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Greenpeace: Schweine- und Geflügelfleisch enthält oft antibiotikaresistente Keime

- 17.06.2025
Eine neue Greenpeace-Recherche zeigt, dass mehr als jedes dritte Fleischprodukt aus dem Supermarkt mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist. Hauptursache dafür sei der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung. Dadurch steige das Risiko, dass immer mehr Medikamente bei Menschen ihre Wirksamkeit verlieren könnten.
Greenpeace hat im April 2025 insgesamt 43 verpackte Fleischprodukte bei Supermarktketten wie Aldi, Edeka und Rewe eingekauft. Anschließend wurden die Schweine- und Geflügelfleischproben auf resistente Keime getestet:
- Die Untersuchung zeigt, dass zwölf von 31 Schweinefleischproben Bakterien mit Resistenzen gegen Antibiotika zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten enthielten. Das entspricht 39 Prozent der Proben.
- Noch eindeutiger waren die Ergebnisse bei den Hähnchenfleisch-Proben. Von den zwölf gekauften Produkten enthielten sechs antibiotikaresistente Keime.
Massentierhaltung fördert Verbreitung von Krankheiten
Der Grund für die antiobiotikaresistenten Keime im Fleisch: In der Massentierhaltung werden regelmäßig Antibiotika eingesetzt – und zwar nicht nur bei einzelnen, erkrankten Tieren, sondern oft auch bei der gesamten Herde. Denn um möglichst viel Fleisch kostengünstig produzieren zu können, hält die Fleischindustrie viele Tiere auf engem Raum. Krankheiten können sich so schnell verbreiten, die (teilweise präventive) Antibiotikavergabe soll das verhindern.
In den vergangenen Jahren hat sich die Situation laut Greenpeace schon gebessert: Schweine und Geflügel in der industriellen Tierhaltung erhielten weniger Antibiotika. "Trotzdem lässt sich die weitere Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen nur aufhalten, wenn die Zahl der Tiere in der Landwirtschaft deutlich sinkt", betont Greenpeace. Denn nur bei kleineren Tiergruppen könnte eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten ohne Antibiotikazugabe verhindert werden… . Lesen Sie auch hier den Beitrag

