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NEWS
von der AVA und aus der Branche
1300 Arbeitsplätze in Gefahr: BayWa schließt 26 Standorte in Deutschland
Die BayWa AG, ein traditionsreiches Unternehmen mit Sitz in München, sieht sich aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Der bekannte Baumarkt-Gigant, dessen Sortiment von Tierfutter über landwirtschaftliche Maschinen bis hin zu verschiedensten Bauzubehörteilen und Heizmaterialien reicht, hat angekündigt, insgesamt 26 Standorte deutschlandweit zu schließen. Dies betrifft etwa die Hälfte der Standorte in Bayern, wo die Firma stark verwurzelt ist.
Zusätzlich zu den Standortschließungen wird die BayWa auch eine erheblich reduzierte Personalstärke vornehmen. Im Zuge dieser Umstrukturierung sollen rund 1300 der insgesamt 8000 Vollzeitstellen abgebaut werden, was zu erheblichen Einschnitten für die betroffenen Mitarbeiter führen wird.
Die Schließungen betreffen insbesondere die Geschäftsbereiche Landwirtschaft und Baustoffe, wohingegen die Agrartechniksparte des Unternehmens nicht in den Maßnahmen enthalten ist. Der Fokus des Stellenabbaus wird sich vor allem auf die Zentrale in München richten, wo ein erheblicher Teil der Entlassungen erwartet wird. Ein Sprecher der BayWa äußerte gegenüber der BILD-Zeitung, dass die Überprüfung des bestehenden Standortenetzes auf Basis von Nachfrage und Profitabilität erfolgt sei. Die Analyse habe eindeutig gezeigt, dass die betroffenen Standorte im Bereich Baustoffmärkte und Agrarbedarf langfristig nicht rentabel sein würden. Die Schließungen werden schrittweise bis Ende 2027 durchgeführt.
Die betroffenen Standorte sind unter anderem Altensteig, Rothenfeld, Gars, Triftern, Schwandorf, Gangkofen, Niederstotzingen, Thiersheim, Velden, Kronach, Neuenmarkt, Mittelneufnach, Scheßlitz, Ehingen, Neu-Ulm und Obertraubling.
Obwohl der Großteil der Einsparungen in den zentralen Verwaltungseinheiten realisiert werden soll, wird nicht ausgeschlossen, dass es auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen könnte. Laut dem Unternehmenssprecher plant die BayWa, den Prozess so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, sieht jedoch die Notwendigkeit, sich von einem beträchtlichen Teil ihrer Belegschaft zu trennen.
Ein Grund für die gegenwärtige Krise wird in dem aggressiven und zeitweise zu schnellen Wachstum des Unternehmens in der Vergangenheit, das stark auf Schulden basierte, gesehen. Dies geschah in einer Phase, in der günstige Kredite verfügbar waren. Aktuell wird eher von einer Sanierung des hochverschuldeten Unternehmens als von einer drohenden Insolvenz gesprochen….
MKS bedroht Landwirte: "Wir müssten über Nacht die Lichter abdrehen"
1,9 Milliarden Euro beträgt der Produktionswert von Milch in Österreich, jener von Rindfleisch 850 Millionen Euro. Selbst kleine Preisschwankungen haben große Auswirkungen auf den Markt.
Die Maul- und Klauenseuche vor den Toren Österreichs versetzt Landwirtschaft, Industrie und Handel in Aufregung. Ein Ausbruch könnte Existenzen vernichten, Exporte stoppen und Preise verrücktspielen lassen
Wilhelm Schoditsch gibt sich keinen Illusionen hin. Bräche die Maul- und Klauenseuche in seinem Betrieb aus, müsste er über Nacht die Lichter abdrehen. Ein infiziertes Rind zwänge ihn dazu, alle seine mehr als 300 Kühe und Kälber zu keulen. Die Versicherungen für die Tiere deckten nur einen Bruchteil des Schadens ab. "Unsere wirtschaftliche Existenz wäre bedroht."
Schoditsch ist im Burgenland Milchbauer in siebter Generation. Als Kind erlebte der 61-Jährige die rasante Verbreitung des Virus 1973, als auf 1600 Höfen an die 4500 Rinder und 75.000 Schweine in Österreich notgeschlachtet wurden. Seine Familie blieb davon verschont. Der Markt aber habe sich über Jahre nicht von der Krise erholt, erinnert sich der Landwirt.
Sollte sein Hof in eine Schutzzone fallen, müsste er seine Milch entsorgen. Erreichte das hochansteckende Virus seinen nach außen hin offenen Laufstall, wäre der jahrzehntelange Aufbau seiner Herde zunichtegemacht. Als Züchter kenne er jede seiner Kühe beim Namen und selbstredend ihren Stammbaum, sagt Schoditsch. Er arbeite zeitlebens zehn bis 14 Stunden am Tag – für Milchpreise, die nicht höher seien als vor 30 Jahren. "Gott sei Dank fehlt mir die Zeit, darüber zu viel nachzudenken."... .
MKS: Tierärzte, Landwirte und Hobbytierhalter warnen
Behörden, Landwirte und Hobbytierhalter treffen sämtliche Maßnahmen, um eine Ausbreitung der Tierseuche im Bezirk zu verhindern. Doch alle Bürger – auch Nicht-Tierhalter – sind dringend gefordert. Eine Verbreitung hätte fatale Folgen: Tierleid und zerstörte Existenzen in der regionalen Landwirtschaft.
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) grassiert aktuell in Ungarn und der Slowakei. Auch in Deutschland gab es heuer schon Fälle. Sie ist brandgefährlich für sämtliche Klauentiere wie Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine, Kamele oder auch Wild. Das Bundesheer ist an den Grenzen im Assistenzeinsatz. Lastwägen werden desinfiziert, um ein Übergreifen der Krankheit zu verhindern. Rinderzuchtschauen wurden teils bereits abgesagt und Streichelzoos geschlossen.
Der Bezirk Lilienfeld ist aktuell keine Sperrzone, doch die Bezirkshauptmannschaft rät zu höchster Vorsicht. Landwirte treffen strikte Vorsorgemaßnahmen.
Die Übertragung über die Luft ist über 60 Kilometer Distanz möglich.
Die Übertragung passiert schnell und unbemerkt. „Sie erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren – etwa über den Inhalt der Aphthen, also Blasenbildungen im Maulbereich, sowie über die Ausatemluft – oder durch deren Produkte wie Milch, Fleisch oder Samen sowie durch deren Ausscheidungen. Außerdem wird die MKS über kontaminierte Gerätschaften, Schuhwerk oder Fahrzeuge verbreitet“, zählt Lilienfelds Amtstierarzt Michael Suda auf. Eine Übertragung über die Luft ist über beträchtliche Distanzen von bis zu 60 Kilometern möglich.
Die Inkubationszeit bei betroffenen Tieren reicht von zwei bis 14 Tagen. Ein Symptom ist beispielsweise die Blasenbildung (Aphthen) im Maulbereich (an der Lippeninnenseite, der Zunge und dem Zahnfleisch). „Dadurch speicheln die Tiere und zeigen eine verminderte Fresslust“, erklärt Veterinär Suda. Weiters betroffen sind oft Euter und Klauen im Bereich des Zwischenklauenspalts und des Kronsaums. Außerdem haben erkrankte Tiere meist hohes Fieber (40–42 °C), Schmerzen, Apathie, Lahmheit und einen Rückgang der Milchleistung. Die Morbidität kann 100 Prozent erreichen. Die Mortalität ist bei erwachsenen Tieren meist gering (bis zu 5 Prozent), bei jungen Kälbern, Lämmern und Ferkeln kann sie 20 Prozent oder mehr betragen.
Die Folgen eines Ausbruchs sind für Tiere und Tierhalter – egal, ob Landwirt oder Hobbytierhalter – fatal. Eine prophylaktische Impfung ist in der EU verboten. „Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit für erkrankte Tiere. In einem MKS-positiven Betrieb müssen alle Klauentiere gekeult werden“, warnt der Veterinär. Er rät zur absoluten Einhaltung präventiver Maßnahmen.
Mensch kann sich auch infizieren, zumeist aber ohne gröbere Folgen
Eine Infektion des Menschen – bei beruflich exponierten Personen – kann gelegentlich auftreten, führt aber in der Regel nicht zu einer Erkrankung bzw. zu gutartigen Verlaufsformen, die spontan ausheilen. Symptome können eine Bläschenbildung an den Armen oder eine Bindehautentzündung sein. Eine Infektion über den Verzehr von Lebensmitteln sowie eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung sind nicht bekannt.
Milch und Fleisch von an Maul- und Klauenseuche erkrankten Paarhufern könnten nach geeigneter Zubereitung ohne Bedenken verzehrt werden. Dies kommt jedoch insofern nicht in Frage, da gekeulte Tiere und deren Produkte ausnahmslos über die SARIA (Tierkörperentsorgung) seuchensicher entsorgt werden müssen, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern.
Den letzten Seuchenzug der MKS in Österreich gab es 1976 und vereinzelt im Jahr 1981. Inwieweit damals der Bezirk Lilienfeld betroffen war, kann man zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr sagen. „An die Seuchenteppiche können sich allerdings sicher noch viele erinnern. Was berichtet werden kann, ist, dass der damalige Ausbruch der Seuche vor allem dem Weinviertel sehr stark zugesetzt hat. Viele bäuerliche Betriebe haben dort nach den angeordneten Keulungen kein Vieh mehr eingestallt“, erinnert sich Suda.
Abschließend merkt er an: „Neben dem immensen wirtschaftlichen Schaden dürfen wir nicht die enorme psychische und körperliche Belastung der Landwirte, der mitwirkenden Veterinäre und des gesamten Einsatzpersonals vergessen.“
Das bestätigt auch Lilienfelds Bezirksbauernkammerobmann Rudolf Buchner, Landwirt mit Rinderhaltung in Traisen: „Für uns Landwirte im Bezirk bedeutet das nun, dass wir sehr wachsam sein müssen und unsere Ställe in der nahen Zukunft für Besucher geschlossen halten werden. Tierzuchtveranstaltungen sowie Viehmärkte sind vorerst abgesagt, um eine Ausbreitung auf jeden Fall zu verhindern.“
Der Schutz der Tierbestände und der Tiergesundheit hat oberste Priorität
Die Landwirte des Bezirks wollen sämtliche betriebliche Biosicherheitsmaßnahmen einhalten, um eine Einschleppung in die Betriebe auf jeden Fall hintanzuhalten. „Eine gute Absprache und Zusammenarbeit mit der Behörde, aber auch mit der Jägerschaft ist jetzt ganz wichtig, um alle Verdachtsfälle sofort zu melden und zu untersuchen“, weiß Buchner.
Ein Ausbruch dieser Krankheit im Bezirk hätte für betroffene und angrenzende Betriebe fatale Folgen. „Betroffene Betriebe wären verpflichtet, den gesamten Tierbestand zu keulen“, unterstreicht auch er die Warnung des Amtstierarztes. Und: „Dazu kommt das Tierleid, das durch die Krankheit ausgelöst wird, die psychische Belastung der Betriebsführer, bei denen die Arbeit von Generationen und deren Lebensgrundlage verloren geht. Wir sprechen hier von existenziellen Bedrohungen.“ Außerdem würden auch andere Berufsgruppen im nachgelagerten Bereich große Probleme bekommen, wie Molkereien und Schlachtbetriebe. In der Folge ist, unterstreicht Buchner, „die Versorgungssicherheit der Bürger mit regionalen Lebensmitteln gefährdet.“
Er versichert: „Wir halten die Tierhalter im Bezirk ständig auf dem Laufenden und lassen ihnen alle Informationen so schnell wie möglich zukommen.“ Dies erfolgt über das breite Netz an Funktionären im ganzen Bezirk.
Appell: „Regionale Lebensmittel kaufen“
Sein dringender Appell an die Konsumenten: „Ich würde aber wirklich alle dringlichst bitten, beim Einkauf auf die Regionalität zu achten und nach Produkten heimischer Herkunft im Regal zu greifen.“ Des Weiteren ist es jetzt ganz wichtig, betont er, „keine Lebensmittel aus dem Ausland mit nach Hause zu nehmen und diese vielleicht unachtsam bei uns wegzuwerfen.“
Kein Essen im Wald entsorgen, Hund nicht auf Futter- und Weideflächen lassen
Um eine Biosicherheit auf den Betrieben zu gewährleisten, ist es jetzt ganz wichtig, betont er, „Futterflächen, sprich Wiesen und Weiden, sauber zu halten und diese nicht zu verschmutzen.“ Freilaufende Hunde auf Futterwiesen und Weiden stellen auch ein Risiko für die Verbreitung der MKS dar.
Auch der St. Veiter Bauernbundobmann Thomas Kahrer hat schon strenge Vorkehrungen getroffen. Er produziert Schafkäse. Bei ihm am Hof gibt es aktuell rund 30 ausgewachsene Schafe und 30 Lämmer. „Wir tragen im Stall ausschließlich ein eigenes Gewand und haben Schmutzschleusen am Betrieb eingerichtet“, nennt er einige seiner aktuellen Maßnahmen. Denn auch er weiß um das hohe Risiko einer Ausbreitung. Er möchte keine Panik machen, aber er appelliert, die Empfehlungen der Behörde einzuhalten, denn: „Ich glaube, viele sind sich noch gar nicht des Risikos, vor allem der Folgen einer Ausbreitung, bewusst.“ Lebensmittel im Wald zu entsorgen, sei tabu. Auch Weidmänner, die im Ausland jagen, seien nun gefordert, darauf aktuell zu verzichten oder höchste Hygienemaßnahmen walten zu lassen.
Hobbytierhalter haben Angst um ihre Lieblinge
Auch Hobby-Tierhalter im Bezirk tragen Sorge um ihre Tiere. Anita Vonwald vom Weghof in Wiesenbach hat neben dem Pferdeeinstellbetrieb auch Ziegen und Kamele am Hof. Aktuell möchte sie, sofern sich die Situation nicht verschärft, noch geplante Veranstaltungen wie die Ostereiersuche für Kinder durchführen. Zutritt zu den Ziegen oder Kamelen ist jedoch bis auf Weiteres strengstens untersagt. Sie plant, „bei den Klauentieren eine Absperrung zu machen, damit diese niemand streichelt“, wie sie betont.
Fälle in Ungarn, Slowakei und Deutschland
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) teilt zur Ausbreitung in den Nachbarländern mit: Am 31. März meldeten die slowakischen Behörden einen weiteren Ausbruch von MKS. Der betroffene Rinderbetrieb befindet sich in Grenznähe zu Österreich. Bereits am 21. und 25. März wurden im Süden der Slowakei vier Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) bestätigt.
Am 2. April meldete Ungarn zwei weitere Ausbrüche von MKS. Zuvor, am 26. März, meldeten die ungarischen Behörden einen Ausbruch auf einem Rinderbetrieb. Der Betrieb befindet sich nur wenige Kilometer von der österreichischen Staatsgrenze entfernt. Durch den grenznahen Ausbruch in Ungarn reicht die Überwachungszone, die aufgrund dieses Ausbruchs in Ungarn eingerichtet wurde, auch auf österreichisches Staatsgebiet. Doch dies sind nicht alle Fälle: Schon am 7. März wurde in einem Rinderbetrieb in Ungarn ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche gemeldet.
Auch Deutschland ist betroffen. Am 10. Jänner wurde im Bundesland Brandenburg ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (Serotyp O) gemeldet. Es handelt sich um den ersten Ausbruch seit dem Jahr 1988. Die infizierten Wasserbüffel des betroffenen Kleinbetriebs wurden getötet, und auch Tiere benachbarter Betriebe wurden vorsorglich gekeult. Bis dato wurden keine weiteren infizierten Tiere bzw. Betriebe gefunden. Der Ursprung des Virus ist unklar.
Mehr dazu bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hier… .
US-Zölle: Zwanzig Prozent auf alles
US-Präsident Donald Trump hat einen zusätzlichen pauschalen Einfuhrzoll in Höhe von 10% auf Importe aus der „ganzen Welt“ erlassen.
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Frühjahrsbelebung der Schweinepreise hält an
Die Preise auf den europäischen Schlachtschweinemärkten haben sich zuletzt weiter nach oben bewegt. Deutliche Impulse brachten das Ostergeschäft und die Grillsaison. Parallel dazu entwickelte sich das Angebot rückläufig.
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Wie lange haben wir noch echtes Fleisch auf dem Teller?
Große internationale Konzerne aus der Fleisch- und Lebensmittelbranche beteiligen sich mit immensen Investitionen an kultiviertem Laborfleisch. Sägen sie damit nicht an dem Ast, auf dem sie sitzen? Oder steckt da mehr dahinter und sie wittern ein Riesengeschäft à la Agenda 2030?
Im Januar 2024 strahlte Kla.TV die Sendung „Nahrung als Waffe“ aus. Hier wurde die Verbindung zwischen den damaligen Bauernprotesten und dem Angriff der WEF-Agenda 2030 [Weltwirtschaftsforum] auf unsere Nahrung und deren Erzeuger – sprich unsere Bauern – festgestellt. Zudem veröffentlichte Kla.TV auch „Frankensteins Buffet à la Agenda 2030 – Alles über Fleischersatz“, worin wiederum die Zusammenhänge zwischen der genannten Agenda und den Entwicklungen in der Lebensmittelindustrie aufgezeigt wurden – um rechtzeitig vor Produkten aus deren Laboratorien, wie z.B. Fleischersatz oder künstlich gezüchtetem Fleisch, zu warnen.
ktuell beteiligen sich große internationale Konzerne aus der Fleisch- und Lebensmittelbranche mit viel Geld an Startups und Pionierunternehmen. Kapitalgeber wie Bill Gates, Sergey Brin [Mitbegründer von Google], der britische Milliardär Richard Branson [Mitbegründer der Marke Virgin] oder namhafte Hollywood-Prominenz wie Leonardo DiCaprio feuern den Hype um das – nur vermeintlich – tierfreie Zellkultur-Fleisch weiter an. Auch China investiert 300 Mio. US-Dollar in drei israelische Start-Ups: SuperMeat, Future Meat Technologies und Meat the Future.
Auch bereits etablierte Big-Player aus der Fleisch- oder Pharmabranche, wie etwa die PHW-Gruppe, einer der größten Geflügelproduzenten Europas, zu dem auch Wiesenhof gehört, investierte 40 Millionen Euro in eine strategische Partnerschaft mit Mosa Meat [April 2024], einem niederländischen In-vitro-Fleisch-Hersteller [kultiviertes oder Laborfleisch].
In Großbritannien wurde Mitte 2024 durch die Animal and Plant Health Agency, das Ministerium für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft, im Labor gezüchtetes Hühnerfleisch von Meatly als Tierfutter bereits zugelassen…. .
Maul- und Klauenseuche: "Viren kennen keine Zeit oder Grenzen"
Damit es in Österreich zu keiner Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) kommt, werden kleine Grenzübergange geschlossen. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer, erklärt, wie Infektionen verhindert werden können.
Weideaustrieb in NRW startet
Auf vielen Bauernhöfen in Nordrhein-Westfalen beginnt in diesen Tagen der Weideaustrieb. Landwirt Torsten Mühlinghaus aus Wermelskirchen im Bergischen Land etwa will heute seine rund 90 Milchkühe auf die Weideflächen schicken. Das Spektakel lockt meist auch zahlreiche Zuschauer an.
Der Weideaustrieb richte sich nicht nach einem festen Termin, sagte eine Sprecherin der Landwirtschaftskammer NRW. «Es ist vor allem abhängig davon, wie gut die Weidefläche nach dem Winter abgetrocknet ist.» Wenn der Boden noch zu nass sei, könnten die Tiere ihn schädigen oder würden im Matsch stehen.
Einige Höfe hätten ihre Kühe schon auf die Weide gebracht. Da es nun länger trocken gewesen sei und laut Prognosen auch vorerst bleiben solle, würden in nächster Zeit sicherlich auch die anderen Betriebe die Weidesaison eröffnen, sagte die Sprecherin.
Wenn gesundes Essen krank macht
Immer mehr Menschen legen großen Wert auf gesunde Ernährung - doch bei einigen wird dieser Fokus zur Besessenheit. Orthorexie beschreibt eine Fixierung auf «saubere» Ernährung, bei der das Streben nach tatsächlich oder vermeintlich gesunder Kost das Leben der Betroffenen bestimmt. Doch wo hört gesunde Ernährung auf, und wo beginnt eine problematische Fixierung
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Schweinezucht Binde (Altmark): Statt Rückbau soll Betreiber Nutzungskonzept vorlegen
Offensichtlich hat der Altmarkkreis als zuständige Behörde nicht (mehr) vor, für die illegal errichteten Gebäude in der Schweinemastanlage in Binde eine Nutzungsuntersagung oder gar weiterführende Schritte wie zum Beispiel den Rückbau der Gebäude anzuordnen. So jedenfalls lassen sich die Antworten der Kreisverwaltung auf eine Anfrage der Altmark Zeitung zum aktuellen Stand der Dinge interpretieren.
Stattdessen heißt es nun: „Der Altmarkkreis Salzwedel hat den Betreiber der Schweinezuchtanlage aufgefordert, die Anlage nur entsprechend dem bestandskräftigen Urteil des Verwaltungsgerichts Magdeburg zu nutzen. Zur Umsetzung dieses Urteils ist ein Nutzungskonzept vorzulegen. Die Vorlage des Nutzungskonzeptes mit detaillierten Angaben wird noch im April erwartet.“ Die Behörde werde daher erst weiterhin tätig, falls das Nutzungskonzept aus fachlicher Sicht nicht bestätigt werden könne oder der Betreiber die erforderlichen Maßnahmen nicht selbstständig umsetze.
Das ist das Gegenteil von dem, was nach einem gemeinsamen Termin mit Landesverwaltungsamt (LVwA), Altmarkkreis, Stadt Arendsee und dem Betreiber als Ergebnis des Gespräches von beiden Behörden mitgeteilt wurde. Im Nachgang teilte das LVwA am 17. Dezember vergangenen Jahres mit: „Zu Beginn wies das Landesverwaltungsamt noch einmal auf die dringende Notwendigkeit hin, den rechtswidrigen Zustand der Anlage zu beseitigen. Der dafür zuständige Landkreis arbeitet derzeit intensiv an der entsprechenden Nutzungsuntersagung für die illegal errichteten Betriebsteile.“… .
