Freundlicher Wechsel im Bundes-Agrarressort

Das Agrarministerium wechselt in der neuen Bundesregierung von Grün zu Schwarz - und die Amtsübergabe verlief betont herzlich und kollegial.

«Wir kennen uns schon seit vielen Jahren, und wir sind auch per Du», sagte der gerade vereidigte neue Minister Alois Rainer von der CSU, nachdem ihn der scheidende Ressortchef Cem Özdemir (Grüne) vor dem Ministerium begrüßt hatte. «Wir schätzen uns auch - manchmal mit anderen politischen Ansichten.»

Rainer dankte Özdemir für einen «tollen Job» und meinte wohl in Anspielung auf Bauernproteste gegen die Streichung von Agrardiesel-Subventionen durch die Ampel-Koalition: «Du musstest auch viel aushalten. Schauen wir mal, was auf mich zukommt.» Özdemir wünschte Rainer viel Erfolg und eine glückliche Hand. Am schwierigsten seien Dinge, die kurzfristig kämen - auch Beschlüsse von Kabinettsmitgliedern, «für die Du nichts kannst, aber die Prügel dafür kriegst».

Söders Parole vom «schwarzen Metzger»

CSU-Chef Markus Söder hatte zu Rainers Amtsantritt vorausgeschickt, «statt dem grünen, veganen Özdemir kommt jetzt der schwarze Metzger. Jetzt gibt es wieder Leberkäs statt Tofu-Tümelei.» Özdemir sagte mit Blick darauf kurz vor der Übergabe, Rainer werde es gut machen. «Mir tut es ein bisschen leid, dass sein Ministerpräsident in seiner unnachahmlichen Art ihn da versucht, für seinen Kulturkampf zu vereinnahmen. Aber das ist er nicht. Der ist kein Kulturkämpfer.»

 

 

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