Praxisorientierte Fort- und Weiterbildung für Tierärzte, Landwirte und Berater

Durch innovative Fort- und Weiterbildung für Tierärzte, Landwirte und Berater schafft die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) praktische Grundlagen für eine optimierte, moderne Nutztierhaltung. Die AVA hat sich als einer der kompetentesten, praxisorientiertesten und erfolgreichsten Fortbilder im Nutztierbereich etabliert. Seit über zwanzig Jahren besuchen eine große Vielzahl von Tierärzten, Landwirten und Beratern der Tierproduktion die Tagungen, Seminare und Workshops der AVA. In Zeiten der Coronapandemie werden von der AVA auch eine Reihe von Online-Seminaren angeboten.

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AVA-Online-Fortbildungen im Februar 2023 

AVA Online-Fortbildung

Online - Wozu brauchen Tierärzte Menschenkenntnis?

07. Februar 2023 – 19:00 – 21:30 Uhr

Referent: Dr. Peter-Nahne Jens, Tierarzt und Managementtrainer

Der Tierarzt und Managementtrainer Dr. Peter-Nahne Jens wird Ihnen sehr kurzweilig er-klären, wie Sie ticken und wie Ihre Mitmenschen (Kunden oder Mitarbeiter) ticken. 

AVA-Online-Fortbildung für den Schweinepraktiker/-in

08. Februar 2023 – 19:00 – 21:30 Uhr

1. Vortrag: Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration – ein Update

2. Vortrag: Einsatz von organischem Beschäftigungsmaterial und Raufutter in der Schweinehaltung anhand der Vorgaben der aktuellen TierSchNutztV und der ITW

Referenten: Dr. Stephan Galland, Tierarzt bei Zoetis und Prof. Dr. agr. Martin Ziron, Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Fachgebiet Tierhaltung

2-Webinare für den Schweinepraktiker/-in

13. Februar 2023 – 19:00 – 21:30 Uhr

1. Vortrag: Lungenveränderungen beim Schwein – von der Morphologie zur Ursache

2. Vortrag: Rotlauf – eine fast vergessene und unterschätzte Erkrankung?

Referenten: Dr. Alexander Weiss, Münster und Franz-Josef Koch, Gießen

Auch kurzfristig können Sie sich bis 1 Stunde vor Seminarbeginn hier anmelden.


Tier-Antibiotikaeinsatz reduzieren – Ziel von Tiermedizin und Landwirtschaft

AVA-Online-Fortbildungen im Januar 2023 u.a. zum Thema Tierarzneimittelgesetzgebung und Umsetzung. Neues TAMG in der Kritik von Tierärzten und Landwirten

Die Menge eingesetzter für Tiere zugelassene Antibiotika in der Nutztiermedizin wurde  innerhalb der letzten 10 Jahre  um rund 65 % verringert.  Dies  ist allein dem gewissenhaften und verantwortungsbewussten Handeln von Tierärzten und Landwirten zu verdanken. „Wir haben allesamt in den letzten 20 Jahren sehr viel über den Einsatz von  Arzneimitteln und besonders Antibiotika in der Tierhaltung gelernt, was vorher selten wissenschaftlich untersucht und in der Praxis kaum bekannt war. Das hat sich heute grundlegend geändert. Im Jahr 2021 konnte im Vergleich zu 2017 ein Rückgang der Antibiotikaanwendung von  nahezu 20 Prozent erzielt werden, wie Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) belegen.

Im Tierarzneimittelgesetz (TAMG) wird geregelt, dass der Einsatz von Antibiotika bei Rindern, Schweinen, Hühner oder Puten zur Lebensmittelgewinnung zu dokumentieren und an die zuständigen Landesbehörden übermittelt werden muss. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat diese Daten im Zeitraum von 2018 bis 2021 ausgewertet. Fakts: Bei allen Tieren wurden 2021 im Vergleich zu 2017 mindestens 18% weniger Tier -Antibiotikaanwendungsmengen und Therapiehäufigkeiten beobachtet, was einer Reduktion von rund 78 Tonnen geringerer Antibiotika-Einsatz bedeutet ( minus 18%).

Diese BfR- Zahlen zeigen, dass die nationale Antibiotikaminimierungsstrategie wirkt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat unter Zustimmung des Bundesrates nun in einem Gesetzgebungsverfahren das TAMG aktuell noch einmal verschärft; das Reduktionskonzept soll sich weiter etablieren. Zusätzlich wurden die Antibiotika Colistin, Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation in das Antibiotika-Minimierungskonzept mit aufgenommen. Die Einführung von Gewichtungsfaktoren  erhöht die Anzahl der Behandlungstage auf das Dreifache beim Einsatz von kritischen Antibiotika wie z. B. Colistin, wodurch die Therapiehäufigkeit fälschlicherweise erhöht wird und viele Tiere jetzt nicht mehr die nötigen therapeutischen Maßnahmen erhalten. 

Das Landwirtschaftsministerium scheint nicht anzuerkennen zu wollen, dass das Antibiotikaminimierungskonzept seit 10 Jahren sehr erfolgreich greift. Tierärzte und Landwirte haben sich seit vielen Jahren klar zum Ziel  bekannt, den Antibiotikaeinsatz auf das therapeutisch notwendige Maß zu begrenzen. Auch die pauschale politische Forderung der Antibiotikareduktion um 50 % wird ohne jegliche Bezugsgröße im aktuellen Gesetz aufgeführt. Pressemeldungen des Landwirtschaftsministeriums sprechen immer noch vom „übermäßigen Antibiotikaeinsatz  in Tierhaltungen...“, ohne den bisherigen Erfolg der Antibiotikareduzierung um 65% der letzten 10 Jahre anzuerkennen . Hier scheinen politisch populistische Aussagen wichtiger zu sein als wissenschaftliche Fakten. Es werden bewusst „Fake-News“  veröffentlicht, um sich wohl in der Wählergunst positiv darzustellen.  Eine Minimierung des Antibiotikaeinsatzes auf Null ist  weder möglich noch zielführend. Institutionen, wie z.B. die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Steinfurt, suchen den intensiven Kontakt mit dem LM-Ministerium, dem auch die Tiermedizin angegliedert ist, aber es werden  oft „Zeitgründe“ u. co.  vorgeschoben, um sich nicht der Diskussion  mit Nutztierärzten stellen zu müssen. „Das ist mehr als peinlich und zeigt die Ignoranz und Überheblichkeit“, so Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Fachtierarzt für Schweine und Agrarwissenschaftler Ernst-Günther Hellwig. 

Vergleichen wir den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin, scheinen wir in einer „anderen Welt“ zu leben. Oft werden Antibiotika ohne klinische Untersuchung des Patienten, ohne Keimnachweis und Resistenztest verschrieben; die Dosierungen sind  bei vielen Humanantibiotika nicht angepasst worden usw. . Die „One Health Strategie“  bei der Therapie von Infektionskrankheiten ist zwar allen Fachleuten bekannt, wird allerdings in der Tier- und Humanmedizin leider noch nicht gleichberechtigt behandelt. Die Diskussion dieser wichtigen Strategie füllt aber seit vielen Jahren einen wichtigen Teil der AVA-Fortbildungen.

Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) führt seit über 20 Jahren erfolgreich  Fort- und Weiterbildungen durch, um die Tierärzteschaft über den neuesten Stand der tiermedizinischen und landwirtschaftlichen Wissenschaften zu informieren.  Ab dem 10. Januar 2023 bietet die AVA im Rahmen einer Online-Seminarreihe das erste Thema „Umsetzung von Tiergesundheit, Tierschutz, Verbraucherschutz und Tierarzneimitteleinsatz im Rahmen des neuen EU-Tiergesundheitsrecht in Zusammenarbeit der Nutztierpraktiker und den Veterinärbehörden“ an. Hier werden Prof. Dr. Wilfried Hopp und Dr. Arno Piontkowski, zwei hoch anerkannte im Veterinärstaatsdienst stehende Persönlichkeiten, den Seminarteilnehmern Rede und Antwort stehen. Am 17. Januar folgen zwei praktische Beiträge zur Rindergesundheit mit den Tiermedizinern Dr. Annette Lorch und Dr. Hugo Hauschulte.  Das Programm der AVA-Fortbildungen, ebenso das Anmeldeprocedere, finden Sie hier auf der AVA-Homepage. Die Fortbildungen sind als tierärztliche Fortbildung anerkannt. Es lohnt sich ganz sicher


Borchert-Kommission: Fordert sie weniger Tiere wegen Klimaschutz?

17.01.2023 - Exklusiv: Am 18. Januar 2023 will die Borchert-Kommission laut Informationen der Redaktion eine Stellungnahme zur Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung verabschieden. agrarheute berichtet vorab über einen Entwurf des Papiers, der Nutztierhalter in einigen Punkten überraschen dürfte.

Wie agrarheute aus Kreisen der sogenannten Borchert-Kommission, dem Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung, erfahren hat, soll das Gremium im unmittelbaren Vorfeld der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine Stellungnahme zur Zukunft landwirtschaftlicher Tierhaltung vorlegen. Der Redaktion liegt ein Entwurf des Dokuments vor. Dieser äußert sich zu den verschiedenen Vorhaben der Bundesregierung im Bereich Nutztierhaltung, zeigt sich jedoch auch überraschend kritisch zur bäuerlichen Tierhaltung als Ganzes.

Wo kritisiert die Borchert-Kommission die Nutztierhaltung?

Der Entwurf der Stellungnahme der Borchert-Kommission begrüßt einen Rückgang des Konsums tierischer Produkte aus Gründen des Klimaschutzes. Dieser Prozess könne deutlich beschleunigt werden, wenn im Rahmen einer Mehrwertsteuerreform der Verzehr tierischer Lebensmittel verteuert und der von pflanzlichen Lebensmitteln verbilligt werden würde. Explizit heißt es zudem im Text: „Die landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland sollte ungefähr im Gleichschritt mit der Verbrauchsentwicklung zurückgehen.“ Verhindert werden solle allerdings eine Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland. Diese diene weder dem Klima- noch dem Tierschutz.

Wie hat die Borchert-Kommission sich bislang zur Tierhaltung aus Klimasicht geäußert?

In ihren Empfehlungen vom Februar 2020 sagte die Borchert-Kommission noch, dass „eine Verringerung der Nachfrage nach tierischen Produkten aus Klimaschutzgründen voraussichtlich nur in kleinen Schritten erfolgen wird“. Dass der Konsum tierischer Produkte schlecht für das Klima sei, ist kein Bestandteil der Borchert-Empfehlungen. In einem Beschluss vom September 2022 hatte die Borchert-Kommission zudem verkündet, ihre Arbeit so lange ruhen zu lassen, bis die Bundesregierung eine Finanzierung für den Umbau der Nutztierhaltung vorgelegt habe.

Wie sieht das neue Borchert-Papier den Umbau der Nutztierhaltung?

Der Entwurf der Stellungnahme der Borchert-Kommission äußert sich zu den bislang vorgelegten Gesetzentwürfen und Plänen der Bundesregierung zum Umbau der Nutztierhaltung. Diese seien „nicht in der Lage, den Umbau des gesamten Nutztiersektors zu bewerkstelligen“.

Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung
Der Entwurf des Borchert-Papiers nennt die im Bundesprogramm zur Förderung des Umbaus der Tierhaltung vorgesehene Tierwohl-Prämie „unzureichend“. Folgende Vorschläge zur Deckung der Mehrkosten der Nutztierhalter stehen im Dokument:

Landwirten sollten Verträge über 20 Jahre erhalten, um Abschreibungen für Stallbauten voll berücksichtigen zu können.

80-90 Prozent der Mehrkosten sollten gefördert werden. Bei einer Veränderung der Rahmenbedingungen sollten Förderbeträge erhöht oder gesenkt werden können.

Falls Größenbegrenzungen für Ställe eingeführt werden, sollte dennoch ein Großteil der Schweinehalter am Programm teilnehmen können. Die Alternative zur strikten Begrenzung der Größe sei degressive Förderung.

Hohe Anforderungen bei intakten Ringelschwänzen sollten schrittweise umgesetzt werden.
Die Investitionsförderung solle nicht über das Bundesprogramm, sondern wie bisher über Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz und Gemeinsame Agrarpolitik erfolgen. Im Bundesprogramm werde die Finanzierungsmöglichkeit für die Tierwohlprämie deutlich begrenzt. Die Prämie könne damit nicht finanziell attraktiv sein.

Anpassungen des Baurechts

Das geplante Gesetz zur Erleichterung von Stallbauten sollte, so der Entwurf des Borchert-Papiers, in mehrfacher Hinsicht verbessert werden. Aktuell ist ein erleichterter Stallbau nur dann möglich, wenn die Anlage an exakt der gleichen Stelle gebaut wird, wie der bislang bestehende Stall. Dies bedeute, dass Tierhalter während der Bautätigkeit mit der Tierhaltung pausieren müssten, und schränke die Bereitschaft zur Nutzung der Maßnahme massiv ein. Hier fordert die Stellungnahme Flexibilität. Ebenfalls geändert werden solle die Vorgabe, wonach Erleichterungen beim Stallbau nur möglich seien, sofern die Stallgrundfläche bestehen bleibe. Dies bedeute einen Zwang zur Abstockung um 40 %. Notwendige Erleichterungen für Nutztierhalter im Bereich der TA Luft gebe es zudem derzeit nicht.

Gesetz zur Tierhaltungskennzeichnung

Das von Cem Özdemir geplante Gesetz zur Tierhaltungskennzeichnung sieht der Entwurf des Borchert-Papiers kritisch. Die Kennzeichnung von Haltungsformen mit Prozent-Angaben sei weder leistbar noch kontrollierbar. Verarbeiter würden Anreize geschaffen, verstärkt ausländische Ware mit niedrigeren Tierwohl-Standards zu nutzen. Ware höherer Standards könne außerdem nicht unter niedrigeren Standards angeboten werden, was die Vermarktung erschwere. Die Möglichkeit zu einem solchen „Downgrading“ müsse ebenso geschaffen werden, wie Schwellenwerte zum Erreichen bestimmter Tierhaltungs-Standards. Derzeit habe die staatliche Tierhaltungskennzeichnung keine Chance, bestehende Haltungsformkennzeichnungen abzulösen. Es solle daher besser mit diesen Labels kooperieren, zumindest bis eine einheitliche, EU-weite Lösung umgesetzt werde.

Neue Tierhaltung in Zeiten höherer Inflation?

Der Entwurf des Borchert-Papiers steht auch „in der neuen geopolitischen Lage des Jahres 2023“, also höherer Inflation bei Lebensmitteln, weiter zu seinen Empfehlungen aus dem Jahr 2020. Allerdings sollte die Bevölkerung in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht zusätzlich belastet werden. Die für den Umbau der Nutztierhaltung bislang zugesagten Gelder würden bis zum Ende der Legislaturperiode reichen. Allerdings brauche es weiterhin den „Einstieg in eine überzeugende Transformationsstrategie“. Komme diese nicht, werde die heimische Nutztierhaltung zunehmend ins Ausland verlagert.

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Neues aus der AVA-SCHRIFTENREIHE

Lesen Sie hier die Rezensionen von Prof. M. Wähner, Bernburg

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Ein neu strukturierter Klauenworkshop der AVA für Tierärzte/Tierärztinnen zur zielgerichteten Verbesserung der Klauengesundheit und Durchführung klauenorthopädischer Maßnahmen.

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