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NRW Agrar-Ministerin Christina Schulze-Föcking attackiert

Veröffentlicht: 14.07.2017 10:28:21
Sektion: Schweine

Kaum ist die neue NRW Agrarministerin Christina Schulze-Föcking, gelernte Landwirtin, in ihrem Amt eingeführt, fordern gewisse Kreise bereits ihren sofortigen Rücktritt. Was ist geschehen?

In dem Schweinemastbetrieb der Schulze-Föckings in Steinfurt wurden zwischen März bis Juni 2017 (kurz vor Ihrer Vereidigung) mehrmals von Sympathisanten (oder wie auch immer) der „Tierretter.de e.V. eingebrochen und Video-und Bildaufnahmen erstellt, Die Schulze-Föckings missbilligen natürlich solche illegalen Recherchemethoden, wie aus der Stellungnahme zu entnehmen ist. Angeblichwerden in den Bildern unsagbare Zustände aufgezeigt: “Eine Landwirtschaftsministerin mit so einer Tierhaltung ist absolut untragbar“, kommentiert z. B. Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung. „Ministerpräsident Laschet muss sie umgehend aus ihrem Amt entlassen. Frau Schulze Föcking hat bis zu ihrem Amtsantritt eine Schweinehaltung betrieben, die nicht nur gegen das geltende Tierschutzgesetz verstößt. Nach der Analyse der Stiftung handelt es sich um eine Straftat, die nach § 17 Tierschutzgesetz mit bis zu drei Jahren Haft bewährt ist“. Das Video wurde in STERN-TV am 12.07.17 gezeigt.

Die Stiftung meldet weiter: „ Fachleute, denen die Filme zur Beurteilung vorlagen, sind ebenfalls entsetzt. Die Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin und Vorsitzende des Vereins Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft, Diana Plange, hat nach eigenem Bekunden noch nie solche grausamen Zustände gesehen: »Die Haltungsbedingungen bei Frau Schulze Föcking sind mit den Grundnormen des deutschen Tierschutzrechts unvereinbar. Hier wird vorsätzlich großes Tierleid praktiziert«, so die Fachtierärztin für Tierschutz und Tierschutzethik. „Rächt“ sich jetzt, dass Landwirtschaftsministerin das Verbandsklagerechts für Tierschutzorganisationen abschaffen möchte? Natürlich argumentiert die ASS, dass „Schulze-Föcking damit verhindern will, dass Missstände in der Tierhaltung aufgedeckt würden“. Aus Sicht der Albert Schweitzer

Stiftung hätte auch das Veterinäramt in Steinfurt versagt, derweil es die „Verstöße“ nicht erkannt hätte. Man erwägt, auch hier Strafanzeige gegen die Veterinärbehörde zu stellen.

Die betreuende Tierärztin, Dr. Claudia Wigger aus der tierärztlichen Praxis Bakum, nahm Stellung zu den Vorwürfen der Tierrechtler, die aus tiermedizinischer Sicht nicht zu beanstanden ist. Kranke Tiere wurden behandelt; der Betrieb wird fachfraulich tierärztlich betreut.

AVA-Kommentar: Wir wehren uns gegen illegale Stalleinbrüche. Das kann und darf nicht sein. Die Veterinärbehörden müssen die Vorwürfe prüfen und entsprechend reagieren. Ob die Bilder den realen Stallverhältnissen entsprechen, können nur Fachleute direkt vor Ort beurteilen. Man sollte ein Fachgutachten erstellen.

Eine Warnung mehr, sich vor illegalen Zutritten optimal zu schützen durch Alarmanlagen und sicher verschlossene Türen und evtl. Hofhunde, die „Fremde“ melden.

Hier der Link zu agrarheute.com (hier kann man die Stellungnahmen zu den jeweiligen Vorwürfen der Tierrechtler nachlesen):
https://www.agrarheute.com/news/schulze-foecking-beschuss-stern-tv-zeigt-illegale-stallvideos

Fotos und Videomaterial aus dem Betrieb Schulze zum Download auf der Seite der ASS veröffentlicht:
www.tierretter.de/presse/Fotos-Schulze-Foecking.zip
www.tierretter.de/presse/Rohschnitt-Schulze-Foecking.zip

oder auch:

http://www.stern.de/tv/nrw-landwirtschaftsministerin-unter-druck--erschreckende-zustaende-in-schweinemastbetrieb-7533344.html

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