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Fleisch genießen – aber möglichst von Bio-Haltung auf Weiden
Auf Weiden braucht es Nutztiere. Eine Ergänzung zum Artikel «Tiertransporte machen fühlende Wesen zu Waren – es ginge anders».

- 28.06.2025
Wir alle wissen: Die Massentierhaltung ist schlecht für das Tier, schlecht für die Umwelt und schlecht für das Klima. Wir essen zu viel Fleisch. Doch vergessen wir nicht: Weidetiere, sinnvoll gehalten, sind für unsere Lebensmittelsicherheit, die Fruchtbarkeit der Böden und die Artenvielfalt von existentieller Bedeutung:
Grasland kann man nicht pflügen
Wir Menschen können kein Gras essen, wir können es nicht verdauen. Doch rund zwei Drittel der schweizerischen – und der weltweiten- Landwirtschaftsfläche sind permanentes Grasland, das man nicht pflügen kann, weil es zu steil oder klimatisch nicht geeignet ist. Zwei Drittel! Niemand ausser Kühen, Schafen oder Ziegen kann Gras in wertvolle Proteine, also in Milch, Käse oder Fleisch, umwandeln. Wir brauchen die Wiederkäuer, um Gras effizient zu verwerten.
Die weltweit fruchtbarsten Böden, so etwa die Schwarzen Erden in der Ukraine, sind tiergemacht: Es sind ehemalige Steppenböden, die über Jahrtausende von grossen Tierherden beweidet wurden. Erst die Tiere bildeten die Grundlage für den Aufbau humusreicher Böden. Das Gras benötigt das Gefressenwerden durch Weidetiere wie auch ihren Kot und ihren Tritt. Ihr Kot ist fasrig, speichert Wasser und bietet mit seiner grossen Oberfläche Milliarden von Kleinstlebewesen einen Lebensraum – so kann sich fruchtbarer Humus bilden.
Kunstdünger hingegen versickert sofort im Boden und trägt zur Bodenerosion bei… .


