Antibiotika-Monitorings :Welche Konsequenzen ergeben sich für den Praktiker?

Die ersten Kennzahlen zum Antibiotika-Monitoring sind im Bundesanzeiger veröffentlicht und haben landauf und landab zuerst einmal für Verwirrung und Verunsicherung geführt.

  • Wie sind die Zahlen zu interpretieren?
  • Welche Rolle spielen die Veterinärämter beim AB-Monitoring?
  • Welche inhaltlichen und formalen Erfordernisse muss das schriftlich zu formulierende Konzept zur Antibiotikaminimierung erfüllen?
  • Können Haftungsansprüche an Tierärzte entstehen?
  • QS-Daten vs. HIT/BVL-Daten: Worauf können sich Landwirt und Tierarzt verlassen? Was ist rechtsverbindlich? Wie erklären sich die gravierenden Unterschiede zwischen den Daten von HIT und QS?

 

Fragen über Fragen, die in dem eintägigen AVA-Intensivseminar am 27. Mai in der Agrar- und Veterinär- Akademie in Horstrmar-Leer (9.00-18.00 Uhr)  diskutiert werden.Versäumen Sie nicht, sich frühzeitig anzumelden!

 

 

 

 

 15. AVA-Haupttagung in Göttingen : Antibiotikaeinsatz in der Nutztiermedizin durch Prävention verringern

15. internationale Tierärztetagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) in Göttingen mit rund 450 Tierärzten sehr gut besucht – Ziel: tierärztliche Bestandsbetreuung optimieren, um den Arzneimitteleinsatz per se auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

 

Die viertägige 15. internationale Tierärztetagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) Ende März 2015 in Göttingen wurde den rund 450 teilnehmenden Tiermedizinern insgesamt sehr gelobt. Einig war man sich darüber, dass die Nutztierärzte alles tun, um den Tierbestand gesund zu halten. Dass Tiere und Menschen erkranken, lässt sich nie vermeiden, dann ist es aber die Pflicht eines jeden Arztes zu helfen. Das Ziel der modernen tierärztlichen Aufgabe in der Nutztiermedizin ist die Präventivmedizin, wie die Themen und Beiträge der über 50 Referenten klar zum Ausdruck brachten. „Tierärzte müssen umlernen. Nicht mehr die Therapie (Feuerwehrtierarzt) steht im Vordergrund des tierärztlichen Handelns, sondern die Vermeidung von Erkrankungen des Tierbestandes (Wartungsprinzip)“, so Ernst-Günther Hellwig, AVA-Chef, selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt, der die Göttinger Veranstaltung mit seinem Team organisierte und leitete. „Natürlich ist jede Einzeltherapie eines erkrankten Tieres wichtig und nötig, denn nur die Summe der Einzeltierbetreuung entspricht einer tierärztlichen Bestandsbetreuung. Mit dieser Art der vorbeugenden Gesundheitsbetreuung durch die Tierärzte lässt sich der Arzneimitteleinsatz auf dem landwirtschaftlichen Betrieb minimieren“, so Hellwig weiter. Das staatliche Antibiotika-Monitoring sehen die bestandsbetreuenden Tierärzte sehr positiv, denn gut betreute landwirtschaftliche Betriebe brauchen nun mal wenig Arzneimittel. Auch die ausstellende tiermedizinische und landwirtschaftliche Industrie war sehr angetan von der Fortbildung. Sie konnte in vielen Gesprächen mit den Tierärztinnen und Tierärzten neue Entwicklungen in Tierernährung und Tiermedizin diskutieren. 

 

Die AVA – Fortbildungen für Tierärztinnen und Tierärzte der Nutztiermedizin setzen seit Jahren auf das „Präventivprinzip“, also der Verhinderung von Erkrankungen durch entsprechende veterinärmedizinische Managementbegleitung der landwirtschaftlichen Betriebe. Seit Jahren finden in der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) Intensivworkshops statt, die diese neue Art der Gesundheitsbetreuung sowohl theoretisch als auch praktisch beleuchten. Auch die teilnehmende tiermedizinische und landwirtschaftliche Industrie äußerste sich sehr positiv zur AVA-Tagung. Viele interessante Gespräche zu neuen tiermedizinischen und Tierernährungsthemen   wurden mit den Tierärztinnen und Tierärzten diskutiert.

 

 

 

Fortbildungen der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) helfen Antibiotika einsparen. Das hilft der TIergesundheit, dem Tierschutz, der Ökonomie des landwirtschaftlichen Betriebs, dem Verbraucher und dem Umweltschutz.

 

Wir danken allen Besuchern und Unterstützern der 15. AVA - Haupttagung und freuen uns auf eine erfolgreiche Fortbildungssaison gemeinsam mit Ihnen im weiteren Jahr 2015

 

Übrigens: Die 16. AVA-Haupttagung im nächsten Jahr findet vom 17. bis 20. März 2016 statt.


 Aktuelle Seminare

28.04

Milchviehtag mit KEMIN und der AVA - Verborgene Geheimnisse der Milchviehfütterung lüften

(Veranstaltungsort: Hotel Hallertau,Ziegelstr. 4, 85283 Wolznach)
15.05

Betreuung von Milchviehbeständen: Tierärztl. Fahrplan

(mehrtägig bis zum 16.05)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland)) (Workshop ist ausgebucht)
19.05

Intensiv-Workshop: Abdomen des Rindes

(mehrtägig bis zum 21.05)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
27.05

Antibiotika-Monitorings: Welche Konsequenzen ergeben sich für den Praktiker?

(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie, Dorfstr. 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
05.06

AMS-Systeme - Der Melkroboterbetrieb

(mehrtägig bis zum 06.06)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
11.06

Der Schweineflüsterer kommt

(mehrtägig bis zum 12.06)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
02.10

Crashkurs zur Rinderhomöopathie für den „normalen Praktiker“ - Grundkurs

(mehrtägig bis zum 03.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))

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Aktuelles von Agrar- und Veterinär- Akademie

 

Antibiotika-Monitorings : Welche Konsequenzen ergeben sich für den Praktiker?

 

In Sachen Antibiotika-Monitoring herrscht viel Unsicherheit und Verwirrung. Die AVA nimmt sich dieses Themas an, und möchte etwas Licht in das Dunkel der Datenbänke bringen. Ein Seminar am 27.05.2015 in der AVA (Münsterland) findet zur Thematik stradt (Beginn 9.00 Uhr, Ende: ca. 18.00 Uhr)

Hier geht es zur Anmeldung

 

                                                                                                                                                     

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Top Aktuell: Tagungsheft der 15. AVA-Haupttagung: 176 Seiten für 25,00 Euro +MWST+Porto/Versand (Normalpreis: 48,50€)

 

                                                                                                                                                      
 
 
Minister Remmel (NRW) läßt nicht locker - Pressemeldung vom 16. März 2015
 

6.03.2015 
Minister Remmel: „Lebensrettende Reserveantibiotika müssen in der Tierhaltung verboten werden“ - NRW-Initiative: Ministerinnen und Minister fordern auf Agrarministerkonferenz gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Nordrhein-Westfalen fordert die Bundesregierung auf, den Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung zu verbieten. Auf der Agrarministerkonferenz fordert NRW in einem Antrag gemeinsam mit Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz vom Bund, schnellst möglich festzulegen, welche Antibiotika in der Humanmedizin als Reserveantibiotika benutzt werden und deshalb auch ausschließlich der Humanmedizin vorbehalten bleiben müssen. Diese sollen dann umgehend in der Veterinärmedizin verboten werden. „Der Einsatz von Antibiotika ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Wir beobachten mit großer Sorge, dass sich bei Menschen verstärkt Resistenzen entwickeln und mitunter lebensrettende Reserveantibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Deshalb müssen Reserveantibiotika der Humanmedizin vorbehalten bleiben und gehören in der Veterinärmedizin verboten“, erklärt Verbraucherschutzminister Johannes Remmel im Vorfeld der am Mittwoch in Bad Homburg beginnenden Agrarministerkonferenz. Die Ministerinnen und Minister fordern in ihrem Antrag eine Übersicht, welche antibiotischen Stoffe oder Stoffgruppen konkret als Reserveantibiotika für die Humanmedizin gelten. 

Antibiotika sind unverzichtbar für die Behandlung von bakteriellen Infektionen beim Menschen. Sie sind nicht nur wichtig, um Infektionskrankheiten und Infektionen durch Krankenhauskeime zu bekämpfen, sie dienen außerdem dazu, Risiken von Komplikationen bei medizinischen Eingriffen zu senken. Doch inzwischen gibt es immer mehr bakterielle Erreger, die resistent gegen eine Behandlung mit antibiotischen Substanzen sind. Besonders besorgniserregend ist, dass auch die Resistenzen gegen die so genannten Reserveantibiotika zunehmen. Diese können für Menschen lebensrettend sein und sind unverzichtbar für die Humanmedizin. Oftmals werden sie jedoch auch im Veterinärbereich eingesetzt. „Diese Medikamente sind oft das letzte Mittel um menschliches Leben zu retten. In der Behandlung müssen sie deshalb eine lebenswichtige Reserve bleiben. Wenn sie ihre Wirksamkeit verlieren, werden Menschenleben aufs Spiel gesetzt“, so Minister Remmel. 

Gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Gemeinsam mit den Ministerinnen und Ministern aus Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz fordert Verbraucherschutzminister Remmel, gesetzliche Regelungen zu schaffen, mit denen der Einsatz von Reserveantibiotika, die in der Humanmedizin benötigt werden, in der Tiermedizin untersagt wird. Andere sollen allenfalls eingeschränkt bei Tieren eingesetzt werden dürfen. In Deutschland fehlt bislang eine belastbare Klassifizierung welche Stoffe und Stoffgruppen überhaupt als Reserveantibiotika gelten. Die World Health Organisation (WHO) stuft beispielsweise die Substanzklassen der Fluorchinolone, der Cephalosporine der 3. und 4. Generation, der Makrolide sowie der Glycopeptide als „critically important antimicrobials“ ein. Verbraucherschutzminister Remmel fordert daher: „Der Bund muss konkret festlegen, welche Substanzen der Humanmedizin vorbehalten bleiben und welche in der Veterinärmedizin verboten werden sollen. Nur so können Resistenzen begrenzt und die Wirksamkeit der Medikamente für den Menschen erhalten werden.“ 

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

Der Einsatz von Antibiotika in der Intensivtierhaltung ist hoch. Das belegen unter anderem mehrere Studien des NRW-Verbraucherschutzministeriums. In der Tiermast ist der Einsatz von antibiotischen Substanzen inzwischen gängige Praxis, die antibiotikafreie Tiermast hingegen nur noch die seltene Ausnahme. Dabei kommen zunehmend auch Reserveantibiotika zum Einsatz. „In vielen Betrieben werden fast alle Nutztiere mit Antibiotika behandelt. Ihre gesundheitliche Anfälligkeit ist oftmals das Ergebnis aus Überzüchtung und unzureichenden Haltungsbedingungen. Wenn wir an die Stellschraube wollen, um diesen massenhaften Einsatz antibiotischer Substanzen zu reduzieren, müssen wir vor allem die Haltungsbedingungen verbessern“, so der Minister. 

Erst Ende letzten Jahres legte das Ministerium einen Fachbericht vor, der offenbarte, dass in NRW in der Putenhaltung neun von zehn Mastdurchgänge mit Antibiotika behandelt werden. Der Bericht kam zu ähnlichen Ergebnissen wie vorherige Studien. So wurde bereits im November 2011 durch die NRW-Hähnchenmaststudie erstmals in der Bundesrepublik in einer umfassenden Erhebung ermittelt, dass auch bei neun von zehn Masthühnern Antibiotika eingesetzt wurden. Die vertiefende NRW-Verschleppungsstudie ergab im Juli 2012, dass Mastgeflügel in NRW offenbar auch außerhalb von Therapiezeiten und teilweise ohne tierärztliche Verordnung in Kontakt mit Antibiotika gekommen ist: In 26 von 42 (rund 62 Prozent) überprüften Ställen wurden auffällige Rückstände antibiotisch wirksamer Substanzen in Tränkwasser ermittelt. Aktuell bereitet NRW eine Bundesratsinitiative für verbindliche Regelungen für die Haltung von Mastputen vor. Darin soll die Bundesregierung aufgefordert werden, die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung mit rechtsverbindlichen Regelungen zur Putenhaltung zu ergänzen. 

Weiteres Thema auf der Agrarministerkonferenz

In einem gemeinsamen Antrag mit Baden-Württemberg fordert Minister Remmel zudem ein Verfahren zur Kennzeichnung von Fleisch zu entwickeln, mit dem die Haltungsverfahren der Tiere erkennbar werden. Remmel: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen es und haben ein Recht darauf zu erfahren, aus welcher Haltungsart Fleisch stammt. Deshalb ist unsere Forderung, Fleisch zu kennzeichnen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen können, wie artgerecht oder intensiv und ausschließlich leistungsorientiert Tiere gehalten wurden. Nur wenn auch ausreichend informiert wird, erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher eine echte Wahlmöglichkeit und können aktiv selber entscheiden, zu welchem Produkt sie greifen möchten.“ Remmel erläuterte, dass Verbraucherinnen und Verbraucher eine solche Wahlmöglichkeit wünschen würden, zeige das Beispiel der Kennzeichnung bei Eiern. „Die nicht artgerechte Käfighaltung bei Legehennen wurde schlussendlich nicht mehr vom Verbraucher akzeptiert und ist mittlerweile verboten.“

                                                                                                                                                      
Antibiotikaleitlinien aktualisiert (3. Auflage, März-2015)

 

Die Antibiotikaleitlinien wurden erstmals  von der Bundestierärztekammer in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden
Veterinärbeamten (ArgeVet) im Jahr 2000 als „Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamen Tierarznei­mitteln“ herausgegeben.
Jetzt gibt es diese Leitlinien in der Dritten Auflage in Hinblick auf den Stand der Wissenschaft und der geltende Rechtslage.
Es ist wichtig, diese Leitlinien immer wieder zu aktualisieren, damit in der Rechtssprechung es nicht zu Irritationen wegen fachlicher Mängel kommt. Denn ein Richter wird die AB-Leitlinien in der Regel adäquat einem Gutachten  sehen.
 
Laden Sie die aktualisierten  AB-Leitlinien hier
 

                                                                                                                                                      

 

Das Ende der BSE-Tests in Deutschland

 
Bei geschlachteten gesunden Rinder und Kühen fällt nun endgültig der BSE-Test weg. Zig Millionen Rinder wurden auf BSE untersucht. Die Feststellung des ersten amtlich durch die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere bestätigten Falles von BSE stammt vom 26. November 2000 (mittels Schnelltest in Schleswig-Holstein entdeckt). Bis zum Februar 2005 wurden in Deutschland rund 360 Fälle offiziell nachgewiesen, davon 65 im Jahr 2004 und 54 im Vorjahr 2003. Im Jahr 2006 gab es 16 nachgewiesene BSE-Fälle. 2007=4 pos. Fälle, 2008=2 pos. Fälle, 2014= 2 Fälle. Insgesamt wurden in all den Jahren der Untersuchungen bei rund 20 Mio Tieren  auf BSE 408 positive Rinder in Deutschland nachgewiesen. Nicht vergessen dürfen wir das Engagement der Tierärztin Margrit Herbst, die Fälle aus den 90er Jahren von erkrankten Tieren öffentlich macht. Sie wurde entlassen und man verbot ihr amtlich den Mund, was jedoch später auf dem Instanzenweg revidiert wurde.

 

 

 

Weitere Details und Begründungen hier.

 

                                                                                                                                                       

 

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Das Tagungsheft der 14. AVA-Haupttagung: 176 Seiten für 10,00 € (zzgl. MwSt & Versand). Normalpreis: 48,50 €

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Chronischer Botulismus - eine Krankheit, die es nicht gibt!!

Im Deutschlandradio wurde am Samstag, 13. Dezember 2014, eine rund einstündige Dokumentation zum Thema "chronischer Botulismus" gesendet. Die Berichterstattung ist journalistisch sehr gut aufgebaut und sehr sehr lobenswert. Es lohnt sich, diesem Beitrag (in einer ruhigen Stunde) zu folgen.

Der Link:  http://www.deutschlandradiokultur.de/tierseuche-botulismus-die-krankheit-die-es-nicht-gibt.958.de.html?dram:article_id=299267


                                                                                                                                                                           


 
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NPA Nummer 49 auf dem Weg zu den Nutztierpraktikern
Die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 49 ist fast fertig gedruckt und wird in Kürze an die Abonnenten ausgeliefert. Auf 72 Seiten werden aktuelle Themen für den Nutztierpraktiker geboten. Besonders interessant in der Ausgabe 49 dürfte der Beitrag von Böhnel/Krüger/Zessin sein, der sich kritisch mit der im September 2014 vorgestellten Studie der TiHo zum chronischen Botulismus auseinandersetzt. Weitere Themen dieser Ausgabe 49 beschäftigen sich mit  Automatischen Melksystemen in der Praxis (Bonsels)- hier ist  ganz besonders der Tierarzt gefragt, denn es öffnen sich sehr viele neue und wichtige Betätigungsfelder;  Mykotoxikosen in Sauenbeständen (Schnurrbusch), eine Studie zur Rindergesundheit in SH (Mahlkow.Nerge); Kalium-ein hinterhältiges Element (Hoffmann) und neben weiteren Artikeln ein Beitrag über die Jungsauenproblematik (Wähner). Seien Sie gespannt auf diese Ausgabe 49. gerne können Sie auch ein Probeexemplar der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA)  anfordern.
 
 

                                                                                                                                                                             

 
Wirksamkeit von Antibiotika erhalten – Einsatz in der Tierhaltung auf vernünftiges Maß reduzieren

 

am 13. November 2014  wurde in der 66. Plenarsitzung zu diesem Thema vorgetragen. Lesen Sie, was die MdB´s Arthur Auernhammer  (CDU/CSU), Dieter Stier  (CDU/CSU), Dr. med. vet. Wilhelm Priesmeier  (SPD), Dr. med. vet. Kirsten Tackmann  (DIE LINKE) und  Friedrich Ostendorff  (B90/GRÜNE) dazu sagen. 
 
Lesen Sie hier das gesamte Protokoll.

 

                                                                                                                                                                               

 

Grüne wollen Arzneimittelrabatte abschaffen, um den Antibiotikagebrauch zu reduzieren

 

Die Fraktion der Grünen geht davon aus, dass  Tierärzte evtl.  übermäßig und ungezielt Antibiotika einsetzen (aus Gewinnsucht??) , und dadurch die Entwicklung von (multi-)resistenten Erregern fördern. 

 

Je mehr (multi-)resistente Erreger vorhanden seien, desto schwieriger werde es, Infektionen, ausgelöst durch diese Keime, zu behandeln.  Lesen Sie hier den vollständigen Antrag der Grünenfraktion.

                                                                                                                                                                               
 

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Tagungsband der 14. AVA - Haupttagung 2014

(146 Seiten mit Beiträgen aus der Schweine- und Rindersektion) für 15,00 € incl MwSt (zzgl. Porto/Verpackung) statt bisher 48,50 €.

Auch als Stick für 15,00 € incl. MwSt (zzgl. Porto/Verpackung) erhältlich.

Zum Tagungsband

 

                                                                                                                                                                                

20.10.2014

Chronischer Botulismus beim Rind existiert.

Die Ergebnisse einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover können  in keiner Weise beweisen, dass es die Krankheit nicht gibt.

Entgegnung zu der Pressemitteilung "Chronischer Botulismus" vom 8.8.2014 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft http://www.bmel.de/DE/Tier/2_Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ChronischerBotulismus.html

 

Zitat: "Ein direkter und deutlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von C. botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei Tieren kann nicht bestätigt werden."

 

unter Bezug auf:

Studie zum chronischen Botulismus Symposium am 12.09.2014 der Tierärztlichen Hochschule Hannover 

 

Zitat: "Wir konnten keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Clostridium botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei einzelnen Tieren bestätigen. Das deutet daraufhin, dass C. botulinum nicht der wesentliche Hauptverursacher des chronischen Krankheitsgeschehen ist“ (Prof. Dr. M. Hoedemaker, Ph.D., Tierärztliche Hochschule Hannover) 

 

Zitat: "Die Untersuchungen der Kotproben ergaben in keinem Fall einen Hinweis auf Botulinum-Neurotoxin. Somit kann die Hypothese des „viszeralen“ oder „chronischen“ Botulismus nicht bestätigt werden" (Dr. C. Seyboldt,Friedrich-Löffler-Institut, Jena) 

 

Zitat: "Die Untersuchung auf Neurotoxin bildende Clostridium spp.-Stämme ergab sowohl bei den Gärsubstratproben als auch Gärrestproben im Mausbioassay ausschließlich negative Befunde. Das heißt, die getesteten Biogasanlagen waren erfreulicherweise frei von Neurotoxin bildenden Cl. botulinum-Stämmen. Abschließend bleibt festzustellen, dass auch aus dieser Studie ein mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen nicht abzuleiten ist und dass sich auch keine Hinweise für die Anreicherung von potenziell pathogenen Keimen während des   Fermentationsprozesses ergeben haben." Prof. Dr. G. Breves, (Tierärztliche Hochschule, Hannover) 

 

 

Bewertung der erzielten Untersuchungsergebnisse und wissenschaftliche Richtigstellungen

 

Die Forschungsvorhaben 2810HS005 und 2810HS038 des BMEL sollten eine Fall-Kontrollstudie durchführen. Bei einem solchen Versuchsaufbau sind entsprechende statistische Anforderungen vorgegeben und einzuhalten.

 

Die untersuchten 139 Betriebe wurden teilweise nach einem bestimmten subjektiven Merkmalsschlüssel ausgewählt. Betriebe mit Botulismus (Erkrankungen, Verdacht, Labornachweis und Impfung) wurden von der Untersuchung ausgeschlossen, obwohl Betriebe mit Clostridien-Mehrfachimpfung (ohne Clostridium botulinum) aufgenommen wurden. Etwa die Hälfte der Betriebe wurde in Schleswig-Holstein durch das dortige Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein nach anderen Kriterien ausgewählt undvorgeschlagen.

 

Die Anzahl der Betriebe, die Auswahl der Betriebe und der einzelnen untersuchten Tiere entsprechen nicht den Anforderungen an eine Fall-Kontrollstudie.

 

Obwohl es sich um ein chronisches Krankheitsgeschehen handelt, wurden die untersuchten Betriebe jeweils nur an einem einzigen Tag, verteilt über alle Jahreszeiten, besucht. Es wurden auch nur ein einziges Mal Proben genommen.. In knapp 25 % der Betriebe wurden Botulinumtoxingene mittels unterschiedlicher molekularbiologischer Verfahren nachgewiesen. In keinem Betrieb wurde Botulinumtoxin in Kotproben gefunden.

 

- Ein negativer Mäusetest auf Botulinumtoxin sagt nur aus, dass der Test negativ, nicht aber dass kein Toxin vorhanden war. Bei chronischen Krankheitsgeschehen kann der Toxingehalt unter der Nachweisgrenze liegen.

- Mit dem Ergebnis einer einzigen Probe kann nicht auf gegebenenfalls Monate zurück liegende auslösende Erkrankungsfaktoren geschlossen werden.

 

Daraus aber verallgemeinernd zu schließen, und glauben zu machen, dass eine chronische Erkrankung von Rindern in den etwa 150000 deutschen Rinderbetrieben nicht auch durch C. botulinum hervorgerufen werden kann, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Auswahl und Zahl der untersuchten Betriebe, Tiere und Einzelproben sind statistisch nicht ausreichend um gesicherte Aussagen zu machen.

 

Die daraus abgeleitete Behauptung, durch die durchgeführte Studie sei nunmehr erwiesen, dass es die Erkrankung "chronischer Botulismus bei Rindern" nicht gäbe, ist somit eindeutig falsch. Deshalb ist die Ablehnung von Anträgen zur Genehmigung einer  spezifischen Impfung gegen Botulismus nicht gerechtfertigt.

 

In Teil 2 des Berichtes wird über "Mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Hühnertrockenkot als Gärsubstrat" berichtet. Diese Problematik wurde unabhängig von den untersuchten Betrieben durchgeführt. Es wurden Proben von 10 niedersächsischen Biogasanlagen durch das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe genommen und an ein anderes Untersuchungslabor als die Rinderproben der Studie geschickt.

 

- Verwertbare technische Angaben zu den Biogasanlagen und den untersuchten Proben fehlen völlig.

- Die Auswahlkriterien für die Betriebe sind nicht angegeben.

- Um eine statistisch verlässliche Aussage zu treffen, müssten von den etwa 1500 niedersächsischen Biogasanlagen bei nur 1% positiver Betriebe 271 Anlagen zufällig ausgewählt und überprüft werden.

- Laut DFG Merkblatt 396 sind je nach Anlagengröße 12-30 Einzelproben zu nehmen und dann entsprechend zu mischen um statistisch aussagefähige Proben zu erhalten.

- Bei einer durchschnittlichen hydraulischen Verweilzeit von mindestens zwei Monaten sind vier Proben an hintereinander liegenden Tagen als Einzelprobe anzusehen.

 

Statistisch handelt es sich hier um Ergebnisse von Einzelproben, deren Beschaffenheit im Einzelnen nicht erfasst wurde.

 

- Das Eingangsmaterial wurde nicht auf C. botulinum untersucht. Die Nachweisverfahren sind teilweise für C. botulinum nicht geeignet.

 

- In den Ergebnistabellen wird dargestellt, dass bei Anlagen mit Hühnerkotverwertung im Substrat 80 %, im Gärrest 100 % der Proben positiv auf den Krankheitserreger Clostridium perfringens sind. Bei Betrachtung aller Anlagen sind es 80 bzw. 95 % für C. perfringens, und 2,5 bzw. 5 % für den Krankheitserreger Clostridium tetani. 

Die verallgemeinernde Behauptung, dass durch die durchgeführte Studie nunmehr erneut bestätigt sei, dass ein mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen nicht abzuleiten sei, und dass sich auch keine Hinweise für die Anreicherung von potenziell pathogenen Keimen während des Fermentationsprozesses ergeben haben, ist somit    eindeutig falsch.

 

 

Prof. Dr. Dr. Helge Böhnel, Göttingen; Prof. Dr

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ZDS Aktuelles

  • Mit großer Freude nahm der Initiator der Initiative "Heimische Landwirtschaft", Jürgen Paffen, heute im Rahmen der Landwirtschaftsausstellung agra in Leipzig den Innovationspreis 2015 der Zeitschrift agrarmanager entgegen. Dieser Innovationspreis wird 2015 zum ersten Mal für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit vergeben. Übergeben wurde der Preis im Beisein des EU Agrarkommissars Phil Hogan, des sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, sowie des Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbandes, Wolfgang Vogel, vom Geschäftsführer des Forums Moderne Landwirtschaft, Dr. Anton Kraus. Das Forum unterstützt den diesjährigen Preis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro zur Förderung der Aktivitäten der Initiative.

  • German Genetic/SZV betreibt insgesamt 5 Eberstationen unter dem Dach der Besamungsunion Schwein (BuS). Zur Unterstützung ihres Teams sucht die BuS ab sofort einen Vertriebsmitarbeiter m/w für die BuS-Eberstationen Grimma und Stotternheim für die Regionen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

  • DVT - Über die gegenwärtigen globalen Herausforderungen für die Rohstoffversorgung und die tierische Veredlung diskutierten Experten im Rahmen der Regionalgruppentagung Nord des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT) am vergangenen Mittwoch in Großenkneten (Landkreis Oldenburg). Vertreter aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Behörden und Landwirtschaft erörterten dies mit den Verbandsmitgliedern. Die aktuelle Diskussion über die Aussagen von Volkswagen und Autostadt zur heimischen Landwirtschaft erregte zusätzlich die Gemüter der Futterhersteller. Neben dem Pauschalangriff auf den vor allem in Niedersachsen wertvollen Wirtschaftszweig Agrar widersprechen die Tiernahrungsproduzenten auch irreführenden Aussagen in Bezug auf Futter.

  • Am ersten April begann das Registrierungsverfahren der Initiative Tierwohl. Sie endet am 28.04.2015. Bis zum 28. April können sich zunächst schweinehaltende Landwirte, die mit ihrem Betrieb zu einer tiergerechteren und nachhaltigeren Fleischerzeugung beitragen wollen, zur Teilnahme an der Initiative Tierwohl registrieren. Hierunter fallen Schweinemast-, Ferkelaufzucht- sowie sauenhaltende Betriebe. Das Registrierungsverfahren für geflügelhaltende Betriebe startet voraussichtlich ab Juli 2015. Mehr Informationen finden Sie in der beiliegenden Pressemeldung oder auf der Internetseite der Initiative Tierwohl.

  • "Medikamentenmissbrauch", "Futtermittelskandale", "Güllemassen", die Vorurteile, mit denen Schweinehalter zu kämpfen haben, sind lang. Schweinelandwirt Thomas Asmussen aus Gelting  wehrt sich jetzt gegen die ständig hagelnde Kritik und hat RTL seine Stalltür geöffnet. Zum Film

  • Mit der Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 (BUGA) an fünf Standorten in der Havelregion werden den Gästen in den kommenden Monaten nicht nur Blütenmeere und Gartenanlagen präsentiert, sondern auch die lokale Landwirtschaft stellt sich und ihre Leistungen vor. Am Standort Amt Rhinow/Stölln zeigt die Agrargenossenschaft Stölln mit Unterstützung des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg und des Forums Moderne Landwirtschaft Gesicht für die moderne Landwirtschaft. Mit großflächigen Plakaten stellt die Agrargenossenschaft ihren landwirtschaftlichen Betrieb vor und informiert über ihre Milchviehhaltung und ihren Ackerbau. Aber nicht nur der eigene Betrieb steht im Fokus der öffentlichkeitswirksam platzierten Plakate, sondern die Leistungen und die Bedeutung der Landwirtschaft in ganz Brandenburg werden den Besuchern vermittelt.

  • Proteinmarkt - Verschiedene Möglichkeiten einer nachhaltigeren Schweinefütterung werden derzeit diskutiert. Neben der Verwendung von alternativen Futtermitteln wie heimischen Körnerleguminosen oder Rapsextraktionsschrot (RES) ist ein weiterer Ansatz, den Rohproteineinsatz zu reduzieren. Eine Absenkung des Rohproteingehaltes ist bei vielen Mastbetrieben möglich. Durch die Absenkung des RP-Gehaltes bei einer zusätzlichen Verwendung von Mineralfuttern oder Ergänzern mit höheren EAS-Gehalten können in der Schweinemast ohne Leistungseinbußen ökonomische und ökologische Vorteile erzielt werden. Die N-Ausscheidungen können durch Verwendung solcher Rationen um bis zu 32% reduziert werden.

  • Am 23. April ist die zehnte Folge des Landwirtschaftsmagazins "Land und Leute" auf ev1.tv gestartet. Einmal im Monat erscheint dieses Magazin rund um die Landwirtschaft im Emsland und der Grafschaft. In der aktuellen Folge wird über die Initiative Tierwohl berichtet, die Anfang April gestartet ist. Stefan Lüken aus Lorup ist Schweinehalter und macht mit. Im Interview erklärt er, warum er dabei ist und was er dafür tun muss.

  • Unter dem Motto "Feeding the Planet, Energy for Life" stellen 144 Nationen und drei internationale Organisationen bis 31. Oktober ihre Beiträge auf der die Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand.vor. Das Zentrum für Integrierte Milchwirtschaftliche Forschung (CIDRe) der Universität Bonn ist Forschungspartner der ARGE Deutscher Pavillon bei der EXPO Milano 2015. Anhand der von den Wissenschaftlern zur Verfügung gestellten Exponate wird im Themenraum "Lebensmittel" im Deutschen Pavillon unter anderem gezeigt, wie eine ausgewogene und nachhaltige Milchwirtschaft der Zukunft aussehen kann. Hintergrund: Die Tierhaltung ist unverzichtbarer Bestandteil der Ernährungssicherung und die weltweite Milchproduktion wird bis 2020 um 153 Mio. Tonnen auf ca. 710 Mio. Tonnen steigen. Ressourcenschonend funktioniert das aber nur mit einer nachhaltigen Intensivierung der Landwirtschaft.

  • Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat in Berlin bereits zum zweiten Mal ihren mit 3 000 Euro dotierten Gerd Sonnleitner-Preis für ehrenamtliches Engagement vergeben. Dr. Horst Reinhardt, Vorstandssprecher der Rentenbank, nahm die Ehrung zusammen mit dem Namensgeber des Preises, Gerd Sonnleitner, Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbands, vor. Preisträgerin 2015 ist Nadine Henke. Die Tierärztin und Landwirtin aus Niedersachsen erhält die Auszeichnung für ihre engagierte wie couragierte Öffentlichkeitsarbeit zur modernen Tierhaltung in Deutschland.

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