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Gedächtnisleistungen beim Tier - Was sich Tiere alles merken können

- 29.04.2025
Eine rasant wachsende Anzahl von Studien offenbart erstaunliche kognitive Fähigkeiten von immer mehr Tierarten. Auch bislang unterschätzte Tiere wie Fische oder Insekten zeigen intelligentes Verhalten. Was bedeutet das für den Menschen und sein Selbstverständnis? Von Marko Pauli (BR 2023)
In aller Welt entdecken Wissenschaftlerteams bei immer mehr Tierarten intelligentes Verhalten. Für Aufsehen sorgen etwa die Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe von Lars Lars Chitttka [ch wie im Wort "richtig" ausgesprochen], Professor für Sinnes- und Verhaltensökologie an der Queen Mary University in London. Der deutsche Biologe und Entomologe beschäftigt sich seit den 90er Jahren mit den geistigen Fähigkeiten von Bienen und Hummeln.
Lars Chittka: Also, einer der frühen Versuche, die wir so als mehr oder weniger Witz-Projekt während meiner Doktorarbeit gemacht haben, war die Frage danach, ob Bienen zählen können.
Sprecherin: Bei solchen Forschungsfragen geht es immer auch um menschliche Intelligenz, denn es müssen zunächst die dafür passenden Versuche erdacht und kreiert werden.
Lars Chittka: Und da haben wir große pyramidenförmige Zelte aufgestellt in einer Serie zwischen ihrem Stock, dem Bienenstock und einer Futterstelle.
Sprecherin: Die Bienen lernten, dass dazwischen eine bestimmte Anzahl von Zelten, von Hindernissen liegt.
Lars Chittka: Und wenn wir mehr aufgestellt haben, sind die Bienen im Schnitt früher gelandet. Und wenn wir weniger aufgestellt haben, sind sie über das gelernte Ziel, über die gelernte Entfernung herausgeschossen und sind weitergeflogen als normalerweise. Und da zeigte sich also tatsächlich, dass sie auf die Zahl dieser Landmarken reagiert haben. Und das hätte damals also in den 90er-Jahren eigentlich noch niemand für möglich gehalten…. .

