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Gefahr durch Blaualgen (Cyanobakterien) in Gewässern
Die bisweilen extrem hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben so manchem Gewässer einen Farbwechsel beschert. Stecken Cyanobakterien dahinter, besteht eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier.

- 08.08.2026
Wechseln Seen ihre Farbe in Richtung Grün, kann dies ein Hinweis auf eine gesundheitsgefährdende Veränderung des Gewässers sein, die sich in den vergangenen Wochen vollzogen hat. Es gibt eine Vielzahl an Algenarten, die das Wasser grün färben können, viele davon sind harmlos. Bei sogenannten Blaualgen – wissenschaftlich korrekt Cyanobakterien – ist jedoch Vorsicht geboten: Denn einige dieser Baktierenarten bilden gesundheitsgefährdende, mitunter lebensbedrohliche Toxine. Eine Unterscheidung in „gut“ und „böse“ ist mit bloßem Auge jedoch nicht möglich. Daher gilt es auf der Hut zu sein, wenn sich in Ufernähe von Seen oder Tümpeln grüne Schlieren bilden, sich grüne bis bläuliche Schichten an der Wasseroberfläche ansammeln und das Wasser insgesamt sehr trüb ist.
Häufig kommt es zur einer massenhaften Vermehrung der Bakterien bei hohen Außentemperaturen (über 30 °C), durch die sich besonders flache und stehende Gewässer stark erwärmen. Auch eine starke landwirtschaftliche Nutzung mit Gülleaustrag in der Umgebung von Seen und Weihern kann begünstigend wirken.
In Deutschland werden in befallenen Gewässern als Blaualgentoxine am häufigsten Microcystine festgestellt, die in erster Linie lebertoxisch wirken. In jüngerer Zeit wird auch das ebenso lebertoxische Cylindrospermopsin nachgewiesen. Die besonders gefürchteten Neurotoxine, wie Anatoxin a und a(s) treten hierzulande bislang hingegen seltener auf…. .



