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Handhabung von Impfstoffen in landwirtschaftlichen Betrieben: Impfversagen
- 09.06.2025
Die wichtigsten Ursachen für sogenanntes „Impfversagen“, also Fälle, in denen unklar ist, ob die Impfstoffe überhaupt wirken oder nur eine unvollständige Wirkung zeigen, muss peinlich genau überprüft werden..
Wenn es zum „Impfversagen“ kommt, wird die Ursache oft dem Impfstoff selbst bzw. dem vermeintlichen Versagen des von ihm erzeugten Impfschutzes zugeschrieben. Doch in vielen Fällen liegt sie vielmehr in einer unsachgemäßen Anwendung oder Handhabung des Impfstoffs.
Hauptursachen für Impfversagen
Eine falsche Diagnose führt dazu, dass wir falsche Entscheidungen treffen. Man darf nicht vergessen, dass der Nachweis eines Erregers nicht zwangsläufig bedeutet, dass dieser auch für das beobachtete klinische Problem verantwortlich ist.
Die Auswahl des richtigen Impfstoffs gegen den tatsächlichen Krankheitserreger ist entscheidend dafür, dass wir das klinische Problem erfolgreich behandeln können.
Auch das Impfziel spielt eine zentrale Rolle:
- Wenn wir eine Herdenimmunität erreichen wollen, setzen wir auf eine flächendeckende Impfung, um die horizontale Übertragung zu reduzieren.
- Um Ferkel zu immunisieren und die vertikale Übertragung der Krankheit zu verringern, impfen wir altersabhängig und in bestimmten Produktionsabschnitten.
ZEITPUNKT DER VERABREICHUNG
Es ist von entscheidender Bedeutung, die Dynamik von im Bestand auftretenden Krankheiten zu verstehen und zu kontrollieren – und diese ist in jedem Betrieb unterschiedlich. Daher muss sie überwacht werden, um den richtigen Zeitpunkt für die Impfung zu wählen, sodass die Immunität aufgebaut werden kann, bevor die Tiere mit dem/den Erreger(n) in Kontakt kommen, damit die Impfung auch wirksam ist. Mögliche Probleme in diesem Zusammenhang sind:
- Die Impfung erfolgt zu kurz vor dem Krankheitsausbruch oder zu spät.
- Werden Ferkel zu früh geimpft, d. h. wenn noch mütterliche Antikörper vorhanden sind, können diese die Impfantigene blockieren. Dies hat einen Rückgang der Antikörpertiter im Blut der Ferkel zur Folge und verringert die Wirksamkeit des Impfstoffs. Um dies zu vermeiden, sollte der optimale Impfzeitpunkt sowohl für Ferkel als auch für Sauen genau bestimmt werden.
- Eine Impfung in Stresssituationen kann zu einer Immunsuppression führen.
- Eine zu frühe oder zu späte Impfung der Sauen kann den Schutz der Ferkel vor enteralen Erkrankungen beeinträchtigen – entscheidend ist ein wirksamer Schutz in der ersten Lebenswoche.
Und viele andere zu beachtende Faktoren…. .
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Hier die drei weiteren Beiträge in der Serie zur Impfstoffhandhabung:
Handhabung von Impfstoffen in landwirtschaftlichen Betrieben (III): Verabreichung
Handhabung von Impfstoffen in landwirtschaftlichen Betrieben (II): Lagerung
Handhabung von Impfstoffen in landwirtschaftlichen Betrieben (I): Transport und Empfang im Betrieb
Damit Impfstoffe richtig funktionieren, müssen einige kritische Punkte bei ihrer Handhabung sorgfältig kontrolliert werden... .


