Kennen Sie das Radar Bulletin April 2025?

Im Radar Bulletin werden Informationen zur internationalen Lage und Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen, die für Deutschland und die Schweiz relevant sind, zusammengestellt und bewertet.

Das Radar Bulletin wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler Institut (FLI) erstellt. Es erscheint in der Schweiz und in Deutschland in zwei unterschiedlichen Ausgaben. Die Risikobeurteilungen werden länderspezifisch dargestellt, wobei BLV und FLI jeweils die redaktionelle Verantwortung für die Ausgabe in ihrem Land tragen. Hier handelt es sich um die deutsche Ausgabe.

In Deutschland sind weiterhin keine neuen MKS-Fälle aufgetreten.

Im Radar Bulletin März 2025 wurde bereits über vier Ausbrüche in Rinderbetrieben in Ungarn berichtet. Von diesen wurden zwei im März und zwei weitere Anfang April bestätigt und bereits im Vormonat berichtet. Die Ausbrüche waren räumlich nah beieinander im Nordosten des Landes gelegen, grenznah zur Slowakei und zu Österreich (Abbildung 1). Im Berichtszeitraum wurde ein weiterer Ausbruch ca. 25 km südlich des bisherigen Geschehens nachgewiesen. Betroffen war eine Milchviehfarm in der Stadt Rábapordány mit 875 Rindern. Es wurde umgehend eine Schutz- und eine Überwachungszone errichtet sowie die Keulung der Klauentiere des betroffenen Betriebes angeordnet. Um die Virus-Ausscheidung zu reduzieren, wurden die Tiere des betroffenen Bestandes vor der Tötung geimpft. Zusätzlich wurde ein benachbarter Kontaktbetrieb mit ca. 10.000 Schweinen präventiv gekeult (ADIS, PAFF). Die umfassende Beprobung und klinische Untersuchung aller Klauentiere sowohl in der Schutz- als auch in der Überwachungszone ist noch im Gang e. Die erweiterte Sperrzone wurde in südlicherRichtung erweitert und in dieser ein 72-stündiger Stand-Still verhängt. (PAFF).

Die Slowakei hat seit dem letzten Berichtsstand keine weiteren Ausbrüche gemeldet. Von den bisher sechs bestätigten Ausbrüchen auf Rinderbetrieben finden sich fünf räumlich nah beieinander an der Grenze zu Ungarn (Distrikt Dunajská Streda) und den dortigen Ausbrüchen. Der sechste Betrieb liegt weiter nördlich (Distrikt Malacky), grenznah zu Österreich (Abbildung 1), wie bereits im Vormonat berichtet. Seit dem 4. April gab es in der Slowakei keine neuen Verdachtsfälle. Mit Stand 23.04.2025 wurden in den Restriktionszonen 924 Betriebe und über 400 Wildtiere getestet (PAFF), mit Stand 27.04. bereits 1.712 Betriebe und 1.550 Wildtiere (PAFF). In der Slowakei wurde ebenfalls die Suppressivimpfung in Ausbruchsbetrieben eingesetzt (Übersicht in PAFF). Eine Richtlinie zur Verbringung von Tieren, die für Maul- und Klauenseuche empfänglich sind, innerhalb der Slowakischen Republik und ins Ausland ist seit dem 28. April 2025 in Kraft (mpsr.sk). Auf Grund der räumlichen Nähe der Ausbrüche zu Österreich (Abbildung 1), welches auch von Restriktionszonen tangiert wird (AGES), hat Österreich umfangreiche Überwachungs- und Schutzmaßnahmen ergriffen (PAFF).

Serbien und die Tschechische Republik haben strengere Grenzkontrollen einschließlich der Desinfektion von Lastwagen implementiert (trans.info), um das Risiko einer Einschleppung aus den Nachbarländern zu reduzieren.

Aus der Türkei wurden im Berichtszeitraum zwei MKS-Ausbrüche gemeldet, in einem Rinderbetrieb (SerotypSAT 2) und in einem Schafbetrieb (Serotyp O) (ADIS). Weiterhin wurden Ausbrüche aus Kuweit (9, SAT 1) und Simbabwe (2, SAT 2) gemeldet (WAHIS).... .

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