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von der AVA und aus der Branche
Geflügelpest in den USA: Durch Vögel und Handel nach Europa
Die saisonale Migration von Wildvögeln und die Einfuhr bestimmter US-amerikanischer Produkte könnten potenzielle Wege für die Einschleppung der aktuell in den Vereinigten Staaten grassierenden Variante der Geflügelpest nach Europa sein.
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Afrikanische Schweinepest · ASP · Welche Folgen hat ein Ausbruch in Deutschland für die Landwirte?
-Primärziel bei einem Ausbruch in Deutschland ist die Seuchenbekämpfung
-Umfang behördlicher Maßnahmen
-Auswirkungen auf die Landwirte
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Osteuropa weiter aus und rückt näher. Am 02.01.2020 gab es nach Angaben des Bundesagrarministeriums jüngst einen Infekt unter Wildschweinen in Polen – 21 km von der deutschen Grenze entfernt.
Die Sorge unter den Landwirten ist berechtigt: So drohen bei einem Ausbruch in Deutschland umfangreiche behördliche Maßnahmen. Hierzu zählen die Anordnung von Jagdruhe, Betretungsverbote, Umzäunungen von betroffenen Gebieten, Intensivierung von Bejagung im Umfeld, Bearbeitungs- und Ernteverbote und die Tötung ganzer Tierbestände.
Die Auswirkungen können zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen für die Landwirtschaft führen. Durch Ertragseinbußen infolge untersagter Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen, einer Wertminderung bzw. einem Totalverlust der Ernte, Änderungen in der Fruchtfolge und erhöhten Kosten bei den Folgekulturen gilt es, diese Risiken abzusichern.
Laut Aussage vom 23.12.2019 schätzt das Friedrich-Löffler-Institut das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweineseuche in Deutschland als hoch ein.
Zeckensaison startete dieses Jahr besonders früh
In diesem Jahr sind in weiten Teilen Baden-Württembergs besonders viele Zecken früh unterwegs. Schuld ist vor allem der milde Winter, sagten Experten wie die Stuttgarter Zeckenforscherin Ute Mackenstedt.
Zecken gehen nicht mehr in die Winterpause, weil die Temperaturen einfach zu hoch sind. Jetzt sind sie im Frühjahr aktiv geworden», erklärte die Leiterin des Fachgebiets Parasitologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart.
Der Trend spiegele sich unter anderem auch an den zunehmend früher registrierten Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). «Zecken sind inzwischen das ganze Jahr lang aktiv», warnte Mackenstedt.
Zecken seien zwar immer früher und in größerer Zahl unterwegs. Insgesamt rechnet die Expertin aber nicht mit einer höheren Jahres-Gesamtzahl. «Derzeit erleben wir eine regelrechte Bugwelle - es sind außergewöhnlich viele Zecken zu einem sehr frühen Zeitpunkt», sagt sie. «Die Saisonalität verschiebt sich einfach.»
Die Spinnentiere lauern nicht nur in Wäldern und auf Wiesen, sondern auch in Stadtparks oder dem heimischen Garten - überall dort, wo sie einen Wirt finden können. Beim Stich oder Biss können sie Krankheitserreger übertragen - und damit zur echten Gesundheitsgefahr werden.
Die krabbeln schon wieder: Wie man sich vor Zecken schützt
Es reicht ein kurzer Spaziergang im Stadtpark - und schon krabbelt der ungebetene Gast auf dem Bein. Zecken sind 2025 früh und zahlreich unterwegs. Was heißt das für den Alltag?
In diesem Jahr sind in weiten Teilen Baden-Württembergs besonders viele Zecken früh unterwegs. Die Spinnentiere lauern nicht nur in Wäldern und auf Wiesen, sondern auch in Stadtparks oder dem heimischen Garten - überall dort, wo sie einen Wirt finden können. Beim Stich oder Biss können sie Krankheitserreger übertragen - und damit zur echten Gesundheitsgefahr werden.
Wieso sind die Zecken so früh unterwegs?
Vor allem ist der milde Winter verantwortlich. «Zecken gehen nicht mehr in die Winterpause, weil die Temperaturen einfach zu hoch sind. Jetzt sind sie im Frühjahr aktiv geworden», sagt Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim in Stuttgart. Das zeige sich unter anderem auch an den zunehmend früher registrierten Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). «Zecken sind inzwischen das ganze Jahr lang aktiv», warnt die Expertin. Dazu kommen noch die Exemplare, die sich weiter entwickelt haben und ebenfalls auf Wirtssuche gehen.
Ist dieses Jahr eine Ausnahme?
Laut Mackenstedt lässt sich zudem ein klarer Trend erkennen: Zecken sind zunehmend früher und in größerer Zahl unterwegs. «Derzeit erleben wir eine regelrechte Bugwelle - es sind außergewöhnlich viele Zecken zu einem sehr frühen Zeitpunkt», sagt die Leiterin des Fachgebiets Parasitologie. Insgesamt rechnet sie aber nicht mit einer höheren Jahres-Gesamtzahl. «Die Saisonalität verschiebt sich einfach.»
Wo muss man vorsichtig sein - und warum?
Zecken gibt es überall, in Norddeutschland genauso wie im Südwesten. Baden-Württemberg gilt aber mit Ausnahme des Stadtkreises Heilbronn auch als FSME-Risikogebiet. Mackenstedt und ihr Team erfassen seit Jahren Zecken in diesen Regionen, um sie auf FSME-Viren und andere Erreger zu untersuchen. In diesem Jahr melden sie bereits seit dem frühen Frühjahr Rekordzahlen - insbesondere vom Gemeinen Holzbock, der häufigsten Zeckenart Europas.
Warum sind Zecken denn gefährlich?
Zecken setzen sich fest, bohren ihren Stechrüssel in die Haut und können dabei gefährliche Krankheitserreger übertragen. Die wohl bekannteste Krankheit, die die blutsaugenden Parasiten übertragen, ist FSME. Im vergangenen Jahr wurden dem Landesgesundheitsamt in Stuttgart 229 Fälle aus Baden-Württemberg übermittelt, nach Angaben des Gesundheitsministeriums deutlich mehr als im Vorjahr (2023: 129 Erkrankungen).
Warum ist FSME gefährlich?
FSME kann Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks auslösen. Bei 99 Prozent der Betroffenen fehlt laut Robert Koch-Institut (RKI) ein Impfschutz. Wie viele Fälle tatsächlich erkannt werden, hängt auch davon ab, ob Ärzte FSME-spezifische Tests bei Symptomen veranlassen.
Gibt es noch andere Gefahren?
Ja. Noch häufiger als FSME übertragen Zecken die Lyme-Borreliose. Da diese Krankheit nicht in allen Bundesländern meldepflichtig ist, liegen keine offiziellen Fallzahlen vor. Erste Anzeichen sind eine schmerzlose, oft ringförmige Hautrötung, die bis zu zehn Wochen nach dem Stich auftreten kann. Wandert der Erreger durch den Körper, sind grippeähnliche Symptome möglich: Fieber, Schweißausbrüche, Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen oder Herzrhythmusstörungen. In weniger als fünf Prozent der Fälle greift die Borreliose das Nervensystem an. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht. Die bakterielle Erkrankung lässt sich aber gut mit Antibiotika behandeln.
Was kann man tun, um sich im Alltag vor Zecken zu schützen?
Das Wichtigste ist, sich nach Aufenthalten im Grünen sorgfältig abzusuchen. Beim Spaziergang oder Wandern sollte man möglichst auf festen Wegen bleiben und hohes Gras sowie Unterholz meiden. Chemische Abwehrmittel - sogenannte Repellents - können zeitlich begrenzt schützen. Während es gegen FSME eine Impfung, aber keine Behandlung gibt, verhält es sich bei Borreliose umgekehrt.
Welche Kleidung empfiehlt sich besonders?
Ideal sind lange Hosen, langärmlige Oberteile und feste Schuhe. Die Hosenbeine sollten in die Socken gesteckt werden, damit Zecken nicht so leicht an die Haut gelangen. Auf heller Kleidung lassen sich die kleinen Tiere leichter entdecken. «Wenn ich Zecken flaggen gehe, habe ich hohe Schuhe an und nicht grad Flipflops», sagt Mackenstedt. «Ich trage dann lange Hosen und ziehe die Socken über die Hosenbeine. Und ich suche mich einfach ab. Das ist immer noch das Wichtigste.»
Wie wirksam sind Zeckenschutzmittel wie Sprays oder Repellents?
Sie bieten einen guten, aber keinen vollständigen Schutz. Schutzmittel sollten großzügig und regelmäßig aufgetragen werden, besonders an Beinen und Armen.
Wie sollten Eltern ihre Kinder nach dem Spielen im Freien absuchen?
Am besten sucht man Kinder direkt nach dem Spielen sorgfältig ab, besonders an Kniekehlen, Achseln, Hals, hinter den Ohren und im Haaransatz. Zecken sind klein, daher sollte man gründlich und mit guter Beleuchtung vorgehen. «Zecken sind speziell bei Kleinkindern auf Kopfhöhe unterwegs.»
Was ist zu tun, wenn man eine Zecke am Körper findet und wie entfernt man sie richtig?
Mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte sollte die Zecke möglichst schnell entfernt werden. «Wichtig ist, dass man das schnell macht, weil die Borrelien erst nach 12 bis 15 Stunden übertragen werden.», sagt Mackenstedt. Dabei die Zecke nah an der Haut fassen und langsam, gerade herausziehen - nicht drehen. Die Einstichstelle danach desinfizieren und beobachten.
Was sollten Haustierbesitzer beachten, um Hunde und Katzen vor Zecken zu schützen?
Haustiere sollten regelmäßig auf Zecken untersucht werden, besonders nach Spaziergängen. Spezielle Zeckenhalsbänder oder flüssige Tierarzneimittel, sogenannte Spot-on-Präparate, bieten zusätzlichen Schutz. Auch das Absuchen nach jedem Aufenthalt draußen ist ratsam. Bei Katzen spielt FSME keine Rolle.
80 tote Tiere gefunden - Tierhaltungsverbot ausgesprochen
Nachdem auf einem Bauernhof im Landkreis Landsberg am Lech 80 Tiere verendet sind, hat das Landratsamt ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen.
Das Amt habe zuvor noch Untersuchungen zur Todesursache geführt, sagte eine Pressesprecherin. Ersten Erkenntnissen zufolge starben die Ziegen an Vernachlässigung. Eine Krankheit oder eine Seuche wurde vorerst ausgeschlossen. Zuvor hatte der «Bayerische Rundfunk» berichtet.
Die toten Tiere waren nach einem Hinweis an das Veterinäramt am 6. Mai gefunden worden. 41 noch lebende Ziegen seien anderweitig untergebracht worden. Der Betrieb sei zuvor nie negativ aufgefallen, sagte ein Sprecher damals. Weitere Angaben zum betroffenen Betrieb oder den Hintergründen machte die Behörde aus Gründen des Persönlichkeitsrechts- und Datenschutzes nicht.
Rinderseuche: Lumpy Skin Disease bedroht jetzt deutsche Rinder (mit Video)
Lumpy Skin Disease breitet sich in Südeuropa aus – auch Deutschland könnte bald betroffen sein. Was Rinderhalter jetzt beachten müssen.
Erneut ist eine Tierseuche in Europa auf dem Vormarsch – und wieder wird sie von stechenden Insekten übertragen: die Lumpy Skin Disease (LSD). Angesichtes eines vermehrten Auftretens in Südeuropa mahnt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auch in Deutschland zur Vorsicht. Die Seuchenlage habe sich laut FLI deutlich verschärft. Am 23. Juni 2025 wurden neue Ausbrüche der Tierseuche auf Sardinien und in der Lombardei in Norditalien gemeldet. Nur wenige Tage später, am 30. Juni 2025, wurde erstmals ein Fall in Frankreich bestätigt. Dieser wurde nahe der Grenze zur Schweiz festgestellt. Diese Entwicklung sei laut FLI sehr ernst zu nehmen und es bestehe ein reales Risiko, dass das Virus auch nach Deutschland eingeschleppt wird.
Lumpy Skin Disease: Hohe Gefahr durch Insektenübertragung
Die Lumpy Skin Disease ist eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung. Sie wird durch Capripox-Viren übertragen. Die Krankheit ist in Afrika und im Nahen Osten endemisch und breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Europa und Südostasien aus. Die Krankheit befällt ausschließlich Rinder, Zebus und Büffel. Das Virus wird in erster Linie über stechende Insekten wie Bremsen und Stechfliegen übertragen, ähnlich wie es auch bei der Blauzungenkrankheit oder der Epizootischen Hämorrhagische Krankheit (EHD) der Fall ist. Eine Übertragung von Tier zu Tier spielt auch bei der Lumpy Skin Disease eine untergeordnete Rolle. Für Menschen ist die Viruserkrankung zudem ungefährlich… .
Viehhaltung: Das Schweineglück erreicht nur Stufe zwei
Wer in Deutschland Schweinefleisch kauft, soll sich entscheiden können. Fünf staatlich definierte Tierhaltungsstufen gibt es, mit schrittweise steigenden Ansprüchen. Je höher die Stufe, desto besser sollen es die Schweine haben, bevor sie geschlachtet und zu Bratwurst oder Filet verarbeitet werden. Fünf Stufen, damit für jeden Geldbeutel und jeden Tierwohlwunsch etwas dabei ist. So weit die Theorie.
In der Praxis, also an der Kühltheke im Supermarkt, gibt es oft nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Schweine haben in den Stufen eins und zwei ihr ganzes Leben auf Spaltenböden in einem geschlossenen Stall verbracht, was nicht hübsch aussieht. Oder sie wurden nach den strengen Bio-Regeln gehalten, auf Stroh, mit Auslauf und gentechnikfreiem Futter, was häufig doppelt so viel kostet.
Im Supermarkt kaufen etwa fünf Prozent der Kunden Biofleisch. Mehr als 90 Prozent greifen zur halb so teuren Variante. Die Stufe dazwischen, die den Übergang leichter machen würde, fehlt fast komplett. Wie kommt das?
Von heiler Welt ist auch hier nicht die Rede… .
Wenn der Tierarzt genug hat: „Am Ende liegen Skelette im Stall"
Markus Söder und Alois Rainer loben regelmäßig die bayerische Landwirtschaft in höchsten Tönen. Die Realität sieht ganz anders aus: Tierärzt:innen sind mit grauenvollen Zuständen in den Ställen konfrontiert. Unsere Kollegin berichtet vom bayerischen Tierärztetag.
„Alle haben die Nase voll“. Das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. Es ist der 8. Mai, ein sonniger Donnerstag in Oberfranken. Ich sitze mit 150 amtlichen und Amts-Tierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert.
Eine Rednerin steht am Pult. Sie ist sonst diplomatisch, aber heute wird sie deutlich: „Die Lage verschlechtert sich. Wo ist die Prävention, die wir seit Jahren fordern? Wie kann es so weit kommen, dass Kühe so abgemagert sind?"
Dann tritt Kai Braunmiller ans Mikrofon, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Fleischhygiene und Leiter eines Veterinäramtes. Ein Mann, der seit Jahren Schlachthöfe kontrolliert. Er analysiert auch Videoaufnahmen von Tierschützern und sieht dabei Dinge, „die man der Öffentlichkeit gar nicht mehr zeigen kann“.
Mit ruhiger, fast resignierter Stimme sagt er den Satz, der mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht: „Am Ende liegen Skelette im Stall.“
Eisiges Schweigen im Raum. Das sind Veterinär:innen, die täglich mit Tierleid konfrontiert sind. Doch selbst sie haben genug von den massiven Skandalen – und der Tatenlosigkeit der Politik.
Bayerns größter Milchviehof: „Der Betrieb müsste jetzt geschlossen werden"
Was die Tierärzt:innen beschreiben, ist keine Ausnahme. In Bad Grönenbach, auf Bayerns größtem Milchviehof, dokumentierte die SOKO Tierschutz erneut erschütternde Szenen: Mitarbeiter schlagen Kühen auf den Kopf, ziehen ein halbtotes Kalb an den Ohren, fügen den Tieren ohne jeden Sinn Schmerzen zu. Derselbe Betrieb war bereits 2019 wegen Tierquälerei aufgefallen.
Auf anderen bayrischen Betrieben werden nur noch Skelette im Stall gefunden: 30 tote Rinder wurden im Februar im Oberallgäuer Hof entdeckt. Wenige Wochen später werden 9 weitere tote Kühe in einem anderen Stall gefunden. Die Tiere sind offenbar über einen langen Zeitraum qualvoll verhungert. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Fälle bekannt werden – aber sie zeigen erneut: Das System Tierhaltung versagt…. .
Warnung vor Ausbreitung der Rinderkrankheit LSD
«Maßnahmen zur Verhinderung einer Einschleppung, aber auch zur Früherkennung durch Abklärungsuntersuchungen müssen daher weiter verstärkt werden», teilte das FLI, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in Greifswald mit.
LSD ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Rinder, Zebus und Büffel betrifft. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Übertragen wird das Virus dem Institut zufolge in erster Linie durch stechende Insekten wie Bremsen und Stechfliegen, Übertragungen von Tier zu Tier spielten eine untergeordnete Rolle.
Nach Angaben des FLI breitet sich seit einigen Jahren zunehmend in Europa und Südostasien aus, in Afrika und im Nahen Osten ist sie schon länger verbreitet. Vor allem bei höheren Temperaturen kommt es zu Übertragungen, da diese den Insektenflug begünstigen.
Virus mit schweren Folgen für Tiere und Landwirtschaft
Die betroffenen Tiere könnten durch die Krankheit schwer gesundheitlich beeinträchtigt werden durch typische Symptome wie plötzlich auftretendes Fieber, knotige Hautveränderungen, vor allem im Bereich von Kopf, Hals, Rücken und Euter sowie geschwollene Lymphknoten. Auch Nasen- und Augenausfluss, Fressunlust, allgemeine Schwäche und ein Rückgang der Milchleistung sind häufige Symptome.
Aus landwirtschaftlicher Sicht kann die Krankheit zu erheblichen Tierverlusten und Produktionsausfällen führen und somit erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen - auch etwa durch Rückgänge bei der Milchleistung oder durch Handelsbeschränkungen.
Prävention entscheidend
Angesichts der LSD-Fälle aus Frankreich und Italien in den vergangenen beiden Wochen ist es dem Institut zufolge entscheidend, dass Tierhaltende sowie Tierärztinnen und Tierärzte derzeit besonders wachsam mit Blick auf mögliche LSD-Symptome in Rinderbeständen sind.
«Bei Verdacht auf LSD sollte umgehend das zuständige Veterinäramt informiert werden, um eine rasche Untersuchung und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einzuleiten», teilte das FLI mit. «Nur durch eine frühzeitige Erkennung und konsequentes Handeln kann eine Ausbreitung des Virus wirksam verhindert werden.»
Rinderbauern haben in den vergangenen Jahren bereits mit der Blauzungenkrankheit zu kämpfen - mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Eine möglichst flächendeckende Impfung wird empfohlen, um die Auswirkungen zu begrenzen. Angesichts jüngster Ausbrüche der Rinderkrankheit «Lumpy Skin Disease» (LSD) in Frankreich und Italien warnt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) vor einem Ausbruch des Virus in Deutschland.
BUND-Appell für eine Offensive zum Schutz der Weidetiere (BUND)
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) - Pressemitteilung vom 30. Juni 2025
BUND-Appell für eine ffensive zum Schutz der Weidetiere
Kurskorrektur in der Diskussion um Wölfe und Weidetier notwendig
• Bundesregierung muss Herdenschutz fördern
• Jagdzeiten helfen nicht
• Tierhalter*innen müssen unterstützt werden
In einem neu veröffentlichten Appell fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Kurskorrektur in der Diskussion um das bessere Nebeneinander von Wölfen und Weidetieren. Der Umweltverband fordert die Bundesregierung auf, den Herdenschutz zu fördern und damit Nutztierrisse zu minimieren. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: "Gegen Nutztierrisse helfen keine Jagdzeiten. Es braucht einen besseren und flächendeckenden Herdenschutz."
Mehr als 20 Jahre nach der Rückkehr des Wolfs finden jährlich immer noch bis zu 75 Prozent aller Nutztierrisse auf den Weiden statt, die nicht gegen Wölfe geschützt sind. Bandt: "Nichts würde die Zahl der Risse schneller reduzieren, als ein flächendeckender Herdenschutz. Klar ist aber auch, dass die speziellen Zäunen und Hunde nie einen 100prozentigen Schutz bieten können und zusätzlich der gezielte Abschuss einzelner Wölfe nötig ist."
Der BUND begrüßt in dem Apell, dass der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD das Thema Wolf mit einem ausdrücklichen Bekenntnis zum Herdenschutz beginnt. Er bemängelt aber, dass keinerlei Aussagen zu einem verbesserten Herdenschutz folgen, sondern stattdessen Abschüsse und Bejagung angekündigt werden…
In seinem "Appell für eine Herdenschutzoffensive zum Schutz der Weidetiere" fordert der BUND deshalb:
1.-Herdenschutz mit den Tierhalter*innen:
2. Bund und Länder sollten ihre kostenlosen Beratungsanstrengungen vergrößern.
3. Vollständige Kostenübernahme durch den Staat:
4. Es braucht eine vollständige Kostenübernahme des Herdenschutzes durch den Staat.
5. …. .
Heilbronner Tierarztpraxis schlägt Alarm: Gewalt und Drohungen gegen Anicura
Immer mehr Tierärzte und Pfleger werden zu Opfern psychischer und physischer Gewalt durch aggressive Tierhalter. Das Anicura Kleintierzentrum in Heilbronn schlägt Alarm.
Die alarmierenden Übergriffe auf Einsatzkräfte in Deutschland häufen sich! Was kaum einer weiß: Auch gegenüber Tierärzten und deren Pflegepersonal bleibt es oft nicht bei verbalen Drohungen und Aggressionen, sondern es kommt auch zu körperlicher Gewalt. Gesondert in der Polizeistatistik erfasst werden die Fälle jedoch nicht.
Vermehrt Übergriffe auch auf Tierärzte bei Anicura in Heilbronn
„Grundsätzlich kommt es in den letzten Jahren vermehrt zu übergriffigem Verhalten gegenüber uns und Kolleg:innen, die im tiermedizinischen Bereich arbeiten“, so eine Sprecherin von Anicura Kleintierzentrum in Heilbronn gegenüber echo24.de.
Die Menschen seien „allgemein ungeduldiger, fordernder und unfreundlicher geworden und haben oft wenig Verständnis für das Gegenüber, dies betrifft nicht nur die Tiermedizin, sondern ist auch im Rettungsdienst und anderen Berufszweigen sichtbar“. Diese Entwicklung habe sich in den letzten zehn Jahren stetig verschärft.
So gibt es seit 1. Juni 2025 unter www.vethilfe.org eigens eine Telefon-Seelsorge für Betroffene im veterinärmedizinischen Bereich. Alarmierend: Es ereigneten sich bereits mehrere Suizid-Fälle von Tierärztinnen und Tierärzten, die sich dem Druck in ihrem Beruf nicht mehr gewachsen fühlten oder depressiv wurden…. .
