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Fleisch ist beliebter als viele denken – was das für die Lebensmittelbranche bedeutet
Aktuelle Studien zeigen, dass sich der Fleischkonsum auf einem stabilen Niveau einpendelt. Was das für den Standort Deutschland bedeutet und warum die Politik jetzt gefordert ist.

- 01.09.2025
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, lautet ein geflügeltes Wort, das, wohl irrtümlich, dem einstigen britischen Premier Winston Churchill zugeschrieben wird. Beim aktuellen, repräsentativen Nationalen Ernährungsmonitoring des staatlichen Max-Rubner-Instituts darf man allerdings getrost davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Wichtiger ist vielmehr die Aussage, die in diesem Papier steckt: Es gibt wohl mehr Fleischgenuss in Deutschland als bisher gedacht. Konkret heißt es dort: Nach ihrer Ernährungsform gefragt, gaben knapp zwei Drittel der Befragten „Mischkost“ an; gut ein Viertel bezeichnete sich als „Flexitarier“, was maximal zweimal die Woche Fleisch auf dem Speiseplan bedeuten würde. Rund 4 Prozent bezeichneten ihre Ernährung als vegetarisch, und etwa 1 Prozent gab an, sich vegan zu ernähren. Allerdings ergaben die Auswertung dieser Daten und die der konsumierten Lebensmittel eine Diskrepanz: Aus den Angaben zum Verzehr geht hervor, dass etwa 75 Prozent der Befragten häufiger als zweimal in der Woche Fleisch auf dem Teller haben. Das ergibt eine Abweichung von 5 Prozentpunkten.
Das Problem der Definition
Ich bin also Flexitarier, wenn ich maximal zweimal pro Woche Fleisch auf dem Teller habe. Diese Definition scheint nicht allen Teilnehmern von Konsumbefragungen bewusst zu sein. Zu beachten sei zudem, dass die Angabe zur Ernährungsform eng mit der sozialen Identität und dem Selbstbild verknüpft ist und nicht zwingend das reale Essverhalten widerspiegelt; zum Beispiel die Selbstidentifikation als Veganer, auch wenn gelegentlich tierische Produkte verzehrt werden, teilt das Max-Rubner-Institut auf Nachfrage der Lebensmittel Praxis mit… .



