Baustellen in der Schweineproduktion

- wo ist die Umleitung - wie geht es weiter - welche Lösungsmöglichkeiten gibt es

Schweinetagung am 19. und 20. Oktober 2017 zur „aktuellen Diskussion“

Am Ende des 1. Tages von 19.00 - 21.00 Uhr: Diskussionsrunde zu "Baustellen in der Schweineproduktion" mit Landwirtschaftsministerin von NRW, Christina Schulze Föcking, als Teilnehmerin, Vortragende und Diskutantin.

Die Schweineproduktion steht mehr oder weniger in der Kritik. So kommt u.a. ein Gutachten (von Greenpeace beauftragt- aus dem Frühjahr 2017) zum Ergebnis, dass „die gegenwärtige Mastschweinehaltung (so, wie sie in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung reglementiert ist) gravierend gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würde“. Auch das so genannte Magdeburger Urteil zur Haltung von abgesetzten Sauen in Kastenständen (November 2016) lässt Tierhalter und Tierärzte derzeit gefühlt im Regen stehen. Das Schwanzkupierverbot bereitet sowohl in der Zucht als auch in der Mast genügend Probleme, denn „DIE“ Standardlösung gibt es noch nicht. Ab Januar 2019, also in gut einem Jahr, darf außerdem nicht mehr betäubungslos kastriert werden. War die Politik auch hier wieder einmal schneller als praxistaugliche und vor allem tiergerechte Lösungen entwickelt werden konnten? Was ist zum Antibiotikamonitoring in Deutschland zu sagen? Wie weit sind wir in der Salmonellenbekämpfung? Der „One Health Gedanke“ scheint uns in der Tierproduktion Arbeitenden gerne die Ursachen der Resistenzbildungen in die Schuhe schieben zu wollen, dabei sind es die Tierärzte, die hinter den Forderungen der so genannten Antibiotic Stewardship, also der Maßnahme zur Gewährleistung einer optimalen antibakteriellen Pharmakotherapie/ Antibiotikatherapie stehen.

Tierärzte und Landwirte sind sehr bemüht, den neuen Anforderungen der Politik und der Gesellschaft gerecht zu werden, nur reicht "bemüht Sein" offensichtlich in der komplexen Thematik nicht aus.

Wenn also aus fachlicher Sicht „unsinnige“ und nicht nachvollziehbare Forderungen gestellt werden, die bei dem ein oder anderen die Vermutung aufkommen lässt, dass gewisse Gruppen von Menschen Deutschland „nutztierfrei“ machen möchten, dann hilft nur eine klare fachliche Positionierung, die auch vor den gesellschaftlichen und moralisch-ethisch Forderungen nicht die Augen verschließt, um diese Entwicklung auch fachlich fundiert mit beeinflussen zu können.

In der 2-tägigen AVA-Veranstaltung wollen wir über praktikable Lösungsansätze und Lösungen „unserer Baustellen in der Schweineproduktion“ diskutieren, damit wir den gesetzlichen Forderungen auch mittel- und langfristig nachkommen können, um sowohl dem Tierschutz als auch der Betriebsökonomie gerecht zu werden.

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ATF-Anerkennung: 15 Std.

Preis:

195,00 € zzgl. MwSt

232,05 € inkl. MwSt
inkl. MwSt.

Menge
Plätze verfügbar

Seminar Daten

Kurs Nr.:
1910
Beginn:
19.10.17 um 9:30 Uhr
Ende:
20.10.17 um 17:00 Uhr
Veranstalter:
Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA)
Veranstaltungsort:
AVA, 48612 Horstmar (Münsterland)
ATF-Anerkennung:
15 Std.
Sektion:
Schweine
Zielgruppe:
Allgemein