Neu: AMG-Maßnahmenplan/Orale Medikation (24.07.2015)

Nach monatelangen Diskussionen wurde die „Verordnung zum Erlass und zur Änderung tierarznei-mittelrechtlicher Verordnungen“ im Bundesgesetzblatt verkündet (Anlage 2). Wesentlicher Teil dieser Verordnung ist § 3 (Schriftlicher Plan), in dem Mindestanforderungen an den Maßnahmenplan nach § 58d Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 AMG definiert werden. Vermutlich werden einige Bundesländer in ihren Vorgaben noch über diese Mindestanforderungen hinausgehen.

 

Ebenfalls in der Verordnung werden einige bislang unverbindliche Vorgaben aus dem Leitfaden zur Oralen Medikation nunmehr verbindlich gemacht. Unter anderem wird in Artikel 2 § 4 vorgeschrieben, dass die Dosiergeräte dem „jeweiligen Stand der Technik“ entsprechen müssen und „so nah wie möglich vor der zu behandelnden Tiergruppe installiert sein müssen“. Außerdem (§ 5) wird vorgeschrieben, dass nach Beendigung der Anwendung „eine Reinigung der verwendeten Anlagen“ zu erfolgen hat.

Das Bundesgesetzblatt Jahrgang2015 Teil I Nr.31, ausgegeben zu Bonn am24. Juli 2015 (Verordnung zum Erlass und zur Änderung tierarzneimittelrechtlicher Verordnungen) ist angefügt

 

Die AVA wird in Kürze entsprechende Fortbildungen an 8 Orten in Deutschland zu diesem Thema anbieten. Ziel ist die Vermittlung von Fachkenntnissen zur Durchführung der oralen Medikation (OAF) durch entsprechende fachbezogene Fortbildung für Tierärzte und Landwirte nach der Leitlinie zur oralen Medikation. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat der erfolgreichen Teilnahme an dieser besonderen OAF-Fortbildung. Diese besondere Fortbildung ist für Landwirte und Tierärzte gleichermaßen vorgeschrieben.  AMG-Maßnahmenplan/Orale Medikation


 
Politik droht Tierärzten mit Entzug des Dispensierrechts
 
Zitat: „Deshalb sollten berufsständische Ethikregeln weiterentwickelt werden. Gelingt dies der Tierärzteschaft nicht, ist sich vorzubehalten, auch das tierärztliche Dispensierrecht zu reformieren“.

 

Gedanken zum Positionspapier „Antibiotika-Reduktionsstrategie weiterentwickeln“ der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion vom 29. Juni 2015. Verfasser: Dr. Leopold Goetze aus Apen. Lesen Sie seine Meinung auf der aho-Seite Dr. Leopold Goetze
 

 

Positionspapier „Antibiotika-Reduktionsstrategie weiterentwickeln“ der Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion vom 29. Juni 2015 SPD-Positionspapier; AB-Reduzierung

 

Antibiotikaabgabe in der Tiermedizin sink weiter

(Pressemeldung vom 28.07.2015, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)

Die Menge der Antibiotika mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen bleibt jedoch im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Im Jahr 2014 wurden in der Tiermedizin 214 Tonnen (ca. 15 Prozent) weniger Antibiotika abgegeben als im Vorjahr und ca. 468 Tonnen (ca. 27 Prozent) weniger gegenüber der ersten Erfassung im Jahr 2011. Das ergab die Auswertung der im Jahr 2014 zum vierten Mal erhobenen Abgabemengendaten für Antibiotika durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Die Abgabemenge der für die Therapie beim Menschen besonders bedeutenden Antibiotikaklassen, Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation, hat jedoch nicht abgenommen und stagniert auf dem Niveau des Vorjahres. Pressemeldung Antibiotikaabgabe


 
AVA zu: "Das Schlachten von trächtigen Kühen darf nur in Ausnahmefällen erfolgen..."
 
lesen Sie hier: AVA
 
AVA-Kurse vermitteln auch Wissen zur Trächtigkeitsdiagnostik

Khe
 
 
Verheizt für billige Milch

„Glückliche Kühe auf saftigen Wiesen - das ist das Bild, mit dem die Milchwirtschaft gerne wirbt. Die Realität ist eine andere: Ausgelaugte Kühe enden krank im Schlachthof“- so die Einleitung der Autoren (die auch schon in der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) eine Reportage zum chronischen Botulismus aufgenommen haben).

Schauen Sie sich das Video in der Mediathek an: Verheizt für billige Milch

Die AVA führt am 18.-19. September 2015 ein 2-tägiges Seminar zur Milchkuhhaltung (vom Kalb zur Milchkuh - vom Kalb zur Mast)) durch. Dabei wird im Seminar deutlich herausgestellt, dass die Kälberernährung der Grundstein einer gesunden Milchviehhaltung ist. Diese neuen Erkenntnisse sind leider noch nicht allzu bekannt. Tierärzte und Landwirte sollten dieses Seminar nutzen, um über die „neuen Anforderungen“ zu informieren, um diese dann in der Praxis umzusetzen. Das Ziel sind gesunde Herden, die gerne ihre Leistung geben.Dazu gehört aber ein ausgefeiltes Management…. .

Anmeldung zum Seminar über die Homepage der AVA oder direkt Anmeldung


Bauer Willi: Fragen eines Bauern an den WWF
 
Zum "Dialog mit der Gesellschaft" gehört auch  dazu, mit den Kritikern der Tierproduktion zu reden. "Bauer Willi"(Autor in der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) ) hat´s getan. Allerdings, so sagt er,  hätte er sich  von der Interviewpartnerin mehr erwartet, als nur das" Herauskopieren der Schlagworte von der eigenen Homepage". Und auch fachlich sei die Dame nicht ganz auf der Höhe ( siehe Leguminosen-Anbau). Und das sind diejenigen, denen "alles" geglaubt wird, und die immer zitiert werden.
 
Lesen Sie das Interview mit Bauer Willi: Interview mit dem WWF
 

 

kuhkopf_01_200.jpgGöttingen (aho) – Seit Jahren wird immer wieder von der Schlachtung gravider Rinder berichtet. Einer Schätzung der Bundestierärztekammer zufolge soll dies in Deutschland jährlich rund 180.000 Rinder betreffen. Prof. Dr. Mechthild Freitag von der Fachhochschule Südwestfalen meldete anlässlich der 15. Haupttagung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) 2015 in Göttingen Zweifel an den kolportierten Zahlen an. Auch wenn diese Zahlen zu hoch gegriffen sein sollten, stellt sich bei jeder Schlachtung eines trächtigen Tieres die Frage nach ethischen Aspekten des Tierschutzes.

 

Freitag, Mechthild
SCHLACHTUNG GRAVIDER KÜHE – EIN PROBLEM IN DEUTSCHLAND?
15. Haupttagung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) 2015 in Göttingen

 
Biogasrestmasse: Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier?

 

Birgt Biogasrestmasse letztendlich nicht doch Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier? Die aktuelle Ausgabe der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA) Nr. 51, 2015, geht dieser Frage nach.

 

In einer Pressemeldung vom 29. April 2015 „Keine Verbreitung von Krankheitserregern durch Biogasanlagen“ (C.A.R.M.E.N. e.V.) wird erklärt, dass bei der Einhaltung der Prozessbedingungen nach derzeitigem Kenntnisstand kein Risiko von Biogasanlagen für die Weiterverbreitung von Krankheitserregern bestehe. Vielmehr seien Biogasanlagen ein Beitrag zur Verringerung ggf. vorhandener Krankheitserreger.

 

Wie man aus der internationalen wissenschaftlichen Literatur der letzten Jahre entnehmen kann, bestehen durchaus starke Bedenken, dass Krankheitserreger durch die Biogasherstellung und der anschließenden Ausbringung der Biogasrestmasse auf Äcker und Wiesen verbreitet werden können. Lesen Sie hier weiter: Biogasgefahr
 
 
Nr. 51 / 2015, Nutztierpraxis Aktuell (NPA) neu erschienen
 
 
NPA 51 - Kopie
 
 
Meldungen aus der Industrie
„Präsidententreffen“ beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts
auf der Insel Riems

Anlässlich der 24. ordentlichen Mitgliederversammlung am 16. Juni konnte der Vorsitzende

des Fördervereins Dr. Gerfried Zeller zahlreiche neue Mitglieder begrüßen, unter Ihnen Dr.
Iris Fuchs, Dr. Rolf Pietschke und Prof. Dr. Rolf Bauerfeind. Zu den Teilnehmern gehörten
mit Prof. Dr. Theo Mantel, Dr. Holger Vogel, VD Dr. Rolf Pietschke und dem Gastgeber Prof.
Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter auch gleich 4 Präsidenten, die die Bundestierärztekammer
(BTK), den Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT), die Landestierärztekammer
(LTK MV) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf dem Riems vertraten.
 
Lesen sie weiter.... Presseinformation
 
"WSJ": Pharmafirma Valeant bietet für Tiermedizin-Hersteller Zoetis
 
Ottawa/Washington (APA/Reuters) - Der kanadische Pharmakonzern Valeant Pharmaceuticals will einem Medienbericht zufolge den US-Tierarzneimittelhersteller Zoetis übernehmen. Valeant sei mit dem Anliegen bereits an Zoetis herangetreten, berichtete das „Wall Street Journal“ (WSJ) am 25.06.2015
lesen Sie hier weiter: "WSJ"
 
 
Ärzteschaft agiert weiter mit Schuldzuweisungen gegen Tierärzte: Lösungsorientierte Diskusion beim Fachgespräch "Antibiotika in der Medizin" erforderlich.
 
Lesen Sie hier weiter, was die aho-Redaktion schreibt Antibiotika in der Medizin
 

Homöopathie - ein Kommentar von AVA-Chef E.G. Hellwig
in topagrar Juli (7) 2015, S. R30
 
In der neuen Ausgabe der topagrar 7-2015 hat AVA-Chef Ernst-Günther Hellwig einen Kommentar zum Beitrag von topagrar in der Maiausgabe kommentiert. Dort wurde eine Tier-Homöopathin vorgestellt, die ach so erfolgreich in der Mastitistherapie arbeitet. Den Beitrag als STANDPUNKT können Sie in der Ausgabe Juli 2015, Seite R30 und R31 lesen.

 
Lieber Verbraucher - unser erster Dialog - vom 24. Juni 2015: Bauer Will schreibt..
 

In meinem Brief habe ich Sie fürchterlich beschimpft. Ich war echt wütend und das haben Sie dann abbekommen. Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen und habe Sie eingeladen. Ich habe Ihnen eben unseren Hightech-Kuhstall gezeigt – mit Melkroboter.  Und nun  sitzen wir noch etwas zusammen. Lassen Sie uns zusammen reden!!!

lesen Sie bitte hier: "Lassen Sie uns zusammen reden"

 
Tierärzte als Sündenböcke für die Humanmediziner?
 
Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery will die Tiererkankungen vorgeben, die evtl. noch mit Antibiotika behandelt werden dürfen. Auch sollen für die Tiermedizin ganze antibiotische Wirkstoffklassen verboten werden, so seine (oder die Meinung aller Humanis?) der Redakteur von "wir sind Tierarzt" Jörg Held hat dies recht gut in seinen Beiträgen veröffentlicht. Siehe den LINK
 
Kurz zuvor hatte Jörg Held berichtet, dass die Humanmediziner alte Zahlen vorlegen und auf Konfrontation gehen. Lesen Sie hier


Massentierhaltung - organisierte Tierquälerei? - "von Bauer Willi"

Massentierhaltung: Ein wunderschöner Begriff um in den Medien Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie ist ein Kampfbegriff gegen jede Form der bäuerlichen Tierhaltung geworden. Und der Chor der Kritiker ist groß: Parteien, Prominente, Tierrechtler, Umweltschützer, Fernsehköche, Pfarrer: alle sind sich einig, dass es „so ja nicht weitergeht“. Jedem Nutztierhalter stehen 80 Mio. sachkundige Tierhaltungsexperten gegenüber, denn jeder unserer Mitbürger glaubt, sich ein Urteil erlauben zu können.

Deshalb möchte ich mal meine Sicht der Dinge erzählen, falls ihr die überhaupt hören wollt…

Lesen Sie weiter in der pdf-Datei Massentierhaltung

 

Antibiotikaresistenzen: DART 2020 - Was kann die Strategie der Bundesregierung?

Wie soll die Ausbreitung Antibiotika resistenter Keime künftig besser eingedämmt werden? Die Bundesregierung hat dazu Mitte Mai 2015 die neue Deutsche Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART 2020) mit einer großen medialen Unterstützung vorgestellt. DART 2020 enthält einen Sechs-Punkte Plan mit einem Bündel an Maßnahmen im Human- und Veterinärbereich.

Hier können Sie die pdf-Datei DART 2020 lesen

 

Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unterstützt die Initiative Tierwohl

durch aktive Fortbildung der Tierärzte

Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) sieht in der Initiative Tierwohl des Fleischhandels einen großen Schritt, um Verbraucher und Schweineproduktion wieder näher „zusammen zu bringen“. Freiwillige Kriterien zur Verbesserung der Haltungs- und Umweltbedingungen über das gesetzliche Maß hinaus stellen hier deutlich die Bemühungen der deutschen Fleischwirtschaft und der Landwirtschaft dar.

 Lesen Sie hier weiter:

Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unterstützt die Initiative Tierwohl

 

 

Übrigens: Die 16. AVA-Haupttagung im nächsten Jahr findet vom 17. bis 20. März 2016 statt.


 Aktuelle Seminare

28.08

PFERDE-Veranstaltungshinweis: Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden

(Veranstaltungsort: Bonner Förderkreis Tierernährung e.V. (BFT), 53115 Bonn)
15.09

KÄLBERINTENSIV - Workshop mit Demonstrationen

(mehrtägig bis zum 17.09)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
18.09

Vom Kalb zur Milchkuh - Vom Kalb in die Mast

(mehrtägig bis zum 19.09)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) Dorfstr. 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
29.09

Intensivworkshop Abdomen Rind

(mehrtägig bis zum 01.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), Dorfstr. 5, D-48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
02.10

Crashkurs zur Rinderhomöopathie für den „normalen Praktiker“ - Grundkurs

(mehrtägig bis zum 03.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
23.10

Die tägliche Herausforderung in der Pferdepraxis: Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber und Nieren, Herpes und andere Fragestellung

(mehrtägig bis zum 24.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
12.11

Der Schweineflüsterer kommt

(mehrtägig bis zum 13.11)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstr. 5, 48612 Horstmar-Leer)

  Aktuelle News

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Aktuelles von Agrar- und Veterinär- Akademie

 

PFERDE-Veranstaltungshinweis für den 28. August 2015 in Bonn:

 

Neue Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden

Mehr Info's zum Pferdeworkshop finden Sie hier: Flyer BFT  und BFT-Pferde-Workshop

 

NEUE Seminare !!!!!

  • Kälberintensiv-Workshop
  • Vom Kalb zur Milchkuh - Vom Kalb in die Mast; Rinderproduktion nach neuester landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaft
  • Abdomen des Rindes
  • Rinderhomöopathie
  • Die tägliche Herausforderung in der Pferdepraxis...
  • Scheinehaltungshygieneverordnung SchHaltHygV

                                                                                                                                                     

Unser Spezial Juli Sommer-Angebot 2015 für Sie:
 
Stoffwechselhandbuch Milchkuh88 Seiten für 5,50 Euro (incl MwST+Porto/Versand 1,90€)  Normalpreis: 10,00 €
Klima & Wetter im Schweinestall: 80 Seiten für  5,50 Euro (incl MwST+Porto/Versand 1,90€)  Normalpreis: 12,50 €

Tagungsheft der 15. AVA-Haupttagung: 176 Seiten für 15,00 Euro +MWST+Porto/Versand (Normalpreis: 48,50€);

Heft 14. Haupttagung: 10,00 Euro+MWST+Porto/Versand

 

                                                                                                                                                      
 
 
Minister Remmel (NRW) läßt nicht locker - Pressemeldung vom 16. März 2015
 

6.03.2015 
Minister Remmel: „Lebensrettende Reserveantibiotika müssen in der Tierhaltung verboten werden“ - NRW-Initiative: Ministerinnen und Minister fordern auf Agrarministerkonferenz gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Nordrhein-Westfalen fordert die Bundesregierung auf, den Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung zu verbieten. Auf der Agrarministerkonferenz fordert NRW in einem Antrag gemeinsam mit Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz vom Bund, schnellst möglich festzulegen, welche Antibiotika in der Humanmedizin als Reserveantibiotika benutzt werden und deshalb auch ausschließlich der Humanmedizin vorbehalten bleiben müssen. Diese sollen dann umgehend in der Veterinärmedizin verboten werden. „Der Einsatz von Antibiotika ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Wir beobachten mit großer Sorge, dass sich bei Menschen verstärkt Resistenzen entwickeln und mitunter lebensrettende Reserveantibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Deshalb müssen Reserveantibiotika der Humanmedizin vorbehalten bleiben und gehören in der Veterinärmedizin verboten“, erklärt Verbraucherschutzminister Johannes Remmel im Vorfeld der am Mittwoch in Bad Homburg beginnenden Agrarministerkonferenz. Die Ministerinnen und Minister fordern in ihrem Antrag eine Übersicht, welche antibiotischen Stoffe oder Stoffgruppen konkret als Reserveantibiotika für die Humanmedizin gelten. 

Antibiotika sind unverzichtbar für die Behandlung von bakteriellen Infektionen beim Menschen. Sie sind nicht nur wichtig, um Infektionskrankheiten und Infektionen durch Krankenhauskeime zu bekämpfen, sie dienen außerdem dazu, Risiken von Komplikationen bei medizinischen Eingriffen zu senken. Doch inzwischen gibt es immer mehr bakterielle Erreger, die resistent gegen eine Behandlung mit antibiotischen Substanzen sind. Besonders besorgniserregend ist, dass auch die Resistenzen gegen die so genannten Reserveantibiotika zunehmen. Diese können für Menschen lebensrettend sein und sind unverzichtbar für die Humanmedizin. Oftmals werden sie jedoch auch im Veterinärbereich eingesetzt. „Diese Medikamente sind oft das letzte Mittel um menschliches Leben zu retten. In der Behandlung müssen sie deshalb eine lebenswichtige Reserve bleiben. Wenn sie ihre Wirksamkeit verlieren, werden Menschenleben aufs Spiel gesetzt“, so Minister Remmel. 

Gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Gemeinsam mit den Ministerinnen und Ministern aus Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz fordert Verbraucherschutzminister Remmel, gesetzliche Regelungen zu schaffen, mit denen der Einsatz von Reserveantibiotika, die in der Humanmedizin benötigt werden, in der Tiermedizin untersagt wird. Andere sollen allenfalls eingeschränkt bei Tieren eingesetzt werden dürfen. In Deutschland fehlt bislang eine belastbare Klassifizierung welche Stoffe und Stoffgruppen überhaupt als Reserveantibiotika gelten. Die World Health Organisation (WHO) stuft beispielsweise die Substanzklassen der Fluorchinolone, der Cephalosporine der 3. und 4. Generation, der Makrolide sowie der Glycopeptide als „critically important antimicrobials“ ein. Verbraucherschutzminister Remmel fordert daher: „Der Bund muss konkret festlegen, welche Substanzen der Humanmedizin vorbehalten bleiben und welche in der Veterinärmedizin verboten werden sollen. Nur so können Resistenzen begrenzt und die Wirksamkeit der Medikamente für den Menschen erhalten werden.“ 

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

Der Einsatz von Antibiotika in der Intensivtierhaltung ist hoch. Das belegen unter anderem mehrere Studien des NRW-Verbraucherschutzministeriums. In der Tiermast ist der Einsatz von antibiotischen Substanzen inzwischen gängige Praxis, die antibiotikafreie Tiermast hingegen nur noch die seltene Ausnahme. Dabei kommen zunehmend auch Reserveantibiotika zum Einsatz. „In vielen Betrieben werden fast alle Nutztiere mit Antibiotika behandelt. Ihre gesundheitliche Anfälligkeit ist oftmals das Ergebnis aus Überzüchtung und unzureichenden Haltungsbedingungen. Wenn wir an die Stellschraube wollen, um diesen massenhaften Einsatz antibiotischer Substanzen zu reduzieren, müssen wir vor allem die Haltungsbedingungen verbessern“, so der Minister. 

Erst Ende letzten Jahres legte das Ministerium einen Fachbericht vor, der offenbarte, dass in NRW in der Putenhaltung neun von zehn Mastdurchgänge mit Antibiotika behandelt werden. Der Bericht kam zu ähnlichen Ergebnissen wie vorherige Studien. So wurde bereits im November 2011 durch die NRW-Hähnchenmaststudie erstmals in der Bundesrepublik in einer umfassenden Erhebung ermittelt, dass auch bei neun von zehn Masthühnern Antibiotika eingesetzt wurden. Die vertiefende NRW-Verschleppungsstudie ergab im Juli 2012, dass Mastgeflügel in NRW offenbar auch außerhalb von Therapiezeiten und teilweise ohne tierärztliche Verordnung in Kontakt mit Antibiotika gekommen ist: In 26 von 42 (rund 62 Prozent) überprüften Ställen wurden auffällige Rückstände antibiotisch wirksamer Substanzen in Tränkwasser ermittelt. Aktuell bereitet NRW eine Bundesratsinitiative für verbindliche Regelungen für die Haltung von Mastputen vor. Darin soll die Bundesregierung aufgefordert werden, die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung mit rechtsverbindlichen Regelungen zur Putenhaltung zu ergänzen. 

Weiteres Thema auf der Agrarministerkonferenz

In einem gemeinsamen Antrag mit Baden-Württemberg fordert Minister Remmel zudem ein Verfahren zur Kennzeichnung von Fleisch zu entwickeln, mit dem die Haltungsverfahren der Tiere erkennbar werden. Remmel: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen es und haben ein Recht darauf zu erfahren, aus welcher Haltungsart Fleisch stammt. Deshalb ist unsere Forderung, Fleisch zu kennzeichnen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen können, wie artgerecht oder intensiv und ausschließlich leistungsorientiert Tiere gehalten wurden. Nur wenn auch ausreichend informiert wird, erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher eine echte Wahlmöglichkeit und können aktiv selber entscheiden, zu welchem Produkt sie greifen möchten.“ Remmel erläuterte, dass Verbraucherinnen und Verbraucher eine solche Wahlmöglichkeit wünschen würden, zeige das Beispiel der Kennzeichnung bei Eiern. „Die nicht artgerechte Käfighaltung bei Legehennen wurde schlussendlich nicht mehr vom Verbraucher akzeptiert und ist mittlerweile verboten.“

                                                                                                                                                      
Antibiotikaleitlinien aktualisiert (3. Auflage, März-2015)

 

Die Antibiotikaleitlinien wurden erstmals  von der Bundestierärztekammer in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden
Veterinärbeamten (ArgeVet) im Jahr 2000 als „Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamen Tierarznei­mitteln“ herausgegeben.
Jetzt gibt es diese Leitlinien in der Dritten Auflage in Hinblick auf den Stand der Wissenschaft und der geltende Rechtslage.
Es ist wichtig, diese Leitlinien immer wieder zu aktualisieren, damit in der Rechtssprechung es nicht zu Irritationen wegen fachlicher Mängel kommt. Denn ein Richter wird die AB-Leitlinien in der Regel adäquat einem Gutachten  sehen.
 
Laden Sie die aktualisierten  AB-Leitlinien hier
 

                                                                                                                                                      

 

Das Ende der BSE-Tests in Deutschland

 
Bei geschlachteten gesunden Rinder und Kühen fällt nun endgültig der BSE-Test weg. Zig Millionen Rinder wurden auf BSE untersucht. Die Feststellung des ersten amtlich durch die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere bestätigten Falles von BSE stammt vom 26. November 2000 (mittels Schnelltest in Schleswig-Holstein entdeckt). Bis zum Februar 2005 wurden in Deutschland rund 360 Fälle offiziell nachgewiesen, davon 65 im Jahr 2004 und 54 im Vorjahr 2003. Im Jahr 2006 gab es 16 nachgewiesene BSE-Fälle. 2007=4 pos. Fälle, 2008=2 pos. Fälle, 2014= 2 Fälle. Insgesamt wurden in all den Jahren der Untersuchungen bei rund 20 Mio Tieren  auf BSE 408 positive Rinder in Deutschland nachgewiesen. Nicht vergessen dürfen wir das Engagement der Tierärztin Margrit Herbst, die Fälle aus den 90er Jahren von erkrankten Tieren öffentlich macht. Sie wurde entlassen und man verbot ihr amtlich den Mund, was jedoch später auf dem Instanzenweg revidiert wurde.

 

 

 

Weitere Details und Begründungen hier.

 

                                                                                                                                                       

 

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Das Tagungsheft der 14. AVA-Haupttagung: 176 Seiten für 10,00 € (zzgl. MwSt & Versand). Normalpreis: 48,50 €

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Chronischer Botulismus - eine Krankheit, die es nicht gibt!!

Im Deutschlandradio wurde am Samstag, 13. Dezember 2014, eine rund einstündige Dokumentation zum Thema "chronischer Botulismus" gesendet. Die Berichterstattung ist journalistisch sehr gut aufgebaut und sehr sehr lobenswert. Es lohnt sich, diesem Beitrag (in einer ruhigen Stunde) zu folgen.

Der Link:  http://www.deutschlandradiokultur.de/tierseuche-botulismus-die-krankheit-die-es-nicht-gibt.958.de.html?dram:article_id=299267


                                                                                                                                                                           


 
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NPA Nummer 49 auf dem Weg zu den Nutztierpraktikern
Die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 49 ist fast fertig gedruckt und wird in Kürze an die Abonnenten ausgeliefert. Auf 72 Seiten werden aktuelle Themen für den Nutztierpraktiker geboten. Besonders interessant in der Ausgabe 49 dürfte der Beitrag von Böhnel/Krüger/Zessin sein, der sich kritisch mit der im September 2014 vorgestellten Studie der TiHo zum chronischen Botulismus auseinandersetzt. Weitere Themen dieser Ausgabe 49 beschäftigen sich mit  Automatischen Melksystemen in der Praxis (Bonsels)- hier ist  ganz besonders der Tierarzt gefragt, denn es öffnen sich sehr viele neue und wichtige Betätigungsfelder;  Mykotoxikosen in Sauenbeständen (Schnurrbusch), eine Studie zur Rindergesundheit in SH (Mahlkow.Nerge); Kalium-ein hinterhältiges Element (Hoffmann) und neben weiteren Artikeln ein Beitrag über die Jungsauenproblematik (Wähner). Seien Sie gespannt auf diese Ausgabe 49. gerne können Sie auch ein Probeexemplar der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA)  anfordern.
 
 

                                                                                                                                                                             

 
Wirksamkeit von Antibiotika erhalten – Einsatz in der Tierhaltung auf vernünftiges Maß reduzieren

 

am 13. November 2014  wurde in der 66. Plenarsitzung zu diesem Thema vorgetragen. Lesen Sie, was die MdB´s Arthur Auernhammer  (CDU/CSU), Dieter Stier  (CDU/CSU), Dr. med. vet. Wilhelm Priesmeier  (SPD), Dr. med. vet. Kirsten Tackmann  (DIE LINKE) und  Friedrich Ostendorff  (B90/GRÜNE) dazu sagen. 
 
Lesen Sie hier das gesamte Protokoll.

 

                                                                                                                                                                               

 

Grüne wollen Arzneimittelrabatte abschaffen, um den Antibiotikagebrauch zu reduzieren

 

Die Fraktion der Grünen geht davon aus, dass  Tierärzte evtl.  übermäßig und ungezielt Antibiotika einsetzen (aus Gewinnsucht??) , und dadurch die Entwicklung von (multi-)resistenten Erregern fördern. 

 

Je mehr (multi-)resistente Erreger vorhanden seien, desto schwieriger werde es, Infektionen, ausgelöst durch diese Keime, zu behandeln.  Lesen Sie hier den vollständigen Antrag der Grünenfraktion.

                                                                                                                                                                               
 

Novemberangebot


Die Planungen für die 15. AVA-Haupttagung vom 26. -29. März 2015 laufen auf Hochtouren, als Einstimmung erhalten Sie den

Tagungsband der 14. AVA - Haupttagung 2014

(146 Seiten mit Beiträgen aus der Schweine- und Rindersektion) für 15,00 € incl MwSt (zzgl. Porto/Verpackung) statt bisher 48,50 €.

Auch als Stick für 15,00 € incl. MwSt (zzgl. Porto/Verpackung) erhältlich.

Zum Tagungsband

 

                                                                                                                                                                                

20.10.2014

Chronischer Botulismus beim Rind existiert.

Die Ergebnisse einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover können  in keiner Weise beweisen, dass es die Krankheit nicht gibt.

Entgegnung zu der Pressemitteilung "Chronischer Botulismus" vom 8.8.2014 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft http://www.bmel.de/DE/Tier/2_Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ChronischerBotulismus.html

 

Zitat: "Ein direkter und deutlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von C. botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei Tieren kann nicht bestätigt werden."

 

unter Bezug auf:

Studie zum chronischen Botulismus Symposium am 12.09.2014 der Tierärztlichen Hochschule Hannover 

 

Zitat: "Wir konnten keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Clostridium botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei einzelnen Tieren bestätigen. Das deutet daraufhin, dass C. botulinum nicht der wesentliche Hauptverursacher des chronischen Krankheitsgeschehen ist“ (Prof. Dr. M. Hoedemaker, Ph.D., Tierärztliche Hochschule Hannover) 

 

Zitat: "Die Untersuchungen der Kotproben ergaben in keinem Fall einen Hinweis auf Botulinum-Neurotoxin. Somit kann die Hypothese des „viszeralen“ oder „chronischen“ Botulismus nicht bestätigt werden" (Dr. C. Seyboldt,Friedrich-Löffler-Institut, Jena) 

 

Zitat: "Die Untersuchung auf Neurotoxin bildende Clostridium spp.-Stämme ergab sowohl bei den Gärsubstratproben als auch Gärrestproben im Mausbioassay ausschließlich negative Befunde. Das heißt, die getesteten Biogasanlagen waren erfreulicherweise frei von Neurotoxin bildenden Cl. botulinum-Stämmen. Abschließend bleibt festzustellen, dass auch aus dieser Studie ein mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen nicht abzuleiten ist und dass sich auch keine Hinweise für die Anreicherung von potenziell pathogenen Keimen während des   Fermentationsprozesses ergeben haben." Prof. Dr. G. Breves, (Tierärztliche Hochschule, Hannover) 

 

 

Bewertung der erzielten Untersuchungsergebnisse und wissenschaftliche Richtigstellungen

 

Die Forschungsvorhaben 2810HS005 und 2810HS038 des BMEL sollten eine Fall-Kontrollstudie durchführen. Bei einem solchen Versuchsaufbau sind entsprechende statistische Anforderungen vorgegeben und einzuhalten.

 

Die untersuchten 139 Betriebe wurden teilweise nach einem bestimmten subjektiven Merkmalsschlüssel ausgewählt. Betriebe mit Botulismus (Erkrankungen, Verdacht, Labornachweis und Impfung) wurden von der Untersuchung ausgeschlossen, obwohl Betriebe mit Clostridien-Mehrfachimpfung (ohne Clostridium botulinum) aufgenommen wurden. Etwa die Hälfte der Betriebe wurde in Schleswig-Holstein durch das dortige Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein nach anderen Kriterien ausgewählt undvorgeschlagen.

 

Die Anzahl der Betriebe, die Auswahl der Betriebe und der einzelnen untersuchten Tiere entsprechen nicht den Anforderungen an eine Fall-Kontrollstudie.

 

Obwohl es sich um ein chronisches Krankheitsgeschehen handelt, wurden die untersuchten Betriebe jeweils nur an einem einzigen Tag, verteilt über alle Jahreszeiten, besucht. Es wurden auch nur ein einziges Mal Proben genommen.. In knapp 25 % der Betriebe wurden Botulinumtoxingene mittels unterschiedlicher molekularbiologischer Verfahren nachgewiesen. In keinem Betrieb wurde Botulinumtoxin in Kotproben gefunden.

 

- Ein negativer Mäusetest auf Botulinumtoxin sagt nur aus, dass der Test negativ, nicht aber dass kein Toxin vorhanden war. Bei chronischen Krankheitsgeschehen kann der Toxingehalt unter der Nachweisgrenze liegen.

- Mit dem Ergebnis einer einzigen Probe kann nicht auf gegebenenfalls Monate zurück liegende auslösende Erkrankungsfaktoren geschlossen werden.

 

Daraus aber verallgemeinernd zu schließen, und glauben zu machen, dass eine chronische Erkrankung von Rindern in den etwa 150000 deutschen Rinderbetrieben nicht auch durch C. botulinum hervorgerufen werden kann, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Auswahl und Zahl der untersuchten Betriebe, Tiere und Einzelproben sind statistisch nicht ausreichend um gesicherte Aussagen zu machen.

 

Die daraus abgeleitete Behauptung, durch die durchgeführte Studie sei nunmehr erwiesen, dass es die Erkrankung "chronischer Botulismus bei Rindern" nicht gäbe, ist somit eindeutig falsch. Deshalb ist die Ablehnung von Anträgen zur Genehmigung einer  spezifischen Impfung gegen Botulismus nicht gerechtfertigt.

 

In Teil 2 des Berichtes wird über "Mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Hühnertrockenkot als Gärsubstrat" berichtet. Diese Problematik wurde unabhängig von den untersuchten Betrieben durchgeführt. Es wurden Proben von 10 niedersächsischen Biogasanlagen durch das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe genommen und an ein anderes Untersuchungslabor als die Rinderproben der Studie geschickt.

 

- Verwertbare technische Angaben zu den Biogasanlagen und den untersuchten Proben fehlen völlig.

- Die Auswahlkriterien für die Betriebe sind nicht angegeben.

- Um eine statistisch verlässliche Aussage zu treffen, müssten von den etwa 1500 niedersächsischen Biogasanlagen bei nur 1% positiver Betriebe 271 Anlagen zufällig ausgewählt und überprüft werden.

- Laut DFG Merkblatt 396 sind je nach Anlagengröße 12-30 Einzelproben zu nehmen und dann entsprechend zu mischen um statistisch aussagefähige Proben zu erhalten.

- Bei einer durchschnittlichen hydraulischen Verweilzeit vo

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ZDS Aktuelles

  • "Tierschutz kostet Geld. Viel Tierschutz kostet viel Geld!" Das sind zwei wichtige Kernaussagen des aktuellen Gutachtens des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarökonomie. Den Schweinehaltern ist das schon lange klar. Viele Landwirte haben viel Geld in die Hand genommen, in der Hoffnung über die "Initiative Tierwohl" eine Refinanzierung zu erhalten. Leider reicht das Geld nicht. Mehr als 2.000 Unternehmen stehen bisher auf der Warteliste. Das ist ärgerlich. Noch ärgerlicher ist es, wenn dieses Engagement nicht gewürdigt wird. "Eine in Beton gegossene Fehlinvestition", wird Friedrich Ostendorff, agrarpolitischen Sprecher der Grünen, auf der Internetseite der ISN zitiert. Gemeinsam mit Anton Hofreiter, dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, hatte er kürzlich den Landwirt Theo Schulze-Wierling auf dessen Hof besucht. Der Landwirt gehört zu den Schweinehalter, die auf der Warteliste der Initiative Tierwohl stehen. Anm. d. Red. : "Landwirtschaft" ist ein Kernthema von Bündnis90/Die Grünen für die nächste Bundestagswahl. Zaghaft bemüht man sich um einen Dialog mit den konventionellen Landwirten, ohne die es nicht geht. Erkannt wird auch, dass nur wirtschaftlich tragfähige Lösungen Voraussetzung für Innovationen sind. Mit dem Zitat polarisiert Ostendorff. Dabei wissen alle Experten, dass es "gute" und "schlechte" Ställe gibt - unabhängig von der Landbau- und unabhängig von der Stallform. Also kein Grund, nicht miteinander zu reden.

  • Bayer CropScience Deutschland hat einen Wettbewerb ausgeschrieben und bittet Landwirte um Fotos, die das persönliche "Erfolgsgeheimnis" lüften. "Was macht dich stark, was macht dich stolz? Dein Trecker, deine Tradition, deine Träume? Egal, was hinter deinem Erfolg steht: halte es fest und zeig‘ es uns!" Die Teilnahme lohnt sich: zu gewinnen gibt es eine Drohne Phantom 2 inklusive GoPro 4 Kamera. Informationen zum Wettbewerb mit den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

  • Die Marktpreise für Schweinefleisch liegen seit Monaten auf einem Niveau, das für viele Tierhalter Existenz bedrohend ist. Auch der Sommer, der den Absatz aufgrund zunehmender Grillnachfrage beleben könnte, ist bisher ausgeblieben. In Frankreich ist die Not so groß, dass die Bauernprotest zunehmen. Die Regierung reagiert hilflos und wirbt für Verzehr heimischen Fleisches.

  • Die deutschen Verbraucher wünschen sich mehr Information über Pflanzenschutz. Nur jeder fünfte fühlt sich zum Thema gut oder sehr gut informiert. Das hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgestellt – die zuständige Fachbehörde für die Sicherheitseinschätzung von Pflanzenschutzmitteln. Gleichzeitig hegen viele Menschen aber ein unzutreffendes Bild von moderner, produktiver Landwirtschaft. Und: Viele haben "diffuse Ängste" (BfR) vor modernem Pflanzenschutz. Ein Einfallstor für einseitige Information und Verunsicherung der Verbraucher. Deshalb hat der Industrieverband Agrar die Aktion "SCHAU ins Feld!" gestartet. Die Aussage: Pflanzenschutz ist sicher. Er unterliegt hierzulande den strengsten Auflagen weltweit. Und er hilft den Landwirten, gesunde, ausreichende und preiswerte Lebensmittel zu erzeugen. Wie eine Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aussähe, möchten wir zeigen. Machen Sie sich selbst ein Bild – und schauen Sie ins Feld! Wussten Sie z.B. dass für gesunde Pflanzen heute 100 Gramm Pfanzenschutzmittel je 10.000 Quadratmeter völlig ausreichen können? Das sind ein 0,01 Gramm je Quadratmeter. Wie bringt der Landwirt ein so geringe Menge so gleichmäßig aus, dass sie überhaupt wirken kann?

  • Tierschutz in Deutschland genießt eine hohe Wertschätzung und er ist gesetzlich im Detail geregelt. Die hoheitliche Überwachung liegt in den Händen der beamteten Tierärzte. Im Bereich der Landwirtschaft hat die Wirtschaft selber unabhängige Kontrollmechanismen geschaffen. Verstöße werden konsequent geahndet. Die Sanktionsstrafen fließen in die Forschung. In Schleswig-Holstein soll jetzt gegen eine Staatsanwältin ermittelt werden, weil es nach Ansicht von betroffenen Tierbesitzern zu "rechtwidrigen Veräußerungen beschlagnahmter Tiere gekommen sei", informiert Hagen Meyer im Internetportal der "Bild" (22.07.15: Justiz ermittelt gegen Staatsanwältin). Der NDR hatte bereits Ende 2014 berichtet.

  • Der Wirkstoff Glyphosat kam in Deutschland erstmals Mitte der 1970er Jahre in dem Pflanzenschutzmittel Round up auf den Markt. Zurzeit sind im Ackerbau 69 Glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel zugelassen. Die Anwendungsgebiete reichen von Einzelpflanzenbehandlungen, über die Bekämpfung von Ausfallgetreide, der Unkraut- und Ungrasbekämpfung, bis hin zur Sikkation in lagerndem Getreide oder Raps. Auf Grund dieses breiten Anwendungsspektrums ist Glyphosat mittlerweile der weltweit am meisten eingesetzte herbizide Wirkstoff. Auf EU-Ebene findet momentan die turnusgemäße Neubewertung des Wirkstoffes als Grundlage für die weitere Zulassung statt. Diese muss bis zum 31.12.2015 erfolgt sein. Zweck eines neuen DLG-Merkblattes ist es, die Relevanz und teilweise Unverzichtbarkeit von Glyphosat aufzuzeigen und Landwirte im Umgang und Einsatz des Wirkstoffs zu unterstützen. Damit einher geht eine Darstellung wichtiger Einsatzgebiete in der Landwirtschaft, deren Bewertung und das Aufzeigen möglicher ackerbaulicher Alternativen zum Glyphosateinsatz. Eine fachliche Bewertung erfolgt nicht. Das BfR hat kürzlich seine FAQ zu dem Wirkstoff aktualisiert.

  • Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden ist mit rund 5.000 Studierenden und mehr als 40 Studiengängen in 8 Fakultäten die zweitgrößte Hochschule der sächsischen Landeshauptstadt. An der Fakultät Landbau/Landespflege ist zum Wintersemester 2017 die Professur (W2) für Tierzucht/Tierhygiene zu besetzen. Das Berufungsgebiet umfasst schwerpunktmäßig die Lehrgebiete: - Anatomie/Physiologie der Haustiere - Tierzucht, genetische Diversität - Tiergesundheitslehre/Tier- und Lebensmittelhygiene - Biotechnik und Biostatistik im Nutztierbereich.

  • In Schweden wurde gerade ein aktueller Bericht "Der Verbrauch von Antibiotika und das Auftreten von Antibiotika-Resistenz in Schweden ' (SVARM 2014 (2015) veröffentlicht. Die Ergebnisse decken sich mit Untersuchungen aus Deutschland: der Großteil resistenter Bakterien wird durch die Humanmedizin verursacht. In dem Bericht wird der Fokus u.a. auf Abwasser und Kläranlagen gelegt, über die Rückstände und resistente Keime in die Umwelt gelangen. An einer Interpretation hat sich David Burch für "Pig Progress" versucht. Anm. d. Red.: In Deutschland wurden die Untersuchungsergebnisse durch zwei Jugend-forscht-Preisträgerinnen erst kürzlich bestätigt.

  • Deutschlandweit werden in dem Themennetzwerk "Sauen mit Ferkeln – Einführung von Gruppenfreilaufbuchten in der Säugeperiode" bis zu fünf Betriebe gefördert, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren als Demonstrationsbetriebe an den Modellvorhaben beteiligen. Die offizielle Bekanntmachung sowie den Fragebogen zur Interessensbekundung für Betriebe können Sie auf der Projektwebsite http://www.mud-tierschutz.de/ herunterladen.

  • (DBV) Höchste Zeit wird es für Landwirte, die am Wettbewerb "BodenWertSchätzen" im Internationalen Jahr des Bodens teilnehmen wollen. Die Bewerbung muss online (www.bodenwertschaetzen.de) bis zum 31. Juli 2015 eingereicht werden, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und der Rat für Nachhaltige Entwicklung rufen mit dem Wettbewerb zum Schutz des Bodens  landwirtschaftliche Betriebe, Institutionen, Domänen, Kommunen, Schulen, Berufsschulen und Einrichtungen des Naturschutzes auf, sich mit "Ideen, Ansätzen und Projekten zum nachhaltigen Umgang mit dem Boden" zu beteiligen.

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