei denen Fleisch zumindest regelmäßig zur Ernährung gehört.

Vegetarisch oder vegan ernähren sich den Angaben zufolge 11 Prozent der Befragten. Für Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, zeige sich dadurch, dass Fleisch auch in der Gen Z zum Mainstream zähle und sich der Mythos der überwiegend vegan oder vegetarisch lebenden Generation nicht bestätige.

Eine zentrale Rolle in der täglichen Ernährung spielt Protein. Gut sieben von zehn Befragten geben an, dass ihnen eine ausreichende Proteinaufnahme wichtig ist. Weniger als jeder Zehnte hält die eigene Proteinzufuhr für unwichtig.

Bei den bevorzugten Proteinquellen liegen Eier und Geflügelfleisch mit jeweils gut der Hälfte der Nennungen vorn. Es folgen Milchprodukte, Proteinpulver, Rindfleisch und Fisch.

Bei der bevorzugten Fleischsorte liegt Geflügel mit 52 Prozent vor Rindfleisch mit 23 Prozent und Schweinefleisch mit 15 Prozent. Frauen bevorzugen der Umfrage zufolge häufiger Geflügel (57 Prozent) als Männer (46 Prozent). Bei Rindfleisch liegen die entsprechenden Werte bei 19 beziehungsweise 28 Prozent.

Digitale Informationsquellen und Food-Content

Die Ernährung der Gen Z ist zugleich stark mit digitalen Medien verbunden. Jede fünfte befragte Person zwischen 16 und 29 Jahren teilt täglich Bilder oder andere Inhalte rund ums eigene Essen in sozialen Medien. Fast zwei von fünf veröffentlichen mindestens einmal pro Woche Food-Content.

Als Gründe für solche Beiträge nennen rund ein Drittel das Aussehen der Gerichte. Drei von zehn wollen Erinnerungen festhalten, gut ein Viertel möchte besonderes Essen mit anderen teilen. Likes spielen dagegen eine geringere Rolle: Etwa jeder Siebte nennt sie als Grund für einen Food-Post.

Auch bei der Suche nach Ernährungsinformationen und Rezeptideen greifen die Befragten auf digitale Angebote zurück. 39 Prozent recherchieren aktiv im Internet. Jeweils 26 Prozent orientieren sich an Social-Media-Trends oder nutzen KI-Anwendungen. 25 Prozent folgen Influencern oder Content Creators, 21 Prozent verwenden Ernährungs-Apps oder Tracker. 14 Prozent informieren sich über Online-Artikel oder Blogs… .

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