Immer weniger Kühe und Rinder im Vogelsberg

(„Die Meldung aus der Jugend-Heimat vom AVA-Chef")

Die Kuh als Eckpfeiler der bäuerlichen Kultur, sprich von Ackerbau und Viehzucht, ist auf dem Weg zur bedrohten Art. Bundesweit hat der Bestand zum Stichtag der jährlichen Zählung Ende 2024 den niedrigsten Wert seit Jahren erreicht: 10,461 Millionen Milchkühe, Mastrinder, Zuchttiere, Mutterkühe oder Kälbchen wurden zum Stichtag (3. November 2024) in den Ställen und auf den Wiesen und Weiden von Waterkant bis Alpenrand gezählt, wie jetzt der Datenbank Genesis 2.0 der Statistischen Ämter zu entnehmen ist. Das sind rund 375 000 weniger als ein Jahr zuvor. Im Vogelsbergkreis geht die Rinderhaltung ebenfalls zurück: Aktuell werden 45 618 Tiere gehalten, 1 273 weniger als vor einem Jahr. Bei Greenpeace und diversen anderen Umweltorganisationen steht das Rind einerseits als Klimakiller, andererseits als Lieferant von »rotem Fleisch« als Gesundheitsrisiko auf der verbalen und medialen Abschussliste. Das hat Folgen: Unterteilen wir den Bestand der potenziellen Nahrungsmittellieferanten in der Republik, dann gab es Ende 2024 unter anderem rund 3,59 Millionen Milchkühe in Deutschland, die neben Fleisch das zweite wichtige Nahrungsmittel sicherten, das die mitteleuropäische Menschheit durch die Jahrtausende begleitet und die das weibliche Rind, dank Kälbchen zur Kuh macht: Milch.

Lokal betrachtet, waren von den genannten 45 618 Rindern im Vogelsbergkreis 14 612 Milchkühe. Auf die letzten fünf Jahre gesehen, sah die Rinder-Entwicklung, so aus: Für 2019 steht in der Regionaldatenbank Genesis für den Vogelsberg ein Bestand von 51 119 Rindern (Milchkühe: 16 756).

Zwölf Monate später waren es 49 093 Rinder (Milchkühe: 16 180). Im Jahr darauf meldeten die Viehhaltenden 47 956 Rinder (Milchkühe: 15 919), zum Stichtag 2022 waren es 47 059 Rinder (Milchkühe: 15 699), zum Stichtag 2023 dann 46 891 Rinder (Milchkühe: 15 484). Zuchtvieh, Milchvieh und Mastvieh sowie über die Dung-Ausscheidungen in der Biogas-Erzeugung sind die Nutzungsmöglichkeiten, die Bauer und Bäuerin per Kuh und Rind haben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, Wiesen als Kulturlandschaft zu nutzen und zur lokalen Ernährungssicherung beizutragen. Gut koppeln lassen sich dabei Milcherzeugung und Fleischproduktion. Die 14 612 in der Rinderzahl enthaltenen Milchkühe in den Vogelsberger Ställen machen dabei momentan rund 32 Prozent des gesamten Rinderbestands aus.

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