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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Nächster AVA-Workshop: AVA – INTENSIVWORKSHOP: Abdomen des Rindes mit Demonstrationen (Sektion)
29. September bis 01. Oktober 2026 in A-6141 Schönberg im Stubaital (Österreich, Tirol)
DER absolut praxisbezogene WORKSHOP FÜR RINDER-PRAKTIKER (Bildungsstunden: 24,00 BS allg. 24,00 FTA Wiederkäuer 24,00 TGD). ("Keiner kann besser"!)

Beim Situs wird erklärt und geübt; es werden OP-Empfehlungen gegeben und verschiedenste Situationen dargestellt.... .
Fazit. "Praktischer und besser geht nicht!"
Der dreitägige AVA-Intensiv-Workshop lässt keine Wünsche offen!
„Bei Dr. Rademacher wird es nie langweilig…“ – so hört man es oft während und nach dem Workshop.
Ganz besonders der Situs ist das Highlight innerhalb dieser Fortbildung. Hier wird erklärt und geübt; es werden OP-Empfehlungen gegeben und verschiedene Situationen dargestellt. Es bleibt keine Frage offen (jedenfalls, was dieses Themengebiet angeht). „Jetzt traue ich mich an OP´s ran, an die ich mich früher nicht getraut hätte…“ - auch das sind Aussagen vieler Kursteilnehmer*innen, die immer wieder in Rückmeldungen mit der AVA zu hören sind. Die Evaluationen waren bisher immer hervorragend.
Dieser Kurs „datet Sie und Ihre Mitarbeiter up“ und sie werden absolut praxistauglich geschult. Melden Sie sich bitte früh genug an, denn wir gestalten den Workshop so, dass v. a. alle etwas vom Situs haben...
Weniger Stellen bei der Tierschutzbeauftragten
Die Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, Silvia Breher (CDU), hat sich seit ihrem Amtsantritt am 1. September 2025 unter anderem für die Einführung einer verpflichtenden Videoüberwachung in Schlachthöfen und den tierschutzgerechten Umbau von Ställen eingesetzt. Außerdem hat sie sich der Verbesserung der Haltung von Heimtieren und dem Wildtierschutz sowie der Regulierung des anonymen Online-Handels und des Handels an öffentlichen Orten gewidmet. Das geht aus der Antwort (21/6982) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/6630) der AfD-Fraktion hervor, die nach der Bilanz der Tierschutzbeauftragten gefragt hatte.
Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben stehen Silvia Breher insgesamt drei Planstellen der Gehaltsklassen A 13h, EG 11 und EG 6 zur Verfügung. Alle Stellen sind derzeit besetzt. Bis zum 31. August 2025 standen Brehers Vorgängerin Ariane Kari (parteilos) insgesamt fünf Plan-Stellen der Gehaltsklassen B 6, zweimal EG 14, EG 11 und EG 6 zur Verfügung. Kari war die erste Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung und übte das Amt von Juni 2023 bis August 2025 aus.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Veterinärmedizin studieren: 1.800 Bewerber kämpfen um 223 Plätze an der Vetmeduni
Am 22. Juli starten an der Vetmeduni in Wien wieder die Eignungstests für das Diplomstudium Veterinärmedizin. Auch heuer wollen rund 1.800 junge Leute einen der begehrten 223 Plätze ergattern. Das Interesse an einem Studium an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist wie jedes Jahr riesig.
Die schriftlichen Aufnahmeprüfungen finden am 22. und 23. Juli 2026 direkt am Campus in Wien-Floridsdorf statt. Geprüft wird naturwissenschaftliches Wissen ab der 9. Schulstufe, besonders gefragt sind Kenntnisse in Biologie, Chemie und Physik. Das Skriptum für die Aufnahmeprüfung ist seit März 2026 online abrufbar und umfasst ganze 370 Seiten.
Darin werden auch Themen wie Tierethik und der sogenannte One-Health-Ansatz behandelt – dabei wird die Gesundheit von Tieren, Menschen und der Umwelt als Gesamtes betrachtet... .
Beliebteste Tierärzte: Wer bei Tierhaltern besonders gut ankommt
2.000 Tierärztinnen und Tierärzte wurden für die Studie „Österreichs beliebte Tierärzte 2026“ untersucht
Die Wahl der richtigen tierärztlichen Betreuung spielt für viele Haustierbesitzerinnen und -besitzer eine wichtige Rolle. Entsprechend intensiv informieren sie sich vorab über das Angebot und orientieren sich zunehmend an den Erfahrungen anderer. Die gemeinsam vom IMWF Austria und dem KURIER durchgeführte Studie untersucht daher, welche Tierärztinnen und Tierärzte besonders positiv wahrgenommen werden. Die Ergebnisse geben einen Überblick darüber, wo Tierhalterinnen und Tierhalter gute Erfahrungen gemacht haben und welchen Praxen und Ordinationen sie ihr Vertrauen schenken.
Methode
2.000 Tierärztinnen und Tierärzte wurden für die Studie „Österreichs beliebte Tierärzte 2026“ untersucht, dabei wurden Bewertungen und Kommentare im Internet herangezogen. Die Auszeichnung erhalten jene Tierärzte, die jeweils die Top-Bewertung vorzuweisen haben. Für jeden Tierarzt wurde ein Bewertungsdurchschnitt nach Punkten errechnet. Anschließend wurden die Kategorien für die Gesamtwertung gewichtet und auf dieser Basis Punkte vergeben.
Die prämierten Tierärztinnen und Tierärzte aus allen Bundesländern sind im Beitrag mit der jeweiligen Postleitzahl gelistet…
hier erfahren Sie, welche TÄ einen sehr guten Listenplatz erhalten haben
Wie sicher sind Medikamente für Haustiere?
Auch bei Tieren können Medikamente Nebenwirkungen haben. 2025 haben Tierhalter fast 4.900 unerwünschte Folgen gemeldet, vor allem bei Hunden und Katzen. Wie werden Tierarzneimittel getestet und worauf können Tierhalter achten?
Redaktion im Gespräch mit Prof. Thomas Heberer, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).
Römischer Beton:Die stabilste Latrine der Geschichte
In der Hadriansvilla in Tivoli sind Fachleute dem Geheimnis des Römerbetons auf der Spur. Was ist es, das die dortige Latrine seit Jahrhunderten haltbar macht?
Etwa 27 Kilometer östlich von Rom findet man die Überreste einer Latrine, deren Beton nun seit fast 2000 Jahren überdauert. Dieser Beton hat das Weltreich, dessen Bauleute das Material gegossen haben, überlebt; ebenso trotzte er fast zwei Jahrtausende lang der Verwitterung und überstand sogar Italiens dritte verpasste WM-Qualifikation in Folge. Das ist eine beeindruckende Bilanz für eine Toilette, insbesondere für eine Gemeinschaftstoilette.
Die bescheidene Latrine ist Teil der weitläufigen Villa von Kaiser Hadrian aus dem 2. Jahrhundert in Tivoli und hilft nun Forschenden, eines der größten Rätsel der Ingenieurwissenschaften zu lösen: Warum haben sich manche römische Betonkonstruktionen über Jahrtausende hinweg erhalten? Eine in »Science Advances« veröffentlichte Studie liefert das bislang klarste Bild davon, wie sich das Material noch lange nach dem Guss weiter veränderte und verdichtete.
Fachleute führen die bemerkenswerte Haltbarkeit des römischen Betons seit Langem auf einen genialen Umstand antiker Materialchemie zurück. Die römischen Baumeister mischten Kalk mit Vulkanasche und lösten dadurch mineralische Reaktionen aus, die sich weiter fortsetzten, während der Beton alterte. »Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass die Römer Vulkane nutzten, um ihren Beton zu verbessern, während wir Zementöfen mit hohen Brenntemperaturen einsetzen«, sagt Maria Juenger, die an der University of Texas in Austin über Zement- und Betonwerkstoffe forscht und nicht an der Studie beteidigt war… .
Forschungserfolg auf dem Weg zum neuem Reserve-Antibiotikum
Chemikern ist erstmals die Synthese des hochwirksamen Naturstoffs Neosorangicin A gelungen
Im Kampf gegen resistente Bakterien haben Chemiker der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg einen wichtigen Forschungserfolg erzielt: Dem Team um den Wissenschaftler Prof. Dr. Dieter Schinzer vom Institut für Chemie ist es erstmals gelungen, zentrale Bausteine des Naturstoffs Neosorangicin A im Labor herzustellen. Damit wird es nun möglich, Neosorangicin A als vielversprechenden Kandidaten gezielt als sogenanntes Reserve-Antibiotikum weiterzuentwickeln und künftig Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen.
Für die künstliche Herstellung des natürlich vorkommenden Wirkstoffs nutzten die Wissenschaftler eine sogenannte Relay-Synthese: Statt sofort das gesamte komplexe Molekül herzustellen, synthetisierten sie zunächst entscheidende Teilstücke, die als Zwischenstationen auf dem Weg zum vollständigen Wirkstoff dienten. Der Forschungserfolg liegt damit nicht allein in den hergestellten Bausteinen, sondern im Nachweis des Entstehungsprozesses. Die Ergebnisse wurden soeben im Fachjournal Chemistry – A European Journal beim Verlag Wiley-VCH veröffentlicht.
Der Wirkstoff Neosorangicin A
Neosorangicin A ist ein sogenannter Sekundärmetabolit, der von Myxobakterien produziert wird, um sich gegen andere Mikroorganismen zu behaupten. Neosorangicin A greift dabei nach bisherigen Untersuchungen in einen zentralen Prozess der Bakterien ein: Es hemmt die bakterielle RNA-Polymerase, also jenes Enzym, das Bakterien benötigen, um ihre Erbinformation abzulesen und sich zu vermehren. Bisher wirkt die Substanz gegen verschiedene Bakteriengruppen, darunter auch gegen sogenannte Gram-negative Erreger. Diese Bakterien bereiten Krankenhäusern weltweit zunehmend Probleme und sind besonders schwer zu behandeln, weil sie eine zusätzliche äußere Schutzhülle besitzen, die viele Wirkstoffe abwehrt. Neosorangicin A gehört damit zu einer Substanzklasse, die für die Entwicklung künftiger Reserve-Antibiotika von besonderem Interesse ist.
„Wir haben es hier mit einem Molekül zu tun, das biologisch extrem spannend, chemisch aber außerordentlich schwer zugänglich ist“, sagt Prof. Dieter Schinzer. „Der jetzt entwickelte Syntheseweg ist die Voraussetzung dafür, den Naturstoff gezielt zu verändern, stabiler zu machen und damit für die weitere Wirkstoffentwicklung überhaupt erst nutzbar zu machen.“
Die Synthese
Die eigentliche Herausforderung bei der Synthese sei gewesen, dass Neosorangicin A nicht nur ein recht großes Molekül sei, sondern auch in seiner dreidimensionalen Struktur hochkomplex, so Schinzer weiter. „Das Molekül enthält 16 sogenannte chirale Zentren, also vereinfacht gesagt: Stellen, an denen die räumliche Anordnung der Atome exakt stimmen muss. Schon kleinste Abweichungen können darüber entscheiden, ob ein Wirkstoff in die molekulare ‚Tasche‘ seines Zielproteins passt oder wirkungslos bleibt." Hinzu komme, dass Neosorangicin A relativ instabil sei und im Körper schnell abgebaut werden könne. „Genau deshalb ist ein chemischer Zugang so wichtig: Erst nachdem wir jetzt das Molekül im Labor nachbauen können, kann es gezielt chemisch verändert und biologisch optimiert werden.“
Gemeinsam mit seinem Team entwickelte Prof. Schinzer eine konvergente Synthesestrategie. Statt das komplexe Molekül in einer langen Abfolge Schritt für Schritt aufzubauen, stellten die Forscherinnen und Forscher drei hochkomplexe zentrale Bausteine zunächst getrennt her und verbanden sie erst am Ende miteinander. Die Herstellung einzelner Teilstrukturen erforderte dabei bis zu 19 chemische Reaktionsschritte. Mit speziellen Kopplungsreaktionen gelang es schließlich, das vollständige Kohlenstoffgerüst von Neosorangicin A aufzubauen.
Antibiotikaresistenzen weltweit
Antibiotikaresistenzen zählen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zu den größten Bedrohungen für die globale Gesundheit. Eine 2024 in The Lancet veröffentlichte globale Analyse schätzt, dass im Jahr 2021 rund 1,14 Millionen Todesfälle direkt durch bakterielle Resistenzen verursacht wurden und 4,71 Millionen Todesfälle damit verbunden waren. Bis 2050 könnten jährlich bis zu 1,91 Millionen Menschen direkt an resistenten bakteriellen Infektionen sterben, wenn keine wirksameren Gegenmaßnahmen entwickelt werden.
„Resistente Infektionen sind kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, sondern längst ein globales medizinisches Problem“, sagt Prof. Schinzer. „Wir brauchen neue Strukturtypen, weil viele der klassischen Antibiotika ihre Wirkung verlieren. Naturstoffe wie Neosorangicin A können dafür wichtige Vorbilder liefern, aber nur, wenn wir lernen, sie chemisch beherrschbar zu machen.“
Bis zu einem wirksamen Medikament sei es aber noch ein weiter Weg, so der Chemiker Dieter Schinzer. Die erfolgreiche Synthese von Neosorangicin A liefere dafür jedoch eine entscheidende Grundlage: Sie mache einen bislang schwer zugänglichen Naturstoff chemisch verfügbar und veränderbar. „Damit können künftig stabilere Varianten entwickelt, biologische Wirkungen getestet und mögliche neue Wirkstoffkandidaten systematisch untersucht werden.“
Das Forschungsprojekt wurde unter dem Titel "KMU-innovativ-21: NEOSORA" unter anderem durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt BMFTR im Programm KMU-innovativ sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE (ZS/2024/01/183363) unterstützt.
Das natürliche Vergleichsmuster von Neosorangicin A stellte das Helmholtz- Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig bereit.
Dänemark strebt bis 2027 drei Millionen intakte Schweineschwänze an.
Dänemark hofft, bis 2028 vier Millionen Schweine mit intakten Schwänzen zu züchten.
Die dänische Schweineindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, die jährliche Anzahl der Schweine mit intaktem Schwanz, die zum Schlachten gelangen, zu verdoppeln. Dies geht aus Daten des dänischen Dachverbands für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung hervor.
Die Zahl von 3 Millionen Ringelschwanzschweinen für 2027 ist das Ergebnis einer Anpassung der eigenen Ziele. In den letzten Jahren boten die Erzeuger konstant etwa 500.000 Ringelschwanzschweine zur Schlachtung an. 2026 sollte sich diese Zahl verdoppeln. Ursprünglich war geplant, bis 2027 wieder doppelt so viele Schweine mit langen Schwänzen zu produzieren: 2 Millionen. Im Folgejahr lag das Ziel bei 4 Millionen.
Das Projekt hat die Erwartungen jedoch übertroffen, was zu neuen Zielen für 2027 geführt hat: In diesem Jahr sollen 3 Millionen Schweine mit unversehrten Schwänzen in die Schlachthöfe gebracht werden. Für 2028 bleibt die Zahl vorerst unverändert.
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Die Kosten für unkastrierte Schweine werden von der Branche getragen.
Das Projekt, das die Initiative organisiert, heißt „ Sammen om hele haler “ (Gemeinsam für unversehrte Schwänze). Das Projekt liegt in diesem Jahr im Zeitplan, schrieb Spezialist Niels-Peder Nielsen von der Dachorganisation.
Die zusätzlichen Kosten für die Zucht und Haltung langschwänziger Schweine werden von denjenigen Schweinehaltern finanziert, die weiterhin die Schwänze kupieren. Zu diesem Zweck wurde ein spezieller Fonds eingerichtet. Teilnehmende Erzeuger können bis zu 50 DKK (ca. 6,70 €) pro Ferkel mit intaktem Schwanz beantragen.
Diese Kosten könnten Folgendes umfassen:
- verstärkte Überwachung;
- mehr Ess- und Trinklokale;
- mehr Platz pro Schwein; oder
- die Anpassung von Lüftungssystemen.
Weder von den Herstellern noch von den Verbrauchern wird ein Aufpreis gezahlt.
Dänemarks Schweinehalter stehen unter Druck, dieses Projekt zu starten, da die öffentliche Meinung stark auf die Verbesserung des Tierwohls in der Schweineproduktion ausgerichtet ist. Dies erklärt das Interesse an der Finanzierung des Projekts.
Case Report: Am Anfang war die Kuh
Es begann mit kranken Kühen und endete Jahre später in einer infektiologischen Zwickmühle. Bei unserer Patientin sind hartnäckige Lymphknotenschwellungen erst der Anfang des Rätsels. Kommt ihr mit diesen Fotos auf die Lösung?
Alles beginnt im Jahr 2019 auf dem landwirtschaftlichen Betrieb einer damals 41-jährigen Landwirtin. Im Rinderbestand bricht Mycobacterium bovis aus – der Erreger der Rindertuberkulose! Ein klassischer Zoonose-Alarm, die Behörden sind in heller Aufregung. Die Herde wird gekeult. Kurz darauf erste Kollateralschäden: Der Ehemann entwickelt etwas später eine latente tuberkulöse Infektion (LTBI) und wird leitliniengerecht behandelt. Seine Frau bleibt zunächst beschwerdefrei.
Vier Jahre vergehen. Die kranken Kühe sind längst vergessen, da bemerkt die Frau eine Schwellung links am Hals. Die Suchmaschine spuckt bedrohliche Diagnosen aus „Lymphom, Metastasen, Krebs!“ Der Lymphknoten wird chirurgisch entfernt. Die Histopathologie zeigt verkäsende Granulome – kein Malignom. Alle sind erleichtert. Dass auch die molekulargenetische Diagnostik negativ bleibt, wird nur noch am Rand bemerkt. Weitere Untersuchungen gibt es keine, der Fall versandet. Ein fataler Trugschluss, wie sich später zeigen sollte… .
Klinisches Fazit für die Praxis
- Zoonotische Anamnese ernst nehmen: Jeder Kontakt zu infizierten Tieren (M. bovis-Ausbrüche in der Landwirtschaft) muss auch Jahre später als potenzielle Quelle einer (extrapulmonalen) Tuberkulose-Erkrankung auf dem Schirm bleiben.
- Chirurgen-Regel im OP: Bei Verdacht auf Tuberkulose niemals das gesamte Material in Formalin versenken! Mykobakterien brauchen reichlich natives Gewebe oder Abszesspunktat für die Kultur. Ohne lebende Erreger gibt es keine Kultur, keine Resistenztestung und keine Speziesdifferenzierung.
- Langen Atem beweisen: Extrapulmonale Tuberkulosen und insbesondere Lymphknoten-TBC neigen zu paradoxen Reaktionen (TB-IRIS) und protrahierten Wundheilungsstörungen. Das erfordert ein eingespieltes interdisziplinäres Team aus Infektiologen, Chirurgen und Pathologen…. .
Landwirte fordern weniger Bürokratie und pochen auf Hilfen
Mehr Zeit am Computer als im Stall? Landwirte in Sachsen-Anhalt wollen weniger Papierkram und weiterhin Unterstützung. Welche konkreten Änderungen sie von der Politik fordern.
Landwirte in Sachsen-Anhalt drängen auf verlässliche Rahmenbedingungen beim Pflanzenbau und der Tierhaltung.
Die Produktion müsse für Landwirte auskömmlich sein, sagte der Vizepräsident des Bauernbunds, Frank Böcker, bei der Vorstellung von Forderungen an die Parteien zur Landtagswahl in Magdeburg. Der Verband fordert weiterhin finanzielle Unterstützung für die Bauern, einen umfassenden Bürokratieabbau, Änderungen in der Landesverwaltung sowie die Abschaffung des Wolfs- und Biberkompetenzzentrums.
Konkret plädiert Präsident Martin Dippe dafür, die Ressorts Landwirtschaft und Umwelt in der Landesregierung wieder in einem Ministerium zu bündeln. Konflikte ließen sich einfacher lösen, wenn beide Bereiche unter einem Dach seien, sagte Dippe. Aktuell ist die Landwirtschaft im Wirtschaftsministerium angesiedelt, der Bereich Umwelt im Wissenschaftsministerium.
Praktikumsprämie hat etwas bewirkt
Obendrein warnt der Bauernbund vor Budgetkürzungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa. Die Produktionskosten sind den Angaben zufolge in Deutschland höher als in anderen Teilen Europas. Deshalb seien Ausgleichszahlungen wichtig, sagte Böcker. Zudem sollen landwirtschaftliche Nutzflächen vorrangig an aktive, ortsansässige Landwirte gehen.
Weiterhin drängt der Verband auf einen umfassenden Bürokratieabbau. Landwirte würden in der Tierhaltung etwa mehr Zeit vor dem Rechner als im Stall verbringen, sagte Böcker. Insgesamt müssten Meldepflichten reduziert werden. Diese würden in anderen Teilen der Welt auch nicht gefordert.
Positiv blicken die Bauern auf das steigende Interesse von jungen Menschen an den grünen Berufen. Die vom Land eingeführte Praktikumsprämie habe hier etwas bewirkt, betonte Dippe. Ein Problem sei allerdings, dass etwa junge Auszubildende zwischen 16 und 18 Jahren mit einem Traktor nur 40 km/h fahren dürften. Bei den Modellen sei der Standard 50 km/h. Andere europäische Länder hätten hier bessere Regeln, so Dippe.
