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Infektionen mit Chikungunya-Virus in Bayern nehmen zu
In Bayern ist dem Gesundheitsministerium zufolge die Zahl der Erkrankungen durch eine Infektion mit dem Chikungunya-Virus deutlich gestiegen.

- 18.08.2025
In diesem Jahr seien dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit (LGL) bislang 24 Fälle der tropischen Infektionskrankheit gemeldet worden (Stand 04.08.2025), sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien es lediglich 5 Fälle gewesen. Das Virus wird unter anderem von der Asiatischen Tigermücke übertragen.
Das Virus könne hohes Fieber und heftige Glieder- und Muskelschmerzen verursachen, sagte Gerlach. In seltenen Fällen seien schwere Verläufe möglich. Besonders gefährdet seien Säuglinge innerhalb des ersten Lebensjahres, ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen.
Der Ministerin zufolge sind zwei Impfstoffe zugelassen. Empfohlen werde die Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) für Reisende in Risikogebiete ab einem Alter von zwölf Jahren. Wichtig sei zudem ein konsequenter Mückenschutz.
Infektionen in Risikogebieten
Bislang seien alle gemeldeten Chikungunya-Infektionen in Deutschland durch Infektionen im Reiseland erfolgt und nicht über einen Mückenstich hierzulande, betonte die Ministerin. Allerdings sei grundsätzlich eine Übertragung in Deutschland denkbar. «Denn die Asiatische Tigermücke breitet sich auch bei uns aus.» Bundesweit seien im vergangenen Jahr 42 Infektionsfälle gemeldet worden, hieß es.
Chikungunya kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vor und wird von Stechmücken der Gattung Aedes übertragen, zu denen auch die Asiatische Tigermücke und die Gelbfiebermücke zählen. Beide Arten können zudem Viren wie Dengue, Zika und Gelbfieber auf den Menschen übertragen.
In Frankreich und Italien sind nach Ministeriumsangaben Virus-Übertragungen durch Tigermücken vor Ort bereits bekannt. Die Tigermücke komme beispielsweise über Autos und Lkws aus dem Süden ins Land.



