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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Die Luft wird für die Homöopathie dünner – auch in der Tiermedizin?

Veröffentlicht am: 29.09.2017 15:32:16
Kategorie : Allgemein

Die Luft wird für die Homöopathie dünner – auch in der Tiermedizin?

Die Kritik an der Naturheilkunde nimmt zu. Grund sind Fälle, wo man auf schulmedizinsche Behandlungen verzichtete, weil Homöopathie doch erst einmal nach „Bio“ klingt. Ob Erkältung oder Schmerzen – mehr als die Hälfte der Deutschen greift zu homöopathischen Mitteln. Der Wissenschaftsrat der Europäischen Akademien warnt jetzt vor den Globuli und fordert ein Verbot.

Ähnlich ist das im tiermedizinischen Bereich. Hier laufen Tierheilpraktiker herum, die auf Behandlungen setzen, die Tierärzte als tierschutzwidrig sehen. So nach dem Motto: „erst mal mit Homöopathie – und wenn es nicht besser wird, kann man ja immer noch den Tierarzt rufen…“ (wenn das Tier überhaupt noch lebt).  Die Tierheilpraktiker erleben momentan einen Hype, denn antibiotische Behandlungen bei kranken Nutztieren werden nicht gerne von den Landwirten gefordert, „man könnte ja in schlechte Kategorien rutschen, die dann behördlich angeordnete Behandlungspläne fordern…“. Als Tierheilpraktiker darf sich jeder bezeichnen, der Geld für ein Schild ausgeben möchte, um es sich an die Tür zu hängen. Dies berechtigt dann zur Diagnosestellung mit Therapieansätzen. Ausbildungsnachweise und staatlich anerkannte Prüfungen sind nicht vorgesehen. Und das Schlimme ist eben, diese „Berufsgruppe“ darf tiermedizinisch tätig werden.

Es gibt eine ganze Reihe von Tierärzten, die neben der Allopathie auch die Homöopathie einsetzen, selbst in  Form von Kombinationstherapien. Hier sind gute Therapieerfolge nachweisbar, steht doch die individuelle Tierbeobachtung ganz vorne an.  Also, wenn schon homöopathisch, dann durch einen erfahrenen Mediziner bzw. Tiermediziner. Natürlich gibt es gute Tierheilpraktiker mit hohem Wissensschatz, die aufgrund ihrer Erfahrung und Tierbeobachtung leidenden Tieren helfen können. Aber die sind sehr rar gesät. Selbst Landwirtschaftskammern, die die Landwirte vertreten, springen auf den Homöopathiehype auf und bieten Homöopathiekurse für Landwirte an, die von nicht qualifizierten Tierheilpraktikern geleitet werden. Homöopathische Arzneimittel, die zu Therapien empfohlen werden, fallen unter das Arzneimittelgesetz. Der Einsatz dieser Mittel, abgesehen von wenigen Ausnahmen, ist nur dem Tierarzt vorbehalten. 

Die AVA fordert: Zulassung als Tierheilpraktiker nur nach staatlich anerkannter Ausbildung und Prüfung.

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