"WSJ": Pharmafirma Valeant bietet für Tiermedizin-Hersteller Zoetis
Ottawa/Washington (APA/Reuters) - Der kanadische Pharmakonzern Valeant Pharmaceuticals will einem Medienbericht zufolge den US-Tierarzneimittelhersteller Zoetis übernehmen. Valeant sei mit dem Anliegen bereits an Zoetis herangetreten, berichtete das „Wall Street Journal“ (WSJ) am 25.06.2015
lesen Sie hier weiter: "WSJ"
 
 
Ärzteschaft agiert weiter mit Schuldzuweisungen gegen Tierärzte: Lösungsorientierte Diskusion beim Fachgespräch "Antibiotika in der Medizin" erforderlich.
 
Lesen Sie hier weiter, was die aho-Redaktion schreibt Antibiotika in der Medizin
 

 
Homöopathie - ein Kommentar von AVA-Chef E.G. Hellwig
in topagrar Juli (7) 2015, S. R30
 
In der neuen Ausgabe der topagrar 7-2015 hat AVA-Chef Ernst-Günther Hellwig einen Kommentar zum Beitrag von topagrar in der Maiausgabe kommentiert. Dort wurde eine Tier-Homöopathin vorgestellt, die ach so erfolgreich in der Mastitistherapie arbeitet. Den Beitrag als STANDPUNKT können Sie in der Ausgabe Juli 2015, Seite R30 und R31 lesen.

 
 
Lieber Verbraucher - unser erster Dialog - vom 24. Juni 2015: Bauer Will schreibt..
 

In meinem Brief habe ich Sie fürchterlich beschimpft. Ich war echt wütend und das haben Sie dann abbekommen. Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen und habe Sie eingeladen. Ich habe Ihnen eben unseren Hightech-Kuhstall gezeigt – mit Melkroboter.  Und nun  sitzen wir noch etwas zusammen. Lassen Sie uns zusammen reden!!!

lesen Sie bitte hier: "Lassen Sie uns zusammen reden"

 
 
Tierärzte als Sündenböcke für die Humanmediziner?
 
Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery will die Tiererkankungen vorgeben, die evtl. noch mit Antibiotika behandelt werden dürfen. Auch sollen für die Tiermedizin ganze antibiotische Wirkstoffklassen verboten werden, so seine (oder die Meinung aller Humanis?) der Redakteur von "wir sind Tierarzt" Jörg Held hat dies recht gut in seinen Beiträgen veröffentlicht. Siehe den LINK
 
Kurz zuvor hatte Jörg Held berichtet, dass die Humanmediziner alte Zahlen vorlegen und auf Konfrontation gehen. Lesen Sie hier


 

Massentierhaltung - organisierte Tierquälerei? - "von Bauer Willi"

Massentierhaltung: Ein wunderschöner Begriff um in den Medien Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie ist ein Kampfbegriff gegen jede Form der bäuerlichen Tierhaltung geworden. Und der Chor der Kritiker ist groß: Parteien, Prominente, Tierrechtler, Umweltschützer, Fernsehköche, Pfarrer: alle sind sich einig, dass es „so ja nicht weitergeht“. Jedem Nutztierhalter stehen 80 Mio. sachkundige Tierhaltungsexperten gegenüber, denn jeder unserer Mitbürger glaubt, sich ein Urteil erlauben zu können.

 

Deshalb möchte ich mal meine Sicht der Dinge erzählen, falls ihr die überhaupt hören wollt…

 

Lesen Sie weiter in der pdf-Datei Massentierhaltung

 

Antibiotikaresistenzen: DART 2020 - Was kann die Strategie der Bundesregierung?

 

Wie soll die Ausbreitung Antibiotika resistenter Keime künftig besser eingedämmt werden? Die Bundesregierung hat dazu Mitte Mai 2015 die neue Deutsche Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART 2020) mit einer großen medialen Unterstützung vorgestellt. DART 2020 enthält einen Sechs-Punkte Plan mit einem Bündel an Maßnahmen im Human- und Veterinärbereich.

Hier können Sie die pdf-Datei DART 2020 lesen

 

 

Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unterstützt die Initiative Tierwohl

durch aktive Fortbildung der Tierärzte

Die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) sieht in der Initiative Tierwohl des Fleischhandels einen großen Schritt, um Verbraucher und Schweineproduktion wieder näher „zusammen zu bringen“. Freiwillige Kriterien zur Verbesserung der Haltungs- und Umweltbedingungen über das gesetzliche Maß hinaus stellen hier deutlich die Bemühungen der deutschen Fleischwirtschaft und der Landwirtschaft dar.

 Lesen Sie hier weiter:

Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unterstützt die Initiative Tierwohl

 

 

 

Übrigens: Die 16. AVA-Haupttagung im nächsten Jahr findet vom 17. bis 20. März 2016 statt.


 Aktuelle Seminare

15.09

KÄLBERINTENSIV - Workshop mit Demonstrationen

(mehrtägig bis zum 17.09)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
18.09

Vom Kalb zur Milchkuh - Vom Kalb in die Mast

(mehrtägig bis zum 19.09)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) Dorfstr. 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
29.09

Intensivworkshop Abdomen Rind

(mehrtägig bis zum 01.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), Dorfstr. 5, D-48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
02.10

Crashkurs zur Rinderhomöopathie für den „normalen Praktiker“ - Grundkurs

(mehrtägig bis zum 03.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
23.10

Die tägliche Herausforderung in der Pferdepraxis: Erkrankungen von Herz, Lunge, Leber und Nieren, Herpes und andere Fragestellung

(mehrtägig bis zum 24.10)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
19.11

Intensivseminar nach Schweinehaltungshygiene (SchHaltHygV)

(mehrtägig bis zum 20.11)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))
11.12

Crashkurs zur Rinderhomöopathie für den „normalen Praktiker“ – Aufbaukurs 1

(mehrtägig bis zum 12.12)(Veranstaltungsort: Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Dorfstraße 5, 48612 Horstmar-Leer (Münsterland))

  Aktuelle News

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Aktuelles von Agrar- und Veterinär- Akademie

 

NEUE Seminare !!!!!

  • Kälberintensiv-Workshop
  • Vom Kalb zur Milchkuh - Vom Kalb in die Mast; Rinderproduktion nach neuester landwirtschaftlicher und tiermedizinischer Wissenschaft
  • Abdomen des Rindes
  • Rinderhomöopathie
  • Die tägliche Herausforderung in der Pferdepraxis...
  • Scheinehaltungshygieneverordnung SchHaltHygV

                                                                                                                                                     

Unser Spezial Juli Sommer-Angebot 2015 für Sie:
 
Stoffwechselhandbuch Milchkuh88 Seiten für 5,50 Euro (incl MwST+Porto/Versand 1,90€)  Normalpreis: 10,00 €
Klima & Wetter im Schweinestall: 80 Seiten für  5,50 Euro (incl MwST+Porto/Versand 1,90€)  Normalpreis: 12,50 €

Tagungsheft der 15. AVA-Haupttagung: 176 Seiten für 15,00 Euro +MWST+Porto/Versand (Normalpreis: 48,50€);

Heft 14. Haupttagung: 10,00 Euro+MWST+Porto/Versand

 

                                                                                                                                                      
 
 
Minister Remmel (NRW) läßt nicht locker - Pressemeldung vom 16. März 2015
 

6.03.2015 
Minister Remmel: „Lebensrettende Reserveantibiotika müssen in der Tierhaltung verboten werden“ - NRW-Initiative: Ministerinnen und Minister fordern auf Agrarministerkonferenz gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Nordrhein-Westfalen fordert die Bundesregierung auf, den Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung zu verbieten. Auf der Agrarministerkonferenz fordert NRW in einem Antrag gemeinsam mit Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz vom Bund, schnellst möglich festzulegen, welche Antibiotika in der Humanmedizin als Reserveantibiotika benutzt werden und deshalb auch ausschließlich der Humanmedizin vorbehalten bleiben müssen. Diese sollen dann umgehend in der Veterinärmedizin verboten werden. „Der Einsatz von Antibiotika ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Wir beobachten mit großer Sorge, dass sich bei Menschen verstärkt Resistenzen entwickeln und mitunter lebensrettende Reserveantibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Deshalb müssen Reserveantibiotika der Humanmedizin vorbehalten bleiben und gehören in der Veterinärmedizin verboten“, erklärt Verbraucherschutzminister Johannes Remmel im Vorfeld der am Mittwoch in Bad Homburg beginnenden Agrarministerkonferenz. Die Ministerinnen und Minister fordern in ihrem Antrag eine Übersicht, welche antibiotischen Stoffe oder Stoffgruppen konkret als Reserveantibiotika für die Humanmedizin gelten. 

Antibiotika sind unverzichtbar für die Behandlung von bakteriellen Infektionen beim Menschen. Sie sind nicht nur wichtig, um Infektionskrankheiten und Infektionen durch Krankenhauskeime zu bekämpfen, sie dienen außerdem dazu, Risiken von Komplikationen bei medizinischen Eingriffen zu senken. Doch inzwischen gibt es immer mehr bakterielle Erreger, die resistent gegen eine Behandlung mit antibiotischen Substanzen sind. Besonders besorgniserregend ist, dass auch die Resistenzen gegen die so genannten Reserveantibiotika zunehmen. Diese können für Menschen lebensrettend sein und sind unverzichtbar für die Humanmedizin. Oftmals werden sie jedoch auch im Veterinärbereich eingesetzt. „Diese Medikamente sind oft das letzte Mittel um menschliches Leben zu retten. In der Behandlung müssen sie deshalb eine lebenswichtige Reserve bleiben. Wenn sie ihre Wirksamkeit verlieren, werden Menschenleben aufs Spiel gesetzt“, so Minister Remmel. 

Gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Gemeinsam mit den Ministerinnen und Ministern aus Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz fordert Verbraucherschutzminister Remmel, gesetzliche Regelungen zu schaffen, mit denen der Einsatz von Reserveantibiotika, die in der Humanmedizin benötigt werden, in der Tiermedizin untersagt wird. Andere sollen allenfalls eingeschränkt bei Tieren eingesetzt werden dürfen. In Deutschland fehlt bislang eine belastbare Klassifizierung welche Stoffe und Stoffgruppen überhaupt als Reserveantibiotika gelten. Die World Health Organisation (WHO) stuft beispielsweise die Substanzklassen der Fluorchinolone, der Cephalosporine der 3. und 4. Generation, der Makrolide sowie der Glycopeptide als „critically important antimicrobials“ ein. Verbraucherschutzminister Remmel fordert daher: „Der Bund muss konkret festlegen, welche Substanzen der Humanmedizin vorbehalten bleiben und welche in der Veterinärmedizin verboten werden sollen. Nur so können Resistenzen begrenzt und die Wirksamkeit der Medikamente für den Menschen erhalten werden.“ 

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

Der Einsatz von Antibiotika in der Intensivtierhaltung ist hoch. Das belegen unter anderem mehrere Studien des NRW-Verbraucherschutzministeriums. In der Tiermast ist der Einsatz von antibiotischen Substanzen inzwischen gängige Praxis, die antibiotikafreie Tiermast hingegen nur noch die seltene Ausnahme. Dabei kommen zunehmend auch Reserveantibiotika zum Einsatz. „In vielen Betrieben werden fast alle Nutztiere mit Antibiotika behandelt. Ihre gesundheitliche Anfälligkeit ist oftmals das Ergebnis aus Überzüchtung und unzureichenden Haltungsbedingungen. Wenn wir an die Stellschraube wollen, um diesen massenhaften Einsatz antibiotischer Substanzen zu reduzieren, müssen wir vor allem die Haltungsbedingungen verbessern“, so der Minister. 

Erst Ende letzten Jahres legte das Ministerium einen Fachbericht vor, der offenbarte, dass in NRW in der Putenhaltung neun von zehn Mastdurchgänge mit Antibiotika behandelt werden. Der Bericht kam zu ähnlichen Ergebnissen wie vorherige Studien. So wurde bereits im November 2011 durch die NRW-Hähnchenmaststudie erstmals in der Bundesrepublik in einer umfassenden Erhebung ermittelt, dass auch bei neun von zehn Masthühnern Antibiotika eingesetzt wurden. Die vertiefende NRW-Verschleppungsstudie ergab im Juli 2012, dass Mastgeflügel in NRW offenbar auch außerhalb von Therapiezeiten und teilweise ohne tierärztliche Verordnung in Kontakt mit Antibiotika gekommen ist: In 26 von 42 (rund 62 Prozent) überprüften Ställen wurden auffällige Rückstände antibiotisch wirksamer Substanzen in Tränkwasser ermittelt. Aktuell bereitet NRW eine Bundesratsinitiative für verbindliche Regelungen für die Haltung von Mastputen vor. Darin soll die Bundesregierung aufgefordert werden, die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung mit rechtsverbindlichen Regelungen zur Putenhaltung zu ergänzen. 

Weiteres Thema auf der Agrarministerkonferenz

In einem gemeinsamen Antrag mit Baden-Württemberg fordert Minister Remmel zudem ein Verfahren zur Kennzeichnung von Fleisch zu entwickeln, mit dem die Haltungsverfahren der Tiere erkennbar werden. Remmel: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen es und haben ein Recht darauf zu erfahren, aus welcher Haltungsart Fleisch stammt. Deshalb ist unsere Forderung, Fleisch zu kennzeichnen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Blick erkennen können, wie artgerecht oder intensiv und ausschließlich leistungsorientiert Tiere gehalten wurden. Nur wenn auch ausreichend informiert wird, erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher eine echte Wahlmöglichkeit und können aktiv selber entscheiden, zu welchem Produkt sie greifen möchten.“ Remmel erläuterte, dass Verbraucherinnen und Verbraucher eine solche Wahlmöglichkeit wünschen würden, zeige das Beispiel der Kennzeichnung bei Eiern. „Die nicht artgerechte Käfighaltung bei Legehennen wurde schlussendlich nicht mehr vom Verbraucher akzeptiert und ist mittlerweile verboten.“

                                                                                                                                                      
Antibiotikaleitlinien aktualisiert (3. Auflage, März-2015)

 

Die Antibiotikaleitlinien wurden erstmals  von der Bundestierärztekammer in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden
Veterinärbeamten (ArgeVet) im Jahr 2000 als „Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamen Tierarznei­mitteln“ herausgegeben.
Jetzt gibt es diese Leitlinien in der Dritten Auflage in Hinblick auf den Stand der Wissenschaft und der geltende Rechtslage.
Es ist wichtig, diese Leitlinien immer wieder zu aktualisieren, damit in der Rechtssprechung es nicht zu Irritationen wegen fachlicher Mängel kommt. Denn ein Richter wird die AB-Leitlinien in der Regel adäquat einem Gutachten  sehen.
 
Laden Sie die aktualisierten  AB-Leitlinien hier
 

                                                                                                                                                      

 

Das Ende der BSE-Tests in Deutschland

 
Bei geschlachteten gesunden Rinder und Kühen fällt nun endgültig der BSE-Test weg. Zig Millionen Rinder wurden auf BSE untersucht. Die Feststellung des ersten amtlich durch die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere bestätigten Falles von BSE stammt vom 26. November 2000 (mittels Schnelltest in Schleswig-Holstein entdeckt). Bis zum Februar 2005 wurden in Deutschland rund 360 Fälle offiziell nachgewiesen, davon 65 im Jahr 2004 und 54 im Vorjahr 2003. Im Jahr 2006 gab es 16 nachgewiesene BSE-Fälle. 2007=4 pos. Fälle, 2008=2 pos. Fälle, 2014= 2 Fälle. Insgesamt wurden in all den Jahren der Untersuchungen bei rund 20 Mio Tieren  auf BSE 408 positive Rinder in Deutschland nachgewiesen. Nicht vergessen dürfen wir das Engagement der Tierärztin Margrit Herbst, die Fälle aus den 90er Jahren von erkrankten Tieren öffentlich macht. Sie wurde entlassen und man verbot ihr amtlich den Mund, was jedoch später auf dem Instanzenweg revidiert wurde.

 

 

 

Weitere Details und Begründungen hier.

 

                                                                                                                                                       

 

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Chronischer Botulismus - eine Krankheit, die es nicht gibt!!

Im Deutschlandradio wurde am Samstag, 13. Dezember 2014, eine rund einstündige Dokumentation zum Thema "chronischer Botulismus" gesendet. Die Berichterstattung ist journalistisch sehr gut aufgebaut und sehr sehr lobenswert. Es lohnt sich, diesem Beitrag (in einer ruhigen Stunde) zu folgen.

Der Link:  http://www.deutschlandradiokultur.de/tierseuche-botulismus-die-krankheit-die-es-nicht-gibt.958.de.html?dram:article_id=299267


                                                                                                                                                                           


 
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NPA Nummer 49 auf dem Weg zu den Nutztierpraktikern
Die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA) Nr. 49 ist fast fertig gedruckt und wird in Kürze an die Abonnenten ausgeliefert. Auf 72 Seiten werden aktuelle Themen für den Nutztierpraktiker geboten. Besonders interessant in der Ausgabe 49 dürfte der Beitrag von Böhnel/Krüger/Zessin sein, der sich kritisch mit der im September 2014 vorgestellten Studie der TiHo zum chronischen Botulismus auseinandersetzt. Weitere Themen dieser Ausgabe 49 beschäftigen sich mit  Automatischen Melksystemen in der Praxis (Bonsels)- hier ist  ganz besonders der Tierarzt gefragt, denn es öffnen sich sehr viele neue und wichtige Betätigungsfelder;  Mykotoxikosen in Sauenbeständen (Schnurrbusch), eine Studie zur Rindergesundheit in SH (Mahlkow.Nerge); Kalium-ein hinterhältiges Element (Hoffmann) und neben weiteren Artikeln ein Beitrag über die Jungsauenproblematik (Wähner). Seien Sie gespannt auf diese Ausgabe 49. gerne können Sie auch ein Probeexemplar der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL(NPA)  anfordern.
 
 

                                                                                                                                                                             

 
Wirksamkeit von Antibiotika erhalten – Einsatz in der Tierhaltung auf vernünftiges Maß reduzieren

 

am 13. November 2014  wurde in der 66. Plenarsitzung zu diesem Thema vorgetragen. Lesen Sie, was die MdB´s Arthur Auernhammer  (CDU/CSU), Dieter Stier  (CDU/CSU), Dr. med. vet. Wilhelm Priesmeier  (SPD), Dr. med. vet. Kirsten Tackmann  (DIE LINKE) und  Friedrich Ostendorff  (B90/GRÜNE) dazu sagen. 
 
Lesen Sie hier das gesamte Protokoll.

 

                                                                                                                                                                               

 

Grüne wollen Arzneimittelrabatte abschaffen, um den Antibiotikagebrauch zu reduzieren

 

Die Fraktion der Grünen geht davon aus, dass  Tierärzte evtl.  übermäßig und ungezielt Antibiotika einsetzen (aus Gewinnsucht??) , und dadurch die Entwicklung von (multi-)resistenten Erregern fördern. 

 

Je mehr (multi-)resistente Erreger vorhanden seien, desto schwieriger werde es, Infektionen, ausgelöst durch diese Keime, zu behandeln.  Lesen Sie hier den vollständigen Antrag der Grünenfraktion.

                                                                                                                                                                               
 

Novemberangebot


Die Planungen für die 15. AVA-Haupttagung vom 26. -29. März 2015 laufen auf Hochtouren, als Einstimmung erhalten Sie den

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20.10.2014

Chronischer Botulismus beim Rind existiert.

Die Ergebnisse einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover können  in keiner Weise beweisen, dass es die Krankheit nicht gibt.

Entgegnung zu der Pressemitteilung "Chronischer Botulismus" vom 8.8.2014 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft http://www.bmel.de/DE/Tier/2_Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/ChronischerBotulismus.html

 

Zitat: "Ein direkter und deutlicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von C. botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei Tieren kann nicht bestätigt werden."

 

unter Bezug auf:

Studie zum chronischen Botulismus Symposium am 12.09.2014 der Tierärztlichen Hochschule Hannover 

 

Zitat: "Wir konnten keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Clostridium botulinum und einem chronischen Krankheitsgeschehen auf Milchviehbetrieben oder bei einzelnen Tieren bestätigen. Das deutet daraufhin, dass C. botulinum nicht der wesentliche Hauptverursacher des chronischen Krankheitsgeschehen ist“ (Prof. Dr. M. Hoedemaker, Ph.D., Tierärztliche Hochschule Hannover) 

 

Zitat: "Die Untersuchungen der Kotproben ergaben in keinem Fall einen Hinweis auf Botulinum-Neurotoxin. Somit kann die Hypothese des „viszeralen“ oder „chronischen“ Botulismus nicht bestätigt werden" (Dr. C. Seyboldt,Friedrich-Löffler-Institut, Jena) 

 

Zitat: "Die Untersuchung auf Neurotoxin bildende Clostridium spp.-Stämme ergab sowohl bei den Gärsubstratproben als auch Gärrestproben im Mausbioassay ausschließlich negative Befunde. Das heißt, die getesteten Biogasanlagen waren erfreulicherweise frei von Neurotoxin bildenden Cl. botulinum-Stämmen. Abschließend bleibt festzustellen, dass auch aus dieser Studie ein mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen nicht abzuleiten ist und dass sich auch keine Hinweise für die Anreicherung von potenziell pathogenen Keimen während des   Fermentationsprozesses ergeben haben." Prof. Dr. G. Breves, (Tierärztliche Hochschule, Hannover) 

 

 

Bewertung der erzielten Untersuchungsergebnisse und wissenschaftliche Richtigstellungen

 

Die Forschungsvorhaben 2810HS005 und 2810HS038 des BMEL sollten eine Fall-Kontrollstudie durchführen. Bei einem solchen Versuchsaufbau sind entsprechende statistische Anforderungen vorgegeben und einzuhalten.

 

Die untersuchten 139 Betriebe wurden teilweise nach einem bestimmten subjektiven Merkmalsschlüssel ausgewählt. Betriebe mit Botulismus (Erkrankungen, Verdacht, Labornachweis und Impfung) wurden von der Untersuchung ausgeschlossen, obwohl Betriebe mit Clostridien-Mehrfachimpfung (ohne Clostridium botulinum) aufgenommen wurden. Etwa die Hälfte der Betriebe wurde in Schleswig-Holstein durch das dortige Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein nach anderen Kriterien ausgewählt undvorgeschlagen.

 

Die Anzahl der Betriebe, die Auswahl der Betriebe und der einzelnen untersuchten Tiere entsprechen nicht den Anforderungen an eine Fall-Kontrollstudie.

 

Obwohl es sich um ein chronisches Krankheitsgeschehen handelt, wurden die untersuchten Betriebe jeweils nur an einem einzigen Tag, verteilt über alle Jahreszeiten, besucht. Es wurden auch nur ein einziges Mal Proben genommen.. In knapp 25 % der Betriebe wurden Botulinumtoxingene mittels unterschiedlicher molekularbiologischer Verfahren nachgewiesen. In keinem Betrieb wurde Botulinumtoxin in Kotproben gefunden.

 

- Ein negativer Mäusetest auf Botulinumtoxin sagt nur aus, dass der Test negativ, nicht aber dass kein Toxin vorhanden war. Bei chronischen Krankheitsgeschehen kann der Toxingehalt unter der Nachweisgrenze liegen.

- Mit dem Ergebnis einer einzigen Probe kann nicht auf gegebenenfalls Monate zurück liegende auslösende Erkrankungsfaktoren geschlossen werden.

 

Daraus aber verallgemeinernd zu schließen, und glauben zu machen, dass eine chronische Erkrankung von Rindern in den etwa 150000 deutschen Rinderbetrieben nicht auch durch C. botulinum hervorgerufen werden kann, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Auswahl und Zahl der untersuchten Betriebe, Tiere und Einzelproben sind statistisch nicht ausreichend um gesicherte Aussagen zu machen.

 

Die daraus abgeleitete Behauptung, durch die durchgeführte Studie sei nunmehr erwiesen, dass es die Erkrankung "chronischer Botulismus bei Rindern" nicht gäbe, ist somit eindeutig falsch. Deshalb ist die Ablehnung von Anträgen zur Genehmigung einer  spezifischen Impfung gegen Botulismus nicht gerechtfertigt.

 

In Teil 2 des Berichtes wird über "Mikrobiologisches Risikopotenzial von Biogasanlagen unter besonderer Berücksichtigung von Hühnertrockenkot als Gärsubstrat" berichtet. Diese Problematik wurde unabhängig von den untersuchten Betrieben durchgeführt. Es wurden Proben von 10 niedersächsischen Biogasanlagen durch das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe genommen und an ein anderes Untersuchungslabor als die Rinderproben der Studie geschickt.

 

- Verwertbare technische Angaben zu den Biogasanlagen und den untersuchten Proben fehlen völlig.

- Die Auswahlkriterien für die Betriebe sind nicht angegeben.

- Um eine statistisch verlässliche Aussage zu treffen, müssten von den etwa 1500 niedersächsischen Biogasanlagen bei nur 1% positiver Betriebe 271 Anlagen zufällig ausgewählt und überprüft werden.

- Laut DFG Merkblatt 396 sind je nach Anlagengröße 12-30 Einzelproben zu nehmen und dann entsprechend zu mischen um statistisch aussagefähige Proben zu erhalten.

- Bei einer durchschnittlichen hydraulischen Verweilzeit von mindestens zwei Monaten sind vier Proben an hintereinander liegenden Tagen als Einzelprobe anzusehen.

 

Statistisch handelt es sich hier um Ergebnisse von Einzelproben, deren Beschaffenheit im Einzelnen nicht erfasst wurde.

 

- Das Eingangsmaterial wurde nicht auf C. botulinum untersucht. Die Nachweisverfahren sind teil

  Aktuelle News des ZDS

ZDS Aktuelles

  • Bei der Lebensmittelerzeugung kommen Zusatzstoffe zum Einsatz, die vielfältige Funktionen übernehmen. Neben der Verbesserung von Back- und Kocheigenschaften, werden Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen aufgewertet oder die Haltbarkeit wird verlängert, in dem z.B. Antioxidantien zugesetzt werden oder Rohstoffe Dank "Chemie" vor Verderb durch Pilze und Insektenfraß geschützt werden. Das soll helfen, eine steigende Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgem. Der Einsatz schont Ressourcen und damit nachhaltig.

  • Vom 22. - 23. September 2015 werden das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in Potsdam zum vierten Mal den Kongress "Biogas in der Landwirtschaft – Stand und Perspektiven" veranstalten. Sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, zunehmende gesellschaftliche Anforderungen und vor allem die zukunftsfähige Energiebereitstellung bedingen notwendige Anpassungen und neue Strategien für Betreiber, Anlagenbauer, Serviceunternehmen und den Forschungs- und Entwicklungsbereich. Im Mittelpunkt stehen hierbei insbesondere die fast 8.000 Bestandsanlagen: welche Entwicklungsmöglichkeiten haben sie und wie können die anstehenden Aufgaben gemeistert werden? Der Kongress wird sich intensiv mit den aktuellen Schwerpunktthemen befassen und neue Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis präsentieren.

  • Deutschland und andere europäischen Ländern sind Gunststandorte für die Landwirtschaft: gute Böden, ausreichend Wasser, gut ausgebildete Menschen. Das weckt Begehrlichkeiten beim Kampf um Ackerflächen. Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat hierzu eine Stellungnahme meit deutlichen Empfehlungen verfasst ("Jagd nach Agrarland – ein Alarmsignal für Europa und eine Bedrohung für bäuerliche Familienbetriebe"). Eine der Empfehlungen darin: "Land ist eine endliche Ressource, weswegen hier nicht die üblichen Regeln des Markts gelten sollten. Die Eigentumsverhältnisse in Bezug auf Land und die Flächennutzung müssen stärker als bisher reguliert werden."  Kritiker werfen der EU zudem vor, durch Direktzahlungen einen Anreiz für Landgeschäfte im großen Stil zu provozieren. Immerhin stehen Landwirten je ha 250 bis 300 Euro / Hektar zu.

  • Am 26. Oktober 2015 startet die DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) wieder Ihr Seminar "DLG-Herdenmanager Schwein". Im Zeitraum von drei Wochen vermitteln Ihnen Experten aus Beratung, Wissenschaft und Praxis das Wissen und Können für ein modernes und nachhaltiges Herdenmanagement. Der DLG-Herdenmanager richtet sich an Betriebsleiter und leitende Angestellte von sauenhaltenden Betrieben. Vorausgesetzt wird eine mindestens dreijährige praktische Berufserfahrung in der Sauenhaltung. Nach erfolgreichem Abschluss des Seminars wird das DLG-Zertifikat Herdenmanager verliehen.

  • Das Unternehmen Boehringer Ingelheim Animal Health möchte Forschungsarbeiten, die zu praxistauglichen PRRS-Kontrollstrategien führen, unterstützen. Zu diesem Zweck sponsert das Unternehmen zum zweiten Mal den europäischen PRRS (Porzines Respiratorisches und Reproduktives Syndrom) Forschungspreis. Die Projektbeschreibungen können bis zum 31. Juli eingereicht werden. Ein unabhängiger Prüfungsausschuss wird drei Projekte auswählen und im Oktober bekannt geben. Es werden Stipendien in Höhe von jeweils 25.000 Euro vergeben.

  • Sie sind beide 115 und führen ihr Alter auf tierische Fette zurück. Davon essen die Italienerin Emma Morano und die Amerikanerin Susannah Jones, beide Geburtsjahr 1899, regelmäßig und viel. Das Internetportal "N24" hat eine Meldung zu den Essgewohnheiten der beiden Damen gebracht. Anm. d. Red.: Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen der Essgewohnheit und dem Alter besteht, darf angezweifelt werden. Der Bericht ist vielmehr ein Beleg, dass es noch Verbraucher gibt, die vollkommen entspannt mit dem Thema Ernährung umgehen. Das ist heute ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Eine Selbstverständlichkeit sollte es dagegen sein, dass auch deutsche Ernährungsberater endlich zur Kenntnis nehmen: die Mär von den schlechten Fetten gehört der Vergangenheit an. Und das ist schließlich wissenschaftlich bewiesen.

  • Durch das Anlegen von Gewässerrandstreifen und immer neuen Bewirtschaftungsbeschränkungen wird die Nutzbarkeit landwirtschaftlicher Flächen an Gewässern immer mehr eingeschränkt. Dies führt nicht nur zu einem Ertragsverlust sondern auch zu einer schleichenden Enteignung in Form einer dauerhaften Wertminderung der betroffenen  Grundstücke. Dr. Christian Halm, Fachanwalt für Agrarrecht, wird sich am 8. Juli 2015 (19:0 Uhr) im Weingut Ihle, 69231 Rauenberg, mit der Frage beschäftigen, ob Anträge auf Befreiung erfolgsversprechend sind. Daneben beschäftigt sich der Vortrag mit der Frage, ob ein Anspruch auf Entschädigung besteht, oder ob hier ein Fall der sog. "Sozialpflichtigkeit des Eigentums" vorliegt, d.h. ob der Eigentümer die Beeinträchtigung entschädigungslos hinnehmen muss.

  • "Die Grünen haben wenige Proben Muttermilch untersuchen lassen und fanden darin Spuren von Glyphosat, einem Pflanzengift. Das sorgte für ein gewaltiges Medienecho. Doch die Studie entbehrt nicht nur jeder wissenschaftlichen Grundlage - sondern schürt auch unbegründet Angst", glauben Ilona Kriesl und Lea Wolz vom "Stern" (01.07.15: Die Mär von der verseuchten Muttermilch) und berufen sich dabei u.a. auf eine gemeinsame Pressemeldung des BfR und der Nationalen Stillkommission. Kollege Hartmut Wewetzer vom "Der Tagesspiegel" hat die Ergebnisse bereits am 26.05. als "Panikmache" entlarvt (26.05.15: Wie gefährlich ist Glyphosat in Muttermilch?). Zwei Beispiele, die Lob verdienen. Ansonsten müsse man einmal mehr allen "Medien" ein profundes "Versagen" unterstellen, glaubt Unternehmensberater und Kommunikationsexperte Hasso Mansfeld (01.07.15: The European: Die Medienmaschinerie der Guten). Das Schlimmste, was mit solchen "Untersuchungen" angerichtet wird, ist, dass Mütter verunsichert werden und Kindern die Muttermilch vorenthalten.

  • Gesunde Ernährung ist auch eine Frage des Einkommens: Menschen mit wenig Geld ernähren sich im Durchschnitt schlechter. Prof. Dr. Hans K. Biesalski, Ernährungsmediziner an der Universität Hohenheim, warnt vor den Folgen vor allem bei Kindern. ... Besonders im Fokus steht bei Prof. Dr. Biesalski die Ernährung von Kindern in den ersten beiden Lebensjahren. "Das sogenannte 1000-Tage-Fenster ist der entscheidende Zeitraum – falsche Ernährung in dieser Zeit hat massive Konsequenzen für die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder", warnt der Experte. Armut sei ein wesentlicher Faktor, der die kognitive Entwicklung der Kinder beeinträchtigt. In der Folge könnten sie schlechtere schulische Leistungen zeigen und auch später im Leben oft noch Probleme haben. Die problematischste Gruppe seien alleinerziehende junge Mütter, die von Hartz IV leben müssen. (idw]

  • L P D - Kontrolle ist gut, bezahlen ist besser …Nach diesem Motto werden Landwirte neuerdings für Untersuchungen im Rahmen der Nationalen Rückstandskontrollen zur Kasse gebeten. "Einzelne Betriebe werden risikobasiert von den Überwachungsbehörden für Stichprobenkontrollen ausgesucht und dürfen als Dankeschön – selbst wenn nichts zu beanstanden ist – auch noch die Zeche bezahlen", kritisiert Landvolkpräsident Werner Hilse diese  Praxis. Das Landvolk Niedersachsen hat eine Reihe Anrufe verärgerter Landwirte erhalten, die kein Verständnis dafür haben, dass sie die Überwachungstätigkeit im Dienste der Allgemeinheit nun bezahlen sollen. Als absolut unangemessen bezeichnet Hilse die Höhe einzelner Gebühren im Vergleich zum tatsächlichen Warenwert. Beträge von mehr als 100 Euro seien leider keine Bagatellen, für ein Honigglas mit 500 Gramm Inhalt könnten es im schlechtesten Fall gar mehr als 750 Euro werden. Anm. d. Red.: Die Gebühren fallen auch bei Lebensmittelkontrollen an. Allerdings haben Restaurants und Einzelhändler i.d.R. die Möglichkeit, die Kosten über höhere Preise an die Verbraucher weiterzureichen. Diese Möglichkeit haben Landwirte nicht. Außerdem führen derartige landesspezifische Besonderheiten zu innerdeutschen Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der zweitwichtigsten niedersächsischen Branche - der Landwirtschaft.

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