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H2O2-Desinfektion: Automatisierte Raum- und Oberflächendesinfektion in der Veterinärmedizin
Effiziente Desinfektion mit minimalem Aufwand – kein Ausräumen, keine klebrigen Rückstände.

- 31.07.2026
Infektionskrankheiten und Wundinfektionen sind in Tierkliniken Alltag. Gleichzeitig erwarten Tierbesitzer höchste Hygienestandards, das Personal ist knapp und die manuelle Desinfektion bindet viele Arbeitsstunden. Besonders kritisch sind schwer zugängliche Bereiche wie Kabel, filigrane Käfiggitter oder weiche Polster. Manuelle Wischdesinfektion kann hier an ihre Grenzen stoßen – und bindet Personal, das an anderer Stelle dringend gebraucht wird. In Norwegen nutzen mittlerweile 95 % aller Kleintierkliniken eine automatisierte Raumdesinfektionsmethode, die dort seit über einem Jahrzehnt im Einsatz ist. Die Technologie basiert auf Wasserstoffperoxid (H2O2), arbeitet aber mit nur 5 % Konzentration – weit unterhalb der Gefahrstoffgrenze – und nutzt Dry-Mist-Technologie.
Raumdesinfektion mit H2O2
Ein mobiles Gerät bringt ultrafeinen H2O2-Nebel in den Raum aus. Die Moleküle trennen sich vom Wasser und verteilen sich gasförmig im gesamten Raumvolumen. Drei Sensoren überwachen kontinuierlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie H2O2-Konzentration und verhindern Kondensation. Das Ergebnis: Die Technologie wird eingesetzt in Behandlungszimmern nach Infektionsfällen, Operationsbereichen, Isolierstationen, Computertomografie- und Endoskopieräumen sowie Käfigbereichen. Der Prozess dauert im Standard-Prevent-Modus etwa 90 Minuten und läuft vollautomatisch. Danach zerfällt das H2O2 rückstandsfrei zu Wasser und Sauerstoff. Der Raum kann sofort wieder genutzt werden.
Einsatzspektrum und Limitierungen
Die Technologie ist für Raum- und Oberflächendesinfektion zertifiziert. Sie ersetzt nicht Händedesinfektion oder Instrumentenaufbereitung und eignet sich für ausgewählte Situationen: nach Kontakt mit schwierigen Keimen, für frequenzielle Basishygiene in Räumen mit sensibler Technik oder schwer zugänglichen Oberflächen. Die Methode ist eine Ergänzung zum Hygienekonzept – kein Ersatz… .

