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Tierquälerei Schweinemast-Massentierhaltung: Berlin will es wissen ...

Veröffentlicht: 26.09.2017 19:53:16
Sektion: Allgemein

Der Senat des Land Berlin will die bundesrechtlichen Vorschriften zur Haltung von Schweinen in Deutschland vom Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen. Der rot-rot-grüne Senat  (Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt)  macht jetzt von seinem im Grundgesetz vorgesehenen Recht Gebrauch, die Vorschriften durch einen Antrag auf abstrakte Normenkontrolle vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen.   „Die Bedingungen in vielen deutschen Schweineställen verstoßen gegen das Tierschutzgesetz und auch gegen die Verfassung“, so Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Die Tiere hätten vielfach zu wenig Platz, keine separaten Liegeplätze und unzureichende Abwechslung. Ihre artspezifischen Grundbedürfnisse würden deshalb zu wenig beachtet. Berlin ist das erste Bundesland, das wegen der Frage nach Karlsruhe zieht. Der Vorstoß zielt vor allem auf die Massentierhaltung ab. Die Organisation Greenpeace und der Deutsche Tierschutzbund unterstützen das Vorgehen Berlins. „Die Tierschutz-Nutztierverordnung verstoße gegen die artspezifischen Grundbedürfnisse von Schweinen. Ungenügendes Platzangebot, das Fehlen separater Liegeplätze und unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten drängen die Grundbedürfnisse unangemessen und damit tierschutzwidrig zurück“, so der Senat in einer Presseinformation. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Gericht das Bundeslandwirtschaftsministerium um eine Stellungnahme zur Thematik bitten. Aufgrund der noch offenen Koalitionsverhandlungen nach den Wahlen am Sonntag, wird diese Klage ein gefundenes Fressen für die Grünen sein. Siehe hier die Zeitungsmeldung vom 26.09.2017

Am 19. und 20. Oktober 2017 findet die AVA-Tagung "Baustellen in der Schweineproduktion" im Seminargebäude der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer passend zu der aktuellen Diskussion statt.
Namhafte Referenten nehmen Stellung, wie es weitergehen kann und wahrscheinlich wird. Mit dabei ist auch die Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (NRW). Frau Ministerin Schulze Föcking hat im Zeitraum ihrer Amtseinführung am eigenen Leib spüren müssen, wie Propaganda und Diffamierungen gewusst gegen sie geführt wurden. Selbst noch ein Pastor ihrer Gemeinde, der sich öffentlich auf ihre Seite stellte, wurde „gemaßregelt“. 

Schauen Sie sich das hoch aktuelle und interessante Programm hier auf der AVA-Homepage doch einmal an. Die Tagung ist gleichermaßen für Landwirte, Tierärzte, Berater und Studierende. Das zweitägige Seminar ist als tierärztliche Fortbildung mit 15 ATF-Stunden anerkannt.

Die AVA steht gerne für Fragen zur Veranstaltung  z.B. per Email info@ava1.de  zur Verfügung.

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