Kälber erzielen derzeit Rekorderlöse

Der Kälbermarkt hat seit dem Jahreswechsel einen fulminanten Preisanstieg erlebt. Getrieben von den abnehmenden Kuhzahlen, den stark gestiegenen Rindfleischpreisen, saisonal bedingten niedrigeren Abkalbungen und eines durch die Nachwirkungen des Blauzungenvirus zusätzlich verknappten Angebots erzielen Kälber derzeit Rekorderlöse.

Schlachtkälber erlösten in KW 21 im Marktgebiet im Schnitt 8,30 €/kg SG (E-P). Das sind 2 € mehr als im gleichen Zeitraum 2024. Es wird weiterhin ein geringes Angebot mit stabilen Preisen erwartet.
Am Markt für Fleckviehbullenkälber stand ein nicht zu umfangreiches Angebot einer guten Nachfrage gegenüber.

Bei den Fleckvieh-Bullenkälbern wurden im Land zuletzt Preise bis 13,50 €/kg LG gemeldet. Im Schnitt lag die letzte RBW-Versteigerung am 14.5. in Ilshofen bei 12,33 €/kg LG. Für die nächsten Wochen ist angesichts der hohen Jungbullenpreise mit stabilen Preisen zu rechnen.

Auch bei Holstein-Bullenkälbern führt ein geringes Angebot zu Preissteigerungen. Hier wurden in KW 21 im Land bis zu 400 € in der Spitze gemeldet. Im Schnitt waren es 260 €. Trotz zunehmendem Widerstand der Mäster zeigen sich die Preise stabil.

Insgesamt wird von einem flotten Verkauf von mastfähigen, qualitativ hochwertigen und schweren Kälbern berichtet. Diese erzielen nach wie vor Aufgelder, während sich schwächere Tiere, wie sie infolge der Blauzungenkrankheit verstärkt vorkommen, sehr viel schlechter vermarkten lassen.

 

 

Hier die Meldung

Weitere News