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Jeden Tag Milch: Diese Folgen hat das für deinen Körper

- 08.04.2025
Milch ist für viele Menschen ein Grundnahrungsmittel. Doch was passiert mit deinem Körper, wenn du jeden Tag Milch trinkst?
Während früher noch das tägliche Glas Milch zum Frühstück oder Abendessen empfohlen wurde, geht der Pro-Kopf-Verzehr seit einigen Jahren zurück. Was spricht für und was gegen Milch?
Pro-Kopf-Verbrauch von Kuhmilch geht zurück
Milch ist bereits seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Nachdem über viele Jahrhunderte hinweg in kleinen Betrieben per Hand gemolken wurde, werden ungefähr seit dem 19. Jahrhundert Melkmaschinen eingesetzt. Heutzutage handelt es sich dabei um hocheffiziente und automatisierte Anlagen in vergleichsweise wenigen, aber großen Betrieben und die Milchkühe sind überwiegend speziell für die intensive Milchproduktion gezüchtet.
Dennoch ist laut der Bilanz der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) der Pro-Kopf-Verzehr von Milch rückläufig: Im Jahr 2022 waren es rund 46 Kilogramm pro Person – das entspricht etwa 130 Gramm pro Tag. Laut Statista lag der Verzehr mit rund 53 Kilogramm pro Person etwa zehn Jahren zuvor (2013) noch deutlich höher.
Kuhmilch zu trinken wurde aus gesundheitlichen Gründen lange Zeit empfohlen. Und nach wie vor gilt: Kuhmilch enthält viele wichtige Nährstoffe, etwa essenzielle Aminosäuren, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A und Vitamin D sowie Calcium, Jod, Fluorid, Phosphor und Zink.
Außerdem liefert Milch hochwertiges Eiweiß, leicht verdauliches Fett und für viele Körper gut verwertbare Kohlenhydrate in Form von Laktose (Milchzucker). Man unterscheidet Milch nach Fettgehalt:
Vollmilch und Milch mit natürlichem Fettgehalt: mindestens 3,5 Prozent
Fettarme Milch und Magermilch: zwischen 1,5 Prozent und 1,8 Prozent
Entrahmte Milch: maximal 0,5 Prozent
Übrigens: Milch ist kein Durstlöscher, sondern ein Lebensmittel mit hohem Nährstoffgehalt.
Trotz vieler Vorteile gibt es auch gesundheitliche Risiken, wenn du jeden Tag Milch trinkst:
Milch kann Allergien und Unverträglichkeiten auslösen: Milch und Milchprodukte gehören zu den 14 häufigsten Auslösern von Allergien und Unverträglichkeiten.
Milch kann Keime enthalten: Rohmilch kann mit krankmachenden Keimen kontaminiert sein, deshalb weist das BfR im Jahr 2024 daraufhin, dass insbesondere Kinder, Schwangere sowie ältere und kranke Menschen Rohmilch vor dem Verzehr abkochen.
Milch kann möglicherweise Prostatakrebs begünstigen: Insgesamt sind die Forschungsergebnisse in Bezug auf die krebsfördernde Wirkung von Milch nicht eindeutig. Es gibt Hinweise darauf, dass ein hoher Verzehr von Milch Prostatakrebs begünstigen kann. Allerdings sind weitere Studien notwendig, um das Risiko abschließend zu bewerten.
Ob Milch Entzündungen hervorrufen oder befördern kann, wird kontrovers diskutiert. Ausreichend wissenschaftliche Belege gibt es dafür bisher nicht.
Unterm Strich deutet der aktuelle Forschungsstand eher daraufhin, dass die gesundheitlichen Vorteile von Milch überwiegen. So schätzen es derzeit auch die DGE, der Ernährungsradar und das Bundeszentrum für Ernährung (Bzfe) ein... .

