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Keine Panik vor der Kuh: So verhalten sich Wanderer auf der Weide richtig
Weidegatter, Kälber, Mutterkühe: Viele Wanderwege führen mitten durch Tierweiden. Die meisten Begegnungen verlaufen problemlos – wenn man ein paar wichtige Regeln kennt.

- 30.05.2026
An warmen Tagen zieht es viele Menschen in den Schwarzwald oder in die Alpen. Dort teilen sich Wandernde, Spazierende und Radfahrende die Wege mit Kühen, Bullen und Kälbern. Eigentlich sind Rinder friedliche Fluchttiere. Trotzdem kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Mitte Mai sorgte ein tödlicher Angriff auf eine Frau in Tirol für Schlagzeilen. Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann Weiden jedoch sicher queren.
Wie gefährlich sind Kühe auf der Weide wirklich?
Auf dem Erlenbach im Schwarzwald weiden im Sommer mehrere Rinderherden. Weidewartin Isabell Martin und Stefan Winterhalter von der Weidegemeinschaft Erlenbach schauen regelmäßig nach ihren Tieren. Sie wissen: Rinder sind Fluchttiere und halten meist Abstand zu Menschen. Gleichzeitig sind sie aber auch neugierig.
Als die beiden die Weide ruhig betreten, wird eine Kuh aufmerksam. Sie hebt den Kopf, schnauft und kommt einige Schritte näher. Für Außenstehende kann das schnell bedrohlich wirken… .
Weide betreten: Was ist erlaubt, was verboten?
Rechtlich ist das Betreten einer Weide während der Vegetationszeit grundsätzlich verboten. Damit sollen Pflanzen und Tiere geschützt werden. Eine wichtige Ausnahme gilt für ausgewiesene Wanderwege: Führt ein solcher Weg über eine Weide und ist ein Zugang über ein Gatter oder eine Weidetür vorgesehen, dürfen Wandernde ihn nutzen.
Haftung: Wer zahlt bei einem Schaden?
Das hängt vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt: Wer ein Tier hält, ist für dessen Schäden verantwortlich. Das gilt für Hundehalter ebenso wie für Landwirte… .



