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NEWS
von der AVA und aus der Branche
04.09. 2026 - Shamonda-Virus: Was Tierärzte und Tierärztinnen der Nutztierpraxis jetzt wissen sollten
Das neu eingeschleppte Shamonda-Virus breitet sich in Europa aus. Bei Rindern stehen akute Krankheitszeichen sowie mögliche reproduktionsmedizinische Folgen, beim Pferd zentralnervöse Störungen im Fokus.
Update 04.09.: Gleich zwei unterschiedliche Varianten des Shamonda-Virus sorgen aktuell für Aufmerksamkeit. Das FLI identifizierte Anfang September 2026 eine weitere Variante in deutschen Rinderbeständen.
- Seit Juli 2026 werden in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland gehäuft Rinder mit Fieber, Durchfall und teils erheblichem Milchleistungsrückgang beobachtet.
- Anfang August 2026 wurde aus Proben erkrankter Rinder ein Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen, welches inzwischen als Shamonda-Virus (SHAV) bezeichnet wird.
- Ende August 2026 wurde das Shamonda-Virus bei mehreren Pferden in der Schweiz und bei einem Pferd in Rheinland-Pfalz festgestellt. Alle Tiere zeigten zentralnervöse Symptome.
- Ende August 2026 erfolgte zudem der Nachweis des Shamonda-Virus bei in Deutschland lebenden Schafen, Ziegen und einem Alpaka. Die Ausbreitung unter anderen empfänglichen Tierarten hält an.
- Anfang September 2026 meldete das FLI den Nachweis einer zweiten Virusvariante (Shamonda-Virus Europe 2) in Rinderproben aus Nordwest- und Ostdeutschland. Nach aktueller Einschätzung handelt es sich um zwei voneinander unabhängige Seuchengeschehen.
- Das Shamonda-Virus ist in Deutschland nicht meldepflichtig.
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30.08.2026: Seit Juli 2026 werden in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland gehäuft Rinder mit Fieber, Durchfall und teils erheblichem Milchleistungsrückgang beobachtet. Anfang August identifizierten das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und das Schweizer Institut für Virologie und Immunologie (IVI) ein Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe. Zunächst war vom „Shamonda-like-Virus“ die Rede. Inzwischen bezeichnet das FLI die europäische Variante aufgrund ihrer großen genetischen Ähnlichkeit als Shamonda-Virus (SHAV). Noch ist vieles offen – insbesondere die Frage nach möglichen Folgen für trächtige Tiere… .
Lesen Sie dazu auch den AVA-Beitrag
ISN: Endgültige Viehzählungsergebnisse bestätigen deutlichen Rückgang der Betriebszahlen

Stabile Bestände, aber weniger Schweinehalter: Dieser Trend setzte sich auch in diesem Jahr weiter fort ©ISN nach Destatis
Rund 14.550 schweinehaltende Betriebe gibt es in Deutschland noch. Damit setzt sich der Strukturwandel unvermindert fort: Während der Schweinebestand zuletzt leicht zulegte, sinkt die Zahl der Betriebe weiter deutlich. Besonders stark zeigt sich der Rückgang in der Sauenhaltung.
ISN: Die endgültigen Viehzählungsergebnisse bestätigen den anhaltenden Trend zu Betriebsaufgaben. Angesichts des hohen wirtschaftlichen Drucks und der stetig steigenden Anforderungen steigen immer mehr Betriebsleiter aus der Schweinehaltung aus… .
Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert eine klare Zukunftsperspektive von der Politik.
Landwirte wünschen sich sichere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und klare Perspektiven. Warum der Bauernverband jetzt politischen Druck aufbauen will.
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Neues Shamonda-Virus breitet sich bei Rindern aus
Das Shamonda-Virus ist seit dem Sommer in Mitteleuropa nachgewiesen. Inzwischen betrifft es 62 Rinderbestände in Rheinland-Pfalz.
Fieber, Durchfall und weniger Milchleistung: In immer mehr Rinderbetrieben in Rheinland-Pfalz wird das sogenannte Shamonda-Virus nachgewiesen. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes (LUA) Rheinland-Pfalz in Koblenz sind bislang 62 Bestände (Stand 2. September) positiv auf das Virus getestet worden.
| Neues Shamonda-Virus breitet sich bei Rindern aus Das Shamonda-Virus ist seit dem Sommer in Mitteleuropa nachgewiesen. Inzwischen betrifft es 62 Rinderbestände in Rheinland-Pfalz. Fieber, Durchfall und weniger Milchleistung: In immer mehr Rinderbetrieben in Rheinland-Pfalz wird das sogenannte Shamonda-Virus nachgewiesen. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes (LUA) Rheinland-Pfalz in Koblenz sind bislang 62 Bestände (Stand 2. September) positiv auf das Virus getestet worden.
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TAMG: Wie geht es weiter mit dem Antibiotikaminimierungskonzept?
Weniger Bürokratie im Tierarzneimittelgesetz? bpt und BTK begrüßen die geplanten Anpassungen beim Antibiotikaminimierungskonzept.
Das in 2014 mit der 16. AMG-Novelle eingeführte Antibiotikaminimierungskonzept hat unbestritten zu einer Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung beigetragen. Seit 2011 wurde der Antibiotikaeinsatz um fast 70 Prozent reduziert und es wurden neue rechtliche Bedingungen geschaffen, insbesondere für die Anwendung der sog. kritischen Antibiotika.
Also ein guter Zeitpunkt, um endlich darüber nachzudenken, ob die mit dem Antibiotikaminimierungskonzept verbundenen bürokratische Belastungen noch notwendig sind und eine Überfüllung europäischer Vorgaben überhaupt noch rechtfertigen („Goldplating“).
Vom zuständigen Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) wurde der Ball aufgenommen und ein Eckpunktepapier vorgelegt, mit konkreten Vereinfachungen und Entlastungen für Tierärzt:innen und Tierhalter:innen beim Antibiotikaminimierungskonzept. Gemeinsam mit der Bundestierärztekammer (BTK) hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) dazu Stellung genommen.
Insbesondere begrüßen BTK und bpt die Anhebung der Schwellenwerte für die aufwändigen Maßnahmenpläne, eine Anpassung der Formel zur Berechnung der Therapiehäufigkeit sowie die Verschiebung von Jung- und Legehennen in die Beobachtung. Kälber sollen in zwei Altersgruppen aufgeteilt werden und Fristen und Stichtage sollen angepasst werden… .
Der Referentenentwurf zur Umsetzung des Eckpunktepapiers soll innerhalb der nächsten 2-3 Monate vorgelegt werden.
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Tragödie auf Alm wegen Hund: 6 Rinder stürzen bis zu 100 Meter in die Tiefe
Auf der Astenau Alm im Tiroler Rofangebirge stürzten sechs Almrinder 100 Meter in die Tiefe und mussten im Zuge einer mühsamen Bergungsaktion teils notgeschlachtet werden. Die Tragödie steht in Zusammenhang mit einer Hundeattacke.
Es war wohl zwischen 10 und 12 Uhr vormittags, als ein nicht angeleinter Hund die Weidetiere angriff und nach einer Hetzjagd über die Klippen jagte. Wie die Kronenzeitung kürzlich berichtete, standen die betroffenen Tiere, vier Jahrlinge und zwei Kälber, unter der Obhut des Hüttenwirts Stefan Biechl, der sich außerdem auch um zwölf Schafe kümmert.
Gegen Mittag sei dann ein Kalb heftig blökend zur Hütte gelaufen, worauf der Hüttenwirt den Sohn losschickte, um nach den anderen Tieren zu sehen… .
Tierhaltung stärken, Versorgung sichern
Landvolk und DVT fordern bessere Rahmenbedingungen
Die Zukunft der Tierhaltung in Niedersachsen und die Versorgung mit hochwertigem Futter standen im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem Vorstand der Regionalgruppe Nord des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) und dem Landvolk Niedersachsen. Beide Seiten verbindet das Ziel, die Tierhaltung als wichtigen Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum leistungsfähig und zukunftsfest aufzustellen.
Mit Blick auf die Ernte 2026 verwies Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies auf die angespannte Versorgungslage in Europa: „Dieses Jahr wird jedes Korn gebraucht, auch wenn es etwas kleiner ist.“ Umso wichtiger seien zukünftig höhere Produktionsmengen und eine bessere Futterqualität. Gerade der Proteingehalt sei durch die stickstoffreduzierte Düngung gesunken. „Die Düngeverordnung muss deshalb stärker am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden“, forderte Hennies. Nur so ließen sich effiziente Futterproduktion und Selbstversorgung sichern.
Tierernährung ist gelebte Kreislaufwirtschaft, bei der als oberste Prämisse die Futtermittelsicherheit steht. „Wir sind auf regional erzeugte Rohstoffe angewiesen, um daraus hochwertige Futtermittel zu produzieren, die wieder in der Region gefüttert werden. Dies stärkt nicht nur die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum, es trägt auch maßgeblich zu einer nachhaltigen Produktion bei“, betont DVT-Geschäftsführer Dr. Sebastean Schwarz.
„Wir müssen die Tierhaltung in Niedersachsen stärken, denn wir sind ein Gunststandort“, betonte Hennies. Leistungsfähige Landwirtschaft, heimische Futtermittelerzeugung, Fachkräfte und hohe Standards böten beste Voraussetzungen für eine effiziente Tierhaltung. Dafür brauche es weniger Bürokratie und schnellere Verfahren: Baurecht und Baugenehmigungen müssten vereinfacht und beschleunigt, Umweltauflagen im Rahmen von Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und „TA Luft“ praxistauglicher gestaltet werden.
Auch die Klimabilanzierung war Thema. Ziel sei eine schlanke und einheitliche Bilanzierung ohne zusätzlichen unnötigen Aufwand für Landwirtschaft und Futtermittelwirtschaft. Um dies zu erreichen, hat der DVT langfristig die umfassende Berechnung des ökologischen Fußabdrucks für Futtermittel vorbereitet und ist Mitglied im Global Feed LCA Institute (GFLI). Dr. Hermann-Josef Baaken, Sprecher der DVT-Geschäftsführung, erläutert: „Damit erhalten alle interessierten Mitgliedsunternehmen Zugang zu einer umfassenden Datenbank zur Lebenszyklusanalyse (LCA) von Futtermitteln. Die Daten ermöglichen eine international einheitliche Berechnung des Umwelt-Fußabdrucks und bieten eine belastbare Basis für fundierte Analysen, die eine objektive Vergleichbarkeit ermöglichen.“ Der DVT verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Erhebungen bei den Mitgliedern zu den positiven Auswirkungen einer Mehrphasenfütterung auf die Stickstoffausscheidung in der Schweine- und Hähnchenmast.
Bei Tierseuchen und Biosicherheit setzen beide Verbände auf Vorsorge. Eine wirksame Schadnagerbekämpfung müsse möglich bleiben und dürfe nicht durch Verbote eingeschränkt werden. Schließlich gehe es dabei um Lebensmittelsicherheit. Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) müssten Handelshemmnisse schneller gelöst, die Vermarktung regional betroffener Ware bundeseinheitlich verbessert und Regionalisierungsabkommen mit Drittländern konsequenter genutzt werden.
Der Resistenzentwicklung einen Schritt voraus
Wie Bakterien Resistenzen gegen Antisense-Antibiotika entwickeln - und wie sich künftige Therapien weniger anfällig dafür machen lassen
Antimikrobielle Resistenz ist eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Eine neue Klasse programmierbarer Antibiotika, die sogenannten Asobiotika, kann zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt werden, wenn klassische Antibiotika versagen. Ein Forscherteam des TWINCORE, Zentrum für experimentelle und klinische Infektionsforschung, des Exzellenzclusters RESIST sowie des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg hat nun untersucht, wie sich Bakterien an Asobiotika anpassen. Ihre Ergebnisse haben sie kürzlich in „Nature Communications“ veröffentlicht.
Asobiotika basieren auf kurzen Sequenzen von Antisense-Oligonukleotiden, die essenzielle bakterielle Gene selektiv blockieren. Da ihre Sequenz schnell neu gestaltet werden kann, bieten sie das Potenzial, mit der Evolution antibiotikaresistenter Krankheitserreger Schritt zu halten.
„Wir haben im Labor Evolutionsexperimente an vier wichtigen gramnegativen bakteriellen Krankheitserregern durchgeführt, um systematisch zu untersuchen, wie Resistenzen gegen Asobiotika entstehen“, sagt Adam Mulkern, ehemaliger Postdoktorand in der Gruppe „Systembiologie mikrobieller Gemeinschaften“ am TWINCORE und Erstautor der Studie. „Wir haben festgestellt, dass Bakterien entweder den Eintritt des Antibiotikums in die Zelle verhindern oder die zelluläre Abwehrreaktion verändern, sobald das Molekül sein Ziel erreicht hat.“ Wichtig ist, dass es weitgehend vom Peptid abhängt, das zur Zuführung des Antibiotikums in die Bakterienzelle verwendet wird, welcher Resistenzmechanismus sich entwickelt.
In zusätzlichen Kontroll-Evolutionsexperimenten mit nicht zielgerichteten („scrambled“) Antisense-Molekülen konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die beobachteten Mutationen spezifisch durch die Antisense-Aktivität ausgelöst wurden. Die Forscher bestätigten zudem, dass eine einzige Mutation im Gen prfB ausreicht, um die Resistenz zu erhöhen, und validierten damit einen bisher unbekannten Resistenzmechanismus… .
Westfleisch: Alois Rainer & „ArtificialVet“ in der Fleischuntersuchung
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer besuchte den Westfleisch-Standort in Oer-Erkenschwick, um sich über den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der amtlichen Fleischuntersuchung zu informieren. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch mit den Verantwortlichen von Westfleisch sowie die Besichtigung des Pilotprojekts „ArtificialVet“.
Minister Rainer erhielt vor Ort Einblick in die praktische Anwendung des KI-gestützten Systems. Seit Dezember 2025 unterstützt „ArtificialVet“ das amtliche Untersuchungspersonal im Rahmen einer Pilotphase mit digitalen Vorbefunden.
KI als „digitales Auge“ der Fleischuntersuchung
Kern dieses Systems ist eine Anlage mit sechs Hochleistungskameras, die den geschlossenen Schweineschlachtkörper erfassen. Eine KI analysiert die Aufnahmen und erkennt u.a. Veränderungen an Ohren und Schwanz sowie Umfangsvermehrungen. Grundlage sind tausende von Expertinnen und Experten bewertete Beispielbilder. Die amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte geben aber zu jeder Zeit den fachlichen Maßstab vor und treffen weiterhin die abschließende Befundentscheidung. Die KI dient ausschließlich als zusätzliches Unterstützungsinstrument.
Bundesweit einmaliges Projekt
„ArtificialVet“ ist eine gemeinsame Entwicklung von Westfleisch, der CIMT AG, einem international tätigen IT Consulting-Spezialisten für digitale Transformationsprojekte aus Hamburg, und dem Veterinäramt des Kreises Recklinghausen. Das Projekt ist bundesweit das erste seiner Art. Für die Entwicklung und Validierung des Systems arbeiten Wirtschaft, Behörden und Wissenschaft eng zusammen. So begleitet seit April 2026 die Uni Leipzig das Projekt wissenschaftlich im Rahmen einer Doktorarbeit. „Unser Ziel ist es, mit dem Einsatz von KI einen zusätzlichen Baustein für die amtliche Fleischuntersuchung zu entwickeln. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Wissenschaft ist dafür eine wesentliche Voraussetzung“, sagte Dr. Anne Hiller.
Der Besuch des Bundeslandwirtschaftsministers bot Gelegenheit, die Anwendung von „ArtificialVet“ in der Praxis zu zeigen und über die Potenziale digitaler Technologien für die Weiterentwicklung der amtlichen Fleischuntersuchung zu sprechen. Mit dem Pilotbetrieb in Oer-Erkenschwick sammelt Westfleisch wichtige Erkenntnisse für die Bewertung der Chancen und Grenzen KI-gestützter Verfahren in der Fleischuntersuchung für die gesamte Branche. Diese Erfahrungen sollen die weitere Entwicklung und Einordnung der Technologie unterstützen.
ASP-Prävention und Marktöffnung weiter im Blick
Neben dem Einsatz von KI standen bei diesem Austausch weitere aktuelle Themen der Fleischwirtschaft im Fokus. So sprachen die Westfleisch-Verantwortlichen über die Prävention und den Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Westfleisch brachte dabei die Anforderungen an die Branche im Falle eines Ausbruchs in einem Hausschweinebestand sowie die Bedeutung einer frühzeitigen Vorbereitung und klarer Abläufe im Ernstfall zur Sprache. Auch die Perspektiven einer Marktöffnung für deutsche Schweinefleischprodukte in China waren Gesprächsthema. Alle Beteiligten lobten dabei die Unterstützung durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Beide Parteien betonten, dass die gemeinsamen Anstrengungen für eine Öffnung des chinesischen Marktes weiter vorangetrieben werden sollen.
(Beitrag aus FT Fleischerei Technik)
Naturklänge: Welcher Vogel singt am schönsten?
Vogelgesang gehört zu den positivsten Eindrücken, die wir in der Natur erfahren können. Aber welche seiner akustischen Merkmale bestimmen, was wir als angenehm empfinden? Ein Team der Uni Tübingen hat sich das mal genauer angeschaut.
Der Gesang der Amsel (Turdus merula) ist für viele Menschen ein besonderer Quell der Freude.
Wenn man Menschen nach den wichtigsten Quellen für Erholung in der Natur fragt, dann landet das Gezwitscher von Singvögeln ganz oben. Kein Wunder, denn Vogelgesang tut nachweislich der Seele gut: Er lenkt unsere Aufmerksamkeit weg von psychischen Belastungen, vermittelt das Gefühl von Sicherheit, aktiviert den Parasympathikus und lindert Stress – allerdings nur, wenn das Geträller als angenehm empfunden wird. Aber welche akustischen Merkmale definieren, ob wir einem Vogel gerne lauschen?
Fachleute der Universität Tübingen haben analysiert, welchen Einfluss verschiedene klangliche Charakteristika wie Tonhöhe oder Komplexität eines Vogellieds auf die menschliche Wahrnehmung haben. Ihre Ergebnisse publizierten sie in »Frontiers in Bird Science«.
Das Team um Christoph Randler und Nadine Kalb lud 84 Probanden (davon 68 Prozent weiblich) in ihr Labor ein und spielte ihnen jeweils 15-sekündige Tonaufnahmen von 123 heimischen und bei uns weitverbreiteten Vogelarten vor. Die Freiwilligen wurden gebeten, jeden einzelnen Gesang beziehungsweise Ruf auf einer Skala von eins bis fünf zu bewerten – je höher, desto angenehmer. Außerdem wurden sie danach befragt, wie gut sie ihre ornithologischen Kenntnisse einschätzten… .
Die beste Note erhielt die Amsel, am wenigsten mochten die Teilnehmenden den schrillen Ruf der Schleiereule… .
