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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Und wieder ein Schlag ins Gesicht unserer Milchviehhalter - 

Veröffentlicht am: 19.07.2021 19:10:55
Kategorie : Allgemein

Im Juni wurde die Tierschutztransportverordnung geändert: Kälber dürfen künftig erst nach 28 Tagen (statt nach 14 Tagen) den Hof verlassen. Was nach wenig Änderung klingt, birgt viel Zündstoff – und bedroht die deutsche Milchviehhaltung, wie es Frank Hartmann in seinem Kommentar in der Bauernzeitung (28/2021)  zurecht beschreibt.

Das  im Februar veröffentlichte Positionspapier der Bundestierärztekammer (BTK) und der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz gibt wohl den Anstoß für diese Verordnung. Hier, wie in der Bundesratsinitiative, findet sich die identische Forderung samt Begründung.

Aus Sicht der Milchviehhalter steckt in der neuen Festlegung, wonach Kälber künftig erst nach 28 Lebenstagen als transportfähig gelten, Zündstoff. Für gewöhnlich verlassen Bullenkälber nach zwei Wochen die Betriebe. Bis zu 750.000 dürften es im Jahr sein. Mit einer winzigen Änderung – die Zahl 14 wurde durch die Zahl 28 ersetzt – müssen Landwirte nun die doppelte Zahl an Kälbern betreuen.

Während es nicht verwundert, dass die drei Stadtstaaten für die Änderung der VO votierten, stimmten auch  Niedersachsen und Bayern für die VO und überrumpelten damit die Landwirte. Immerhin werden in beiden Ländern die Hälfte aller deutschen Milchkühe gehalten. Und nicht nur dort kritisieren die Verbände, dass sie vorher nicht angehört wurden.

Wie beschrieben, nahm die Verordnungsänderung Ihren Anfang mit einem im Februar veröffentlichten Positionspapier der Bundestierärztekammer (BTK) und der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Schon das BTK-Papier erwähnt die Landwirte und die wirtschaftlichen Folgen mit keiner Silbe.

Nicht nur die Landwirte sind jetzt sauer auf die BTK, auch viele praktizierende Nutztierärzte, die das mit ausbaden müssen. Und in den Länderkammern soll es auch rumoren. Manche Veterinäre überzeugt die Begründung mit der „immunologischen Lücke“ der Kälber nicht. Andere weisen auf diesbezügliche Wissenslücken hin. Zudem gibt es Tierärzte, die eher beim Management ansetzen würden, um die generelle Kondition der Kälber zu verbessern: Wer so argumentiert, weiß um die wirtschaftliche Situation der Milcherzeuger und will das Tierwohl mit dem Landwirt weiterentwickeln.

Verantwortung dafür trägt die niedersächsische Landesregierung, die die 28-Tage-Regel in Windeseile in den Bundesrat einbrachte, ohne sich ausreichend beraten zu lassen. Denn sonst hätte man die weitreichenden Folgen richtig einschätzen und eine mögliche kontraproduktive Wirkung für das Tierwohl erkennen können.

Das ist Politikversagen pur! Eine Übergangsfrist von einem Jahr empfinden die Landwirte als puren Hohn. Die Krönung stellt aber zweifellos die Ausnahme von der 28-Tage-Regelung dar. Weil nur der innerdeutsche Viehverkehr geregelt wird, können bei Exporten in EU-Staaten weiterhin 14 Tage alte Kälber auf den Weg gehen. Zum Aufatmen ist es aber zu früh: Denn der Transport bis zu einer Sammelstelle gilt  als innerstaatlicher Transport.

Soll mit derartigen (und weiteren) Entscheidungen die Tierhaltung in Deutschland abgebaut werden? (Vorlage Kommentar von Frank Hartmann ,Bauernzeitung (28/2021) )

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