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In der Slowakei sollen Bären auf den Teller kommen
Der Österreichische Tierschutzverein reagiert mit Entsetzen auf die jüngsten Aussagen des slowakischen Umweltstaatssekretärs Filip Kuffa.

- 30.05.2025
In der Slowakei sollen erlegte Bären künftig auf den Teller kommen. Das ist aus den jüngsten Aussagen des slowakischen Umweltstaatssekretärs Filip Kuffa zu schließen. Er habe angekündigt, getötete Braunbären an Gastronomiebetriebe liefern zu wollen. Für den Österreichische Tierschutzverein ist das ein ethischer Dammbruch im Umgang mit geschützten Wildtieren.
"Dass man geschützte Wildtiere, die unter bestimmten Voraussetzungen getötet werden dürfen, nun auch noch auf den Teller bringen will, ist moralisch verwerflich und völlig inakzeptabel", kritisiert Alexios Wiklund, Sprecher des Österreichischen Tierschutzvereins.
Wenn Respekt vor dem Tier verloren geht
Nach slowakischem Recht dürfen Braunbären nur dann getötet werden, wenn sie eine unmittelbare Gefahr für den Menschen darstellen. Doch die Grenze zur sogenannten Gefährdung ist offenbar dramatisch gesunken, ortet der Verein. Auf politischen Druck von Jägerschaft und Lokalpolitik entschied die Regierung in Bratislava bereits im April, bis zu 350 "Problembären" schießen zu lassen – das bei einer Gesamtpopulation von nur rund 1.200 Tieren im Land.
lexios Wiklund: "Statt Ursachen zu bekämpfen - Stichwort Lebensraumverlust und mangelnde Müllsicherung - werden Bären kurzerhand zur tödlichen Bedrohung erklärt. Und nun soll aus der Notmaßnahme ein profitables Geschäftsmodell werden. Das ist ethisch nicht zu rechtfertigen."
Österreich muss handeln
Der Lebensraum von Wildtieren endet nicht an der Staatsgrenze. Der Braunbär ist ein streng geschütztes Wildtier. Und sein Schutz eine gemeinsame Aufgabe aller EU-Mitgliedsstaaten. Alexios Wiklund: "Was heute in der Slowakei passiert, betrifft morgen auch Österreich. Die Natur kennt keine Landesgrenzen."… .

