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Genetik und Reproduktion: Kann die Langlebigkeit von Sauen durch Managementmaßnahmen verbessert werden?
Die Senkung der Sauensterblichkeit braucht Zeit. Daher ist es entscheidend, dass der Betriebsinhaber oder Betriebsleiter sich engagiert und das Projekt aktiv führt. Im Verlauf des Prozesses wird es notwendig sein, bewusst einen Schnitt zu machen und Dinge anders anzugehen, um spürbare Ergebnisse zu erzielen.

- 19.01.2026
Der Anstieg der Sauensterblichkeit ist ein global zunehmendes Phänomen, das in unterschiedlichen Ländern und Produktionssystemen zu beobachten ist. Ein Blick auf die produktivsten Betriebe Dänemarks zeigt jedoch, dass einige von ihnen auch eine niedrige Sauensterblichkeit aufweisen, was die Bedeutung des Managements verdeutlicht.
Was sind die wichtigsten Schritte, wenn die Überlebensrate von Sauen verbessert werden soll?
An erster Stelle steht das Engagement des Betriebsinhabers und seine Bereitschaft zur Veränderung. Ist die für den Betrieb verantwortliche Person nicht bereit, die Mitarbeiter zu motivieren und Raum für Veränderungen zu schaffen, lassen sich keine wirksamen Maßnahmen umsetzen. Das Management ist DER entscheidende Faktor zur Senkung der Sterblichkeit – es geht um Menschen, ihre Einstellung zu Veränderungen und die Sorgfalt, mit der sie sich um die Tiere kümmern. Gute Führungskräfte motivieren ihre Mitarbeiter, jeden Tag und das ganze Jahr über das Richtige zu tun. Sie geben klare Anweisungen, setzen Prioritäten und definieren zentrale Aufgaben, etwa die aufmerksame Beobachtung der Tiere.
Überprüfung der Qualität der für den eigenen Betrieb verfügbaren Daten: Dies ermöglicht es, den Fokus gezielt auf die betriebsspezifischen Problemfelder zu legen. In Dänemark können Betriebe beispielsweise SEGES Insight nutzen, um sich mit anderen Betrieben zu vergleichen und zusätzlich regelmäßige Auswertungen zu erhalten. Die Erfassungscodes für Verluste sollten auf die relevantesten begrenzt und vom Personal korrekt angewendet werden, um eine fundierte Analyse zu gewährleisten.
Überprüfung der Jungsauenaufzucht: Der künftige Zuchtbestand stellt ein zentrales Element des Betriebs dar und sollte entsprechend behandelt werden. Allzu oft werden Jungsauen vernachlässigt und erhalten nicht die notwendige Betreuung, um später ein produktives und langes Leben zu führen.
- Die Fütterung der Jungsauen hat einen großen Einfluss auf ihre Langlebigkeit, da sie sicherstellt, dass die Tiere bei der Erstbelegung die richtige Körperkondition und Entwicklung aufweisen (Fütterung der DanBred-Jungsau zur Steigerung von Fruchtbarkeit und Langlebigkeit (1 von 2)).
- Haltungsbedingungen: Es ist vorteilhaft, den Jungsauen ausreichend Platz zu bieten (empfohlen werden 2 m² pro Tier) und eine intensive tägliche Betreuung sicherzustellen. Die Anlagen sollten außerdem die tatsächliche Remontierungsrate berücksichtigen, um eine Überbelegung im Jungsauenbereich unter allen Umständen zu vermeiden.
- Auswahl: Eine sorgfältige Auswahl ist entscheidend, um sicherzustellen, dass nur die robustesten und leistungsfähigsten Jungsauen für die Zucht eingesetzt werden.
Fokus auf Qualität der belegten Sauen: Für jede Sau sollten zu entscheidenden Zeitpunkten standardisierte Entscheidungsprotokolle umgesetzt werden, um zu bestimmen, ob sie für den nächsten Zyklus geeignet ist. Dabei sollte nicht nur auf Produktionskennzahlen geachtet werden, sondern auch auf Klauengesundheit, Lahmheit und das allgemeine Wohlbefinden.
Lieber eine ausgemerzte Sau im LKW und den Erlös aus der Schlachtung erhalten, als dass sie im Container für euthanasierte Tiere endet… .


