Praxisorientierte Fort- und Weiterbildung für Tierärzte, Landwirte und Berater

Durch innovative Fort- und Weiterbildung für Tierärzte, Landwirte und Berater schafft die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) praktische Grundlagen für eine optimierte, moderne Nutztierhaltung. Die AVA hat sich als einer der kompetentesten, praxisorientiertesten und erfolgreichsten Fortbilder im Nutztierbereich etabliert. Jährlich besuchen über 4000 Fachleute in der Tierproduktion die Tagungen, Seminare und Workshops.

Profitieren auch Sie von unserem Know-how!

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Schweinehaltungshygieneverordnung (SchHaltHygV)

Intensivseminar der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) für Tierärzte*innen

am Mo, 17. und 18. Januar 2022

Treffen Sie endlich wieder Kollegen*innen und diskutieren Sie miteinander und mit den Referenten. Erhalten Sie auf einen Schlag 20 ATF Stunden, die als Fortschreiberkurs und auch als Grundkurs (13,5 ATF-Stunden) nach Schweinehaltungshygieneverordnung (SchHaltHygV) von der ATF und den Tierärztekammern anerkannt sind.

Online-Kurse sind als Alternative sicher gut und nötig – besonders in Pandemiezeiten. Aber Präsenstagungen und Präsensseminare, gemeinsam und persönlich mit Kollegen*innen, sind durch nichts zu Ersetzen. Der persönliche Kontakt (face to face) und die Gespräche in und zwischen den Pausen etc. sind das „i-Tüpfelchen“ jeder Präsensveranstaltung. 

Sie erhalten mit der Teilnahme am AVA-SchHaltHygV-Seminar am 17.+18.01.2022 20 ATF-Stunden, die als GRUNDKURS und FORTSCHREIBERKURS anerkannt sind.

Als Referenten stehen Ihnen zur Verfügung:

Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Soest, Prof. Dr. Wilfried Hopp, Soest

FTA für Schweine DVM Herbert Nagel, Geseke, Schweinepraktiker

FTA für Schweine Dr. Torsten Pabst, Dülmen, Schweinepraktiker

Dipl.-Ing. agr. Christian Twehues, Münster, Hygienespezialist 

FTA für Pathologie PhD Dr. Alexander Weiss, CVUM-MEL Münster

Diese erstklassischen Referenten versprechen allesamt eine für die tägliche Schweinepraxis ausgerichtete praxisrelevante Fortbildung.

Diskutieren Sie intensiv mit den Referenten und wenden Sie Aufgefrischtes und Erlerntes - auch in Hinblick auf die entsprechenden wichtigen Gesetze, Verordnungen und Vorgaben der Veterinärbehörden - schon am nächsten Tag in Ihrer Schweinepraxis an.

Das vollständige Programm der Fortbildung nach SchHaltHygV der AVA finden Sie hier -> Programm SchHaltHygV

Hier kommen Sie zur Anmeldung -> Anmeldung


++ NEU ++

22. AVA – Haupttagung
vom 30. März bis 02. April 2022

++ NEU ++

Die 22. AVA-Haupttagung wird von Mittwoch, 30.03., bis Samstag, 02.04.2022, unter den entsprechenden Coronaregeln und nach  Vorgaben der Behörden in Göttingen, im Hotel “Freizeit In“, nach geltenden 2G-Richtlinien (geimpft, genesen)  durchführen. Natürlich hoffen wir, zur Haupttagung aus der "4.Welle" heraus zu sein.

Eine vorläufige Übersicht der geplanten Vorträge/Referenten können Sie bereits hier einsehen Rindersektion → Schweinesektion

Bereits jetzt können Sie sich über den Online-Shop unter dem Punkt Seminare/Workshops zur 22. AVA-Haupttagung anmelden.

Das Anmeldeformular zum ausfüllen finden Sie hier → Anmeldung welches Sie per E-Mail an post@ava1.de  oder auch per Fax senden können.


"Qualhaltung“ in der Nutztierhaltung

 (TVT 12/2021) Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) etabliert den Begriff „Qualhaltung“ in der Nutztierhaltung und fordert Ampelkoalition auf, diese in allen Bereichen abzustellen

„Qualzuchten“ sind laut Tierschutzgesetz verboten. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz fordert zusätzlich den Verzicht auf „Qualhaltungen“. Unter diesem neuen Begriff fasst die TVT die dauerhafte Haltung von Nutztieren in Haltungssystemen und unter Haltungsbedingungen zusammen, die verhindern, dass die Tiere ihre angeborenen Verhaltensweisen ausüben und/oder ihre Grundbedürfnisse ausreichend befriedigen können. Den so gehaltenen Tieren werden dadurch vermeidbare anhaltende Schmerzen, Schäden und Leiden zugefügt.

Im Koalitionsvertrag hat die neue Regierung angekündigt, dass die Landwirte dabei unterstützt werden sollen, die Nutztierhaltung in Deutschland artgerecht umzubauen. Laut Vertrag wird die Investitionsförderung künftig nach den Haltungskriterien ausgerichtet und in der Regel nur nach den oberen Stufen, also nicht bei extremen Qualhaltungen, gewährt.

Schon 2020 hatte der Deutsche Ethikrat festgestellt, dass es zwischen den Vorstellungen von einer angemessenen Tierhaltung und der in vielen Bereichen üblichen Praxis erhebliche Differenzen gibt. Der in aller Regel freundlichen Zuwendung gegenüber Haustieren auf der einen Seite, stehen teilweise nicht akzeptable Zustände in der Nutztierhaltung gegenüber, die die meisten Menschen ablehnen. Damit ist der Umbau der derzeitigen Nutztierhaltung nötig, hin zu tiergerechteren Haltungssystemen (mehr Platz, Zugang zu Frischluft, strukturierte Buchten mit Einstreu und Möglichkeiten der Beschäftigung), den Bedürfnissen der Tiere angemessenen Betreuungsintensitäten sowie das Unterlassen von die Tiere verstümmelnden Maßnahmen wie das Schwänzekupieren und Schnäbelkürzen. Gute Vorschläge dazu, wie der Erneuerungprozeß sofort angegangen werden kann, wurden unter der letzten Regierung durch das „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“, der sogenannten Borchert-Kommission, bereits vorgelegt. Leider ist davon im Koalitionsvertrag nichts mehr zu lesen.

„Wir befürchten, dass jetzt wieder Kommissionen und Gremien sich damit beschäftigen müssen, wie der Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung erfolgen soll“, so Andreas Franzky, Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. „Damit würden wieder Jahre ins Land gehen ohne dass sich etwas ändert. Die zukünftige Regierung muss sich dann daran messen lassen, dass die vorliegenden Ergebnisse genutzt und zeitnah, ohne jahrzehntelange Übergangsfristen umgesetzt werden. Qualhaltung darf in der kommenden Regierung keine Zukunft haben“ .

Die TVT ist ein Zusammenschluss aus deutschlandweit mehr als 1.500 Tierärztinnen und Tierärzten, die sich ehrenamtlich für den Schutz und die Sicherung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Tieren einsetzen. Sie erarbeiten Merkblätter, Stellungnahmen, Gutachten und Leitlinien zu aktuellen Tierschutzthemen und arbeiten in verschiedenen Kommissionen und Beiräten mit. Die TVT kümmert sich um die aktuell drängenden Probleme z. B. in der Zucht (Defekt- und Extremzüchtungen), Haltung und Betreuung von Heim- und Nutztieren, bei Tiertransporten und Schlachtung sowie bei Tierversuchen, bei Tieren im Sport, in Zoos und Zirkussen oder im sozialen Einsatz.


Prominente und Fachleute appellieren: Reserveantibiotika raus aus der industriellen Tierhaltung

Am 18.11. 2021 ist Europäischer Antibiotikatag – 25 Verbände schicken mit prominenter Unterstützung einen Appell an EU- und Bundespolitik: Resistenzen gegen wichtigste Antibiotika für Menschen eindämmen.

Wichtigste Antibiotika, die bei Menschen erst dann eingesetzt werden, wenn andere schon nicht mehr wirken, dürfen nicht in der industriellen Tierhaltung verwendet werden. Die Politik muss alle Möglichkeiten nutzen, um die Wirksamkeit von Reserveantibiotika sicherzustellen und die Resistenzentwicklung zu bremsen. Dafür machen sich Prominente und Experten sowie 25 Verbände aus Human- und Veterinärmedizin sowie #Umwelt- und Tierschutz gemeinsam stark. Der Appell ist initiiert worden von der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation  Germanwatch und der BUKO Pharma-Kampagne, die sich für eine global gerechte Arzneimittelversorgung einsetzt. Er wird zum morgigen Europäischen Antibiotikatag veröffentlicht.

Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Fernsehmoderator sowie Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, erläutert: »Es gibt immer mehr resistente Keime. Expertinnen und Experten schätzen, dass zehn Millionen Menschen bis zum Jahr 2050 an diesen resistenten Keimen sterben könnten. Antibiotikaresistenzen sind eine der größten Herausforderungen für die globale Gesundheit. Daher fordern wir auf der europäischen und nationalen Ebene, Reserveantibiotika das sein zu lassen, was der Name sagt: Reserve. Sie sollten im Sinne eines One-Health-Ansatzes sinnvoll verwendet werden und nicht in der industriellen Tierhaltung zum Einsatz kommen.«

Auch Dr. Jana Schroeder, Infektiologin und Chefärztin des Instituts für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie der Stiftung Mathias-Spital, äußert sich deutlich: »Die meisten Menschen sterben nicht am Infarkt, sondern am Infekt! Wir müssen dafür Sorge tragen, dass diese wertvollen Medikamente auch in Zukunft noch ihre Wirksamkeit behalten und eingesetzt werden können.«

Kritische Stimmen kommen zudem von Sarah Wiener, prominente Köchin, Landwirtin, Europaabgeordnete und Vorsitzende einer Antibiotika-Fachgruppe im Europaparlament, sowie von Tiemo Wölken, gesundheitspolitischer Sprecher der Europa-SPD und Co-Vorsitzender der Antibiotika-Fachgruppe im Europaparlament; ebenso von Dr. Rupert Ebner, Tierarzt für Tiere in der Landwirtschaft und Autor des Buches »Pillen vor die Säue«, und von Dr. Fred Willitzkat, praktizierender Tierarzt und Vorsitzender von »Tierärzte im Notdienst International« (Zitate am Ende der PM).

Möglichkeit für Verbot in der Massentierhaltung ist jetzt vorhanden

Konstantinos Tsilimekis, Leiter des Teams Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch, erläutert, was jetzt passieren muss: »Die neue EU- Tierarzneimittelverordnung tritt nächstes Jahr in Kraft und wird derzeit ausgestaltet. Die EU-Kommission muss diese Chance nutzen, um den Gebrauch von Antibiotika, die von der Weltgesundheitsorganisation als ›Antibiotika der höchsten Priorität‹ eingestuft werden, so streng wie möglich zu regulieren. Das Gleiche gilt für die kommende Aktualisierung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie – hier muss die neue Bundesregierung unbedingt tätig werden.« Zudem müsse die aktuelle Revision der EU-Tierschutzgesetzgebung genutzt werden, um vorbeugend mehr für die Tiergesundheit zu tun und so den breitflächigen Einsatz von Antibiotika unnötig zu machen.

Dass es bei all dem nicht allein um Europa, sondern um die globale Gesundheit geht, betont abschließend Claudia Jenkes, Geschäftsführerin der BUKO Pharma-Kampagne: »Erste Erregerstämme, gegen die kein einziges Mittel mehr hilft, tauchen schon heute an verschiedensten Orten der Welt auf. Denn seit Jahrzehnten werden Antibiotika bei Mensch und Tier zu sorglos eingesetzt. Europa sollte durch eine strengere Regulierung mit gutem Beispiel vorangehen und seiner weltweiten Verantwortung gerecht werden. Schließlich landen mit resistenten Erregern belastete Tierprodukte weltweit auf dem Teller von Verbraucherinnen und Verbrauchern.«

Weitere Zitate von Unterstützern des Appells

Sarah Wiener: »Um Antibiotikaresistenzen wirkungsvoll vorzubeugen, müssen wir die Tierhaltung grundlegend reformieren und dieser Prozess muss zwingend mit der der Zucht beginnen. Es braucht aber auch strengere Gesetze, vor allem für den Einsatz von Reserveantibiotika: Diese müssen ausschließlich den Menschen vorbehalten sein - mit strikten Ausnahmen nur für die Einzeltierbehandlung, zum Bespiel bei Haustieren.« Sarah Wiener, Europaabgeordnete, Vorsitzende der »AMR Interest Group« im Europaparlament, Köchin.

Tiemo Wölken: »Das Problem der Antibiotikaresistenzen muss vor allem politisch gelöst werden. Wir haben es hier in der Hand gesetzliche Regelungen zu schaffen, um den Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung weiter zu senken und auch deutlich weniger notwendig zu machen. Die allerwichtigsten Antibiotika für den Menschen müssen dabei besonders geschützt werden.« Tiemo Wölken, gesundheitspolitischer Sprecher der Europa SPD und Co-Vorsitzender der Antibiotika-Fachgruppe im Europaparlament.

Rupert Ebner: »Antibiotika dürfen keine Betriebsmittel in der Tierhaltung sein – in unser aller Interesse. Deshalb müssen wir den Landwirten Mittel in die Hand geben und Wege aufzeigen, Tiere ohne Antibiotika aufziehen und halten zu können.« Dr. Rupert Ebner, Tierarzt für Tiere in der Landwirtschaft und Autor des Buches »Pillen vor die Säue«.

Fred Willitzkat: »Den Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung müssen wir in der Veterinärmedizin stark reduzieren, wollen wir diese wertvolle Medikamentengruppe nicht verlieren. Zur Tiergesundheit gehört auch die Reform der heute dominierenden Tierzucht und -haltung. Tierbesatzdichten und -bestände sind deutlich zu reduzieren. Und auch im Haustiersektor erfordert nicht jede Krankheit, nicht jede Operation eine Antibiose. Ganz im Gegenteil: gerade ohne Antibiotika lassen sich oftmals sehr viel bessere Behandlungserfolge erzielen als mit.« Dr. Fred R. Willitzkat, praktizierender Tierarzt, Vorsitzender von »Tierärzte im Notdienst International«.

Lesen Sie hier → Prominente und Fachleute appellieren


...wenn ich kein Tierarzt bin, sondern ein "normaler Verbraucher", dann würde sich mir der Magen rumdrehen. "Versteckte Antibiotika" - "davon kann ich doch sicher auch sterben....... aber ein schlechtes Gewissen bekomme ich ganz sicher....."

Deutsche nehmen 219 Dosen verstecktes Antibiotika durch Fleisch zu sich

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika.  Bild: Blitzrechner Fotograf: www.blitzrechner.de

Am 18.11.2021 ist der Europäische Antibiotika-Tag. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf den effektiven Einsatz von Antibiotika zu lenken. Während die verschriebenen Mengen in der Humanmedizin zurückgehen, werden weiterhin enorme Mengen Antibiotika in der Massentierhaltung eingesetzt.

Ein neu entwickelter Online-Rechner zeigt die Auswirkungen des eigenen Ernährungsverhaltens auf: Insbesondere versteckte Antibiotika, die über den Verzehr von Fleisch verbraucht werden, werden berechnet. Das Ergebnis überrascht.

Wie viele Antibiotika verbraucht der eigene Konsum?

Der Fleisch-Rechner der Plattform blitzrechner.de ermittelt den aktuellen Fleischkonsum und errechnet, wie viele Antibiotika und Ressourcen durch diesen Konsum verbraucht werden. Die Zahl ist erschreckend. Deshalb erfährt der Nutzer im gleichen Schritt, wie viele Antibiotika und Ressourcen sich einsparen lassen, wenn - zumindest ein Teil des Fleisches - durch eine alternative Proteinquelle ersetzt werden würde.

Wer Fleisch isst, sorgt in 10 Jahren für den Einsatz von durchschnittlich 219 Antibiotika-Dosen

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der präventive Einsatz von Antibiotika. Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden können, werden sie häufig behandelt bevor sie erkranken. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr meist gleich die ganze Herde nochmals behandelt.

Lesen Sie hier weiter → Deutsche nehmen 219 Dosen verstecktes Antibiotika durch Fleisch zu sich

was direkt auf der Seite des "Blitzrechners/Fleisch steht- ist noch viel "brutaler". Lesen Sie mal. (Aber nur, wenn Sie entspannt sind)

...Kein bewusster Mensch möchte durch seinen Konsum willentlich Klima oder Umwelt schädigen. Doch viele Menschen wissen gar nicht, wie mächtig ihr eigener Konsum ist. Der Fleischrechner zeigt Ihnen, wie viel Fleisch Sie im Laufe der Zeit essen. Welche Ressourcen dafür verbraucht werden. Und inwieweit Klima und Umwelt entlastet werden, wenn Sie Fleisch durch eine vegetarische Alternative ersetzen.

Fleischkonsum: Der Status Quo

...Wussten Sie, dass jeder Deutsche pro Jahr über 60 Kilogramm reines Fleisch verbraucht?¹ ² Das bedeutet: Innerhalb von 10 Jahren verzehrt jeder Durchschnittsdeutsche ein halbes Rind, viereinhalb Schweine und 117 Hühner. Seit 1850 hat sich der Fleischkonsum in Deutschland pro Kopf übrigens vervierfacht, seit 1950 ungefähr verdoppelt.³ Und das ist ein Problem. Denn die Fleischerzeugung hat vielfältige Auswirkungen auf Klima und Umwelt....

...Fakt ist: In der konventionellen Massentierhaltung sind die Bedingungen schlechter als in der Ökohaltung. Leider beziehen die meisten Menschen ihr Fleisch nicht vom Biobauern auf dem Land, sondern vom Discounter um die Ecke. Woher das abgepackte Fleisch aus der Kühltheke stammt, wissen mittlerweile selbst die Menschen, die sich kaum bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Ob man Massentierhaltung noch als gesund und richtig bezeichnen kann, ist bei dem nötigen Antibiotikaeinsatz fraglich....

Zu lesen bei Blitzrechner → Der Fleisch-Rechner: Konsum, Auswirkungen, Klima


Tierschutznutztierhaltungsverordnung: Überarbeitung der Ausführungshinweise von Oktober 2021

Anlage 2 zum Handbuch Ausführungshinweise: Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung i. d. F. v. 30. Nov. 2006 (BGBl. I S. 2759), zuletzt geändert durch Artikel 1a der Verordnung vom 29. Januar 2021 (BGBl. I S. 146), Abschnitt 5, Anforderungen an das Halten von Schweinen

H 2 Ausführungshinweise Schweine 2021-09 AGT-Beschluss 2021-10.

Bitte beachten Sie: Mit dieser Veröffentlichung ist die Anlage 2 im "Handbuch Tierschutzüberwachung in Nutztierhaltungen" vom Dezember 2019 nicht mehr gültig.

Hier können Sie die Ausführungshinweise für Schweine lesen.


Neuigkeiten zur Antibiotikaminimierung aus dem LAVES

Tierärztekammer Niedersachsen, 01. Okt 2021 

Am 1. November 2021 tritt das 17. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes in Kraft. Über die wesentlichen, Sie als praktizierende Kolleginnen und Kollegen betreffende Änderungen, möchten wir Sie hiermit informieren:

1. Angabe des Anwendungs- oder Abgabedatums des Arzneimittels

Beim Einsatz von Arzneimitteln, die antibakteriell wirksame Stoffe enthalten, muss bei der Mitteilung nach § 58b AMG zukünftig das Datum der ersten Anwendung oder das Abgabedatum des Arzneimittels angegeben werden.

2. Verpflichtende Nullmeldung

Auch wenn in einem Halbjahr keine Arzneimittel mit antibakteriell wirksamen Stoffen angewendet worden sind, muss dies der zuständigen Behörde mitgeteilt werden (sog. verpflichtende Nullmeldung).

3. Schriftliche Versicherung auch elektronisch

Die Versicherung des Tierhalters, dass er sich an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat, kann zukünftig auch elektronisch direkt in HI-Tier erfolgen.

4. Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim als ein Wirktag

Arzneimittel mit der Wirkstoffkombination von Sulfonamiden und Trimethoprim werden zukünftig nicht mehr mit doppelten Wirktagen gezählt.

Wechsel der Zuständigkeit zum 01.01.2022

Des Weiteren möchten wir Sie darüber informieren, dass zum 01.01.2022 die Zuständigkeit für die Überwachung des Antibiotikaminimierungskonzeptes auf die Landkreise und kreisfreien Städte übertragen wird.

Das bedeutet, dass die für den jeweiligen Tierhaltungsbetrieb zuständige kommunale Veterinärbehörde Ihr Ansprechpartner zu Themen der Antibiotikaminimierung ist, die Maßnahmenpläne entgegennimmt und prüft sowie die diesbezüglichen Kontrollen auf den tierhaltenden Betrieben durchführt.

Im Hinblick auf den Wechsel der Zuständigkeit können die Maßnahmenpläne ab dem 1. Halbjahr 2021 bereits bei der zuständigen Veterinärbehörde eingereicht werden. Ab dem 01.01.2022 sind die Maßnahmenpläne ausschließlich an das zuständige Veterinäramt zu übersenden.

Der Hintergrund:

Die 17. Novelle des Arzneimittelgesetzes ist eine planmäßige Verbesserung des nationalen Konzepts zur flächendecken­den Minimierung des Anti­biotikaeinsatzes. Dieses Konzept wurde mit der 16. Novelle des Arzneimittel­gesetzes vorgelegt und trat am 1. April 2014 in Kraft.

Ziele sind:

  1. die Anwendung von Antibiotika für die Mast von Ferkeln, Schweinen, Kälbern, Rindern, Hühnern und Puten reduzieren,
  2. den zuständigen Behörden eine effektive Überwachung ermöglichen

Die 16. Novelle etablierte ein Benchmarking-System. Kern­gedanke ist der Vergleich der individuellen Therapiehäufig­keit eines Betriebes mit Kennzahlen zur bundesweiten Therapie­häufigkeit. Der Vergleich erfolgt getrennt nach Nutztierarten und Altersklassen.

Tierhalter, die eine bestimmte Anzahl Rinder, Schweine, Puten oder Hühner gewerbsmäßig für die Fleisch­erzeugung halten, haben halbjährlich Daten zur Tierhaltung und zu Antibiotikaaanwendungen mitzuteilen. In MV erfolgt dies an das LALLF.

Das 16. Änderungsgesetz verankerte die Pflicht einer Evaluierung bis 2017. Die zentrale Auswertung der Evaluierung belegte bei den sechs Nutzungsarten einen Rückgang des Antibiotika­einsatzes gegenüber 2014 um insgesamt 31,6 Prozent und damit die Wirksamkeit des Konzepts, zeigte jedoch auch erforderliche Präzisierungen auf, um die er­forderliche Qualität der übermittelten Daten zu verbessern. Dies sollte durch das 17. Änderungs­gesetz erfolgen.

Änderungen AMG

SYNOPSE ALLER ÄNDERUNGEN DES AMG AM 01.11.2021

Diese Gegenüberstellung vergleicht die jeweils alte Fassung (linke Spalte) mit der neuen Fassung (rechte Spalte) aller am 1. November 2021 durch Artikel 1 des 17. AMGÄndG geänderten Einzelnormen. Synopsen für andere Änderungstermine finden Sie in der Änderungshistorie des AMG.

Hier lesen Sie die Gegenüberstellungen "alt" und "neu" → Synopse aller Änderungen des AMG am 01.11.2021


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