Hunderte Kühe und Kälber auf Schiff verendet: Österreichische Firma soll hinter Transport stehen (mit Video)

Im Herbst 2025 hat eine Schiffsüberfahrt von Uruguay in die Türkei – mit 2.900 Rindern an Bord – weltweit Schlagzeilen gemacht. Hunderte Tiere dürften auf dem Schiff „Spiridon II“ verendet sein. Recherchen der ZIB2 zeigen, dass ein österreichisches Unternehmen hinter dem Rindertransport steht, dieses bestreitet ein Fehlverhalten. Der ZIB2 liegen Videos aus dem Inneren des Schiffs vor, die stark verschmutzte, apathische sowie tote Tiere zeigen.

Verkauft und organisiert wurde der Rindertransport von der österreichischen Agro Breeding GmbH mit Sitz in Jagenbach im Waldviertel. Grund für die Verhältnisse an Bord war laut den türkischen Importeuren eine Kette von Fehlentscheidungen des Eigentümers und Geschäftsführers der Agro Breeding GmbH, Christian Klinger.

Sein Unternehmen hatte Kaufverträge, die der ZIB2 vorliegen, mit mehreren türkischen Rinderimporteuren abgeschlossen. 1.200 Angus-Rinder und 1.700 Holstein-Kühe sollten von Uruguay in die Türkei gebracht werden. Ursprünglich war vereinbart, dass das Schiff Mitte Juli 2025 von Südamerika Richtung Europa aufbricht.

„Firma Klinger hätte diese Kühe nie verladen dürfen“

Doch schließlich wurden die Kühe erst am 20. September auf den 53 Jahre alten Frachter „Spiridon II“ verladen. „Viele Kühe waren trächtig, sie hätten ursprünglich im fünften oder sechsten Schwangerschaftsmonat verschifft werden sollen. Wegen der Verspätung sind die Tiere aber sehr trächtig aufs Schiff gebracht worden. Die Firma Klinger (Agro Breeding GmbH, Anm.) hätte diese Kühe nie verladen dürfen“, sagt Savas Dursun, einer der türkischen Importeure, gegenüber der ZIB2. Zahlreiche Kälber kamen somit an Bord zur Welt – und viele davon dürften nicht überlebt haben… .

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Die Rinder verbrachten mehr als zwei Monate an Bord des Frachtschiffs „Spiridon II“. Zahlreiche Kälber wurden während der Überfahrt geboren, Dutzende starben.

Recherchen der „ZIB2“ zeigen, dass ein österreichisches Unternehmen hinter dem grausamen Rindertransport von Uruguay in die Türkei im Herbst 2025 stand. Dieses weist die Vorwürfe zurück.

Ein grausamer Transport von Tausenden Rindern auf einem Frachtschiff von Uruguay in die Türkei sorgte im Herbst 2025 weltweit für Schlagzeilen. Laut am Montagabend veröffentlichten Recherchen der ZIB2-Redaktion des ORF war ein österreichisches Unternehmen für die Überfahrt verantwortlich.

Ursprünglich sei vereinbart worden, dass das Schiff mit den 2900 Rindern Mitte Juli 2025 in Montevideo ablegen sollte. Die Kühe wurden jedoch erst zwei Monate später auf den Frachter „Spiridon II“ verladen. „Viele Kühe waren trächtig, sie hätten im fünften oder sechsten Schwangerschaftsmonat verschifft werden sollen… .

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